Herr Wade
Herr Wade is a transnational pop experiment, consisting of Seb Voss from Altenberge/Germany and Jørn O. Åleskjær from Askim/Norway.
09/09/2026
1 000 Dank an einen der besten Konzertfotografen überhaupt!
06/09/2026
Herr Wade war gestern mit der „Kleinbesteckversion“ von das schwa und auch wieder gemeinsam mit Peter Geerts und seinen selbstgebauten Instrumenten auf Salvador Jokos Gardenparty in Havixbeck eingeladen. Was für ein schönes Fest mit so vielen kunstbegeisterten Kolleg/innen, alten und neuen Freund/innen, Barbershop Magic, erbaulichen Lesungen, toller Livemusik incl. einem furiosen Live-Debut der Cash Game Babies, sowie Seldas und Toms superbequemen, neuen Campingwohnzimmermöbeln. Obendrein schien sogar die Sonne.
It was a blast! Danke, Joko!
(Dank auch an André Kleine-Wilke für Fotos)
05/09/2026
Im Rahmen der nachträglichen Vinylisierung des Herr Wade Katalogs ganz bald erhältlich:
LIEDER VOM VERFALL
Sechzehn Songs, auf einer Langspielplatte. Sie stammen von den Alben ‚This Is Softcore‘, ‚The Opposite of Cool‘ und ‚Happy Blues‘ aus den Jahren 2025 und 2026, die eine Trilogie ergeben. Titel: Lieder vom Verfall.
Mit über fünfzig darf man über den eigenen körperlichen Verfall inzwischen nicht nur kokettieren. Schwieriger ist es mit dem anderen, dem vielbeschworenen moralischen Verfall. Dem Verfall der humanistischen Idee. Dem Verfall der Zuversicht. Manches, was selbstverständlich schien, erweist sich plötzlich als erstaunlich zerbrechlich, ist womöglich schon längst unwiederbringlich zerbrochen.
Auch das Kunstprojekt Herr Wade ist Geschichte. Allerdings nur das Konzept. Obendrein mit Netz und doppeltem Boden. Denn es geht weiter. Vielleicht ist das überhaupt die tröstlichere Lesart des Verfalls: dass aus dem, was verschwindet, immer etwas anderes entstehen kann. Dass er sogar notwendig ist, das Platz gemacht wird, um dort etwas Neues entstehen zu lassen. Ich finde mögliche Indizien für Optimismus derzeit an überraschend vielen Orten: im Rückblick (z.B. bei Jung und Adler), in einer wiederentdeckten Spiritualität, natürlich in der Musik, in der Freundschaft und in Ideen, in denen diese Aspekte integriert sind, wie z.B. bei Robert Rotifers Interpretation der ‚Radical Friendship Theory‘.
Und in der Natur. Während ich dies schreibe, schonen meine Frau, unser Hund und ich nach drei Wandertagen unsere müden Knochen. Die Ruhe des Waldes im Regen, die mystischen Nebelschwaden und die vielfältigen Gerüche und Geräusche der vielen Organismen, die sich der langersehnten Feuchtigkeit dankbar entgegenstrecken. Sie alle wirken nach.
Vielleicht ist noch längst nicht alles vorbei.
Sebastian Voß
Altenberge, im August 2026
22/08/2026
Der Geheimdienst hat Beweise: Herr Wade in der Hanseplatte! ❤️
09/08/2026
Seit heute im Besitz des ultimativen Janglepop-Zertifikats! Denn Subjangle bringt gemeinsam mit Bureau Platiruma die Platte „…so beautiful“ raus. Und zwar auf CD, dem Tonträgermedium der Zukunft!
...so beautiful! (by das schwa), by Herr Wade 8 track album
28/07/2026
Herr Wade were the ultimate cosmic oddity of the European indie underground, a prodigiously gifted and gloriously unpredictable duo whose songs wandered far beyond the familiar borders of indie pop into a universe entirely of their own. Blessed (or cursed) with the ability to inhabit almost any musical language they fancied, they stubbornly refused to settle on a recognizable style for very long. Every new release seemed to reinvent the rules while quietly making fun of them.
At heart, Herr Wade are affectionate deconstructionists. They lovingly dismantle the architecture of pop music only to rebuild it from unexpected materials: jangling guitars, analogue synths, kitchen-sink philosophy, awkward humour, orchestral flourishes, obscure references, homemade production tricks and melodies that somehow manage to be both immediate and strangely unsettling. Their records occupy a curious space where sincerity and irony coexist without ever cancelling each other out.
What makes the project remarkable is not merely its stylistic range, but its refusal to acknowledge that stylistic boundaries should matter in the first place. Folk songs drift into shoegaze, post-punk becomes chamber pop, country rubs shoulders with noise rock, while children’s choirs, brass sections, electronic textures and battered acoustic guitars all appear perfectly at home. Nothing feels calculated. Everything somehow belongs.
Behind the musical shape-shifting lies an unmistakable emotional core. Beneath the jokes, absurd characters and surreal observations lives a quiet fascination with vulnerability, failure, friendship, middle age, responsibility and the strange dignity of ordinary people trying to make sense of the world. Even at their silliest, Herr Wade rarely laugh at their subjects; they laugh with them.
Over the years, the duo has quietly constructed an ever-expanding parallel universe populated by recurring characters, imaginary geographies, obscure myths and an ever-growing family of musical collaborators. Albums converse with one another. Songs reappear in altered forms. Side projects bleed into the main catalogue. The distinction between serious work and elaborate private joke becomes increasingly impossible to identify.
Commercial success has never been the point. Curiosity has. Every record sounds like an excuse to discover another musical possibility, another unlikely arrangement, another story that perhaps nobody else would think worth telling. The result is a catalogue that often appears delightfully inconsistent on the surface, yet reveals a surprisingly coherent artistic identity underneath.
In the end, Herr Wade may simply be two friends amusing one another over an impossibly long conversation that somehow turned into a discography. Their universe follows its own internal logic, where melancholy and nonsense, beauty and awkwardness, craftsmanship and amateur enthusiasm are not opposites but travelling companions.
Welcome to Wadeland.
28/07/2026
Es fühlt sich merkwürdig an, dass es Herr Wade als Kunstprojekt von Jørn und mir in dieser Form nicht mehr gibt. Der ältere, freundliche Herr hat uns in den vergangenen fünf Jahren ganz schön oft Trab gehalten… Jetzt geht es darum, unser Werk zu inventarisieren.
Und Ihr könnt dabeisein!
Freitag, 31.07., erscheint das Album „…so beautiful“ von das schwa, auf dem acht Herr Wade- Songs im neuen Gewand präsentiert werden: Power Pop, der so klingt, als hätten sich Ton, Steine, Scherben damals mit Udo Jürgens zusammengetan.
Die Platte wurde von Pogo McCartney aufgenommen und unser Freund Joachim Franz Büchner hat auf zwei Songs mitgesungen.
Am 15.08., zum Italienischen Fest Ferragosto, nehmen wir dann gemeinsam mit der wunderbaren Yvy Pop noch mal Abschied: mit der streng limitierten Single „Autostrade“, der Ausgabe #2 des Platiruma-Singles-Club.
Ich finde es tröstlich, unser Werk auf diese Art und Weise noch mal hochleben zu lassen.
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