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Der KAAD ist das Stipendienwerk der deutschen katholischen Kirche für internationale Postgraduierte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Der KAAD ist das Stipendienwerk der deutschen katholischen Kirche für Postgraduierte und Wissenschaftler aus (Entwicklungs-) Ländern Asiens, Afrikas, Lateinamerikas, des Nahen und Mittleren Ostens sowie Ost- und Südosteuropas. Durch Stipendien, Bildungsveranstaltungen sowie persönliche und spirituelle Begleitung fördert der KAAD seine Stipendiatinnen und Stipendiaten mit Blick auf eine multiplikat

Photos from KAAD's post 06/08/2026

Im Umfeld der Internationalen Akademie führten KAAD-Präsident P. Dr. Hans Langendörfer SJ, Generalsekretärin Dr. Nora Kalbarczyk, die Leiterin des Lateinamerika-Referates, Dr. Mirjam Rossa, und die Referentinnen Renate Flügel und Ute Baumgart in Bogotá Gespräche mit deutschen und kolumbianischen Institutionen. Im Mittelpunkt standen der akademische Austausch, die Vernetzung von Wissenschaft, Bildungsarbeit und beruflicher Praxis sowie der Regierungswechsel in Kolumbien diese Woche und dessen politische Folgen. Mit Oscar Santiago Vargas Guevara von der Friedrich-Ebert-Stiftung Kolumbien wurden insbesondere die Folgen dieses Regierungswechsels für den weiteren Friedensprozess thematisiert.

Die Begegnungen mit Delegierten der Universidad de los Andes - Colombia sowie mit P. Luis Múnera Congote SJ, Rektor der Pontificia Universidad Javeriana Bogotá, und mit P. Vicente Durán Casas SJ, Rektor der Pontificia Universidad Javeriana Cali, standen im Zeichen der Förderung von Studierenden und Forschenden sowie des wissenschaftlichen Austauschs zwischen Deutschland und der Andenregion. Mit Dr. Diego Meza und Prof. Dr. Peter Lah von der Pontifical Gregorian University wurden Möglichkeiten zur Zusammenarbeit beim Aufbau digitaler Studiengänge erörtert.

Mit Vertreterinnen und Vertretern des Forschungs- und Bildungszentrums Centro de Investigación y Educación Popular - Programa por la Paz (Cinep/PPP), darunter Generaldirektorin Dr. Martha Lucía Márquez Restrepo, sprach die Delegation über Forschung und Bildungsarbeit zu Frieden, Menschenrechten und Migration sowie über Möglichkeiten einer Zusammenarbeit.

Im Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern des Consejo Episcopal Latinoamericano y Caribeño (Celam) ging es um gemeinsame thematische Schwerpunkte, insbesondere in den Bereichen integrale Ökologie sowie Gerechtigkeit und Frieden. Beide Themen werden auch in eigenen Fachgruppen des lateinamerikanischen KAAD-Netzwerks bearbeitet und bieten damit konkrete Anknüpfungspunkte für den weiteren Austausch.

Den Kontakt zur Deutsch-Kolumbianischen Industrie- und Handelskammer hatte der KAAD-Alumnus Dr. Helmuth Gallego vermittelt, der sich seit vielen Jahren für den Ausbau des KAAD-Netzwerks in Kolumbien einsetzt. Mit AHK-Hauptgeschäftsführer Gunther Neubert wurde u. a. besprochen, wie Alumni vor Ort Kontakte in Wirtschaft und Wissenschaft knüpfen können. Im Austausch mit Claudia Kolbe vom Goethe-Institut Kolumbien und Reinhard Babel vom DAAD in Bogotá wurden die vielfältigen Dimensionen des Kulturaustausches zwischen Deutschland und Kolumbien identifiziert.

Ziel der Begegnungen war es, den wissenschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und Kolumbien zu vertiefen und Möglichkeiten der weiteren Zusammenarbeit in den Bereichen akademische Förderung, gesellschaftliche Verantwortung und nachhaltige Entwicklung auszuloten.

Wir danken allen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern herzlich für den offenen Austausch.

Photos from KAAD's post 04/08/2026

Wie kann Künstliche Intelligenz zu einer gerechten und nachhaltigen Entwicklung Lateinamerikas beitragen? Mit dieser Leitfrage beschäftigten sich die Teilnehmenden der Internationalen Akademie des KAAD, die am Wochenende in Bogotá endete.

Nach einer Einführung in die Grundlagen der KI durch Prof. Dr. Alexander Caicedo Dorado von der Pontificia Universidad Javeriana widmeten sich vier Panels den Themen Globale Gesundheit, Integrale Ökologie, Bildung und akademische Netzwerke sowie Ethik und Spiritualität.

An Beispielen aus Medizin, Energieversorgung und Landwirtschaft zeigten Dr. Albertos Mendez, Prof. Dr. Guillermo Kerz, Prof. Dr. Fabiana Faleiros, Dr. Katia Madruga und Juan Fernando Larco, welche Möglichkeiten KI für effizienteres Handeln eröffnet. Zugleich verwiesen sie auf die Umweltfolgen des enormen Energie- und Wasserverbrauchs sowie den Hunger der Tech-Industrie nach seltenen Erden und anderen Mineralien. Diese treffen die Länder des Globalen Südens unverhältnismäßig stark.

Daher muss Bildung Menschen zukünftig dazu befähigen, KI sinnvoll und vor allem inklusiv zu nutzen, wie Dr. Angelica Muskus und Dr. Leonor González aufzeigten. Felipe Mejia-Medina und Dr. Marlene Pinheiro Gonçalves betonten zudem die Notwendigkeit sinnvoller staatlicher Regulierung.

Ein Beispiel für eine inklusive und an die Bedürfnisse der Menschen angepasste KI zeigten Dr. Clement Roux und Waira Nina Jacanamijoy Mutumbajoy vom Volk der Inga anhand des Projektes Iakumama 2050 auf, das sie in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn erarbeiten.

Obwohl Künstliche Intelligenz zudem häufig wie ein menschlicher Gesprächspartner erscheint, erläuterten P. Robson Caixeta Silva und Prof. Dr. Peter Lah, dass ihr zutiefst menschliche Eigenschaften wie Gewissen, Verantwortungsgefühl oder kreatives Denken fehlen.

In einer abschließenden Diskussion u. a. mit Dr. José Luis Luna Bravo und Dr. Carlos Miguel Gómez Rincón ging es darum, wie KI zum Nutzen des lateinamerikanischen Kontinents eingesetzt werden kann und welche Rolle insbesondere die Netzwerke des KAAD dabei künftig spielen können.

Dr. Nora Kalbarczyk hielt fest, dass sich die Teilnehmenden mit ihrer Auseinandersetzung mit der Entwicklung der KI und ihren Folgen für Mensch und Gesellschaft auf genau jenen Weg der Reflexion begeben hätten, zu dem Papst Leo XIV. in seiner Enzyklika Magnifica Humanitas einlädt. Dabei griff sie eine zentrale Frage der Akademie noch einmal auf: Wie kann KI in den Dienst des Gemeinwohls und einer ganzheitlichen und gerechten menschlichen Entwicklung gestellt werden?

Zum Abschluss dankte P. Dr. Hans Langendörfer SJ den vielen Menschen, deren sorgfältige Planung und außerordentliches Engagement die Internationale Akademie ermöglicht haben.

Ein gemeinsamer Gottesdienst in der Wallfahrtskirche Basílica del Señor de Monserrate und ein kulturelles Programm rundeten die gemeinsamen Tage ab.

Humanitas

Photos from KAAD's post 31/07/2026

Künstliche Intelligenz ist das Thema der Stunde, die neuesten Entwicklungen beherrschen die Schlagzeilen. Seit gestern richtet der KAAD gemeinsam mit der Päpstlichen Universität Javeriana (PUJ, Pontificia Universidad Javeriana) in Bogotá seine diesjährige Internationale Akademie zum Thema „Künstliche Intelligenz und gesellschaftlicher Wandel: Auswirkungen, Dynamiken und Perspektiven im lateinamerikanischen Kontext“ aus.

In den kommenden Tagen gehen 83 KAAD-Alumni aus elf lateinamerikanischen Ländern, Sur-Place-Geförderte des Adveniat-KAAD-Stipendienprogramms sowie Gäste aus Kirche und Wissenschaft der Frage nach, wie KI gesellschaftliche Transformationsprozesse in Lateinamerika beeinflusst.

In seinem Grußwort betonte der Rektor der Päpstlichen Universität Javeriana (PUJ), P. Dr. Luis Fernando Múnera Congote, SJ, die Wichtigkeit des akademischen und interkulturellen Austausches und würdigte insbesondere die langjährige Zusammenarbeit zwischen dem KAAD und der PUJ.
P. Dr. Hans Langendörfer SJ, Präsident des KAAD, wies in seiner Eröffnungsrede darauf hin, dass die Akademie neben der akademischen Diskussion über die Chancen und Risiken der KI in Lateinamerika, insbesondere dazu diene, die lateinamerikanische KAAD-Gemeinschaft zusammenzubringen, neue Netzwerke zu knüpfen und bestehende zu stärken.
In seinem für die Akademie aufgezeichneten Grußwort betonte Msgr. Lizardo Estrada Herrer OSA, Generalsekretär des Lateinamerikanischen Bischofsrates (Consejo Episcopal Latinoamericano y Caribeño (Celam), die Wichtigkeit akademisch ausgebildeter Multiplikatoren für die Kirche in Lateinamerika.

Der KAAD-Alumnus Prof. Dr. José Luis Luna Bravo begrüßte die Teilnehmenden im Namen des kolumbianischen Partnergremiums des KAAD. Er zeigte auf, wie Stipendien den Blick der Geförderten auf die Welt verändern können.
Im Anschluss daran hob Dr. Mirjam Rossa Rossa, Referatsleiterin Lateinamerika im KAAD, die Wichtigkeit der Arbeit dieser Gremien hervor, sie bilden „das Herz des KAAD“.

Den inhaltlichen Auftakt gestaltete Prof. Dr. Carolina Aguerre (Universidad Católica del Uruguay). Unter dem Titel „Jenseits von Wissenschaft, Markt und Geopolitik“ befasste sie sich mit den ethischen und epistemologischen Aspekten der KI aus lateinamerikanischer Perspektive. Sie zeigte auf, wie KI dazu beiträgt, globale Ungleichheiten zu verstärken und die Macht aus den Händen von Regierungen in diejenigen der großen Tech-Konzerne zu verlagern. Der dadurch bedingte Ausschluss marginalisierter Gemeinschaften bei der Entwicklung von KI-Systemen führt u.a. zu einer mangelnden Berücksichtigung lokaler Kontexte und Besonderheiten.

Bei einem feierlichen Empfang im Anschluss an die Eröffnung der Internationalen Akademie kamen Repräsentantinnen und Repräsentanten aus internationalen Organisationen, Kirche und Wissenschaft zusammen.

Photos from KAAD's post 27/07/2026

In einem neuen Land anzukommen bedeutet mehr, als sich in einer fremden Stadt zurechtzufinden oder die Abläufe an einer deutschen Universität kennenzulernen. Auch vertraute Vorstellungen und die eigene Wahrnehmung werden dabei neu erfahrbar. Doch was prägt unsere Identität? Mit welcher „kulturellen Brille“ betrachten wir andere Menschen? Welche Erwartungen und Zuschreibungen beeinflussen unseren Blick?

Mit diesen Fragen beschäftigten sich die neu eingereisten Stipendiatinnen und Stipendiaten des KAAD am Freitag beim diesjährigen Interkulturellen Workshop im Benediktinerinnenkloster Angermund. Geleitet wurde der Workshop von Miriam Rossmerkel, Referentin im Afrika-Referat des KAAD, und Santra Sontowski, Referentin im Nahost-Referat des KAAD.

Der jährlich stattfindende Workshop bereitet unsere Geförderten auf ihre Studienzeit in Deutschland vor und soll ihnen den Einstieg in das neue kulturelle Umfeld erleichtern. Dabei verbindet er die Reflexion über die eigene kulturelle Prägung und die Begegnung mit anderen Perspektiven mit praktischen Informationen zum Alltag und Studium in Deutschland.

Zu Beginn packten die Teilnehmenden einen persönlichen „Kulturbeutel“: Sie gingen der Frage nach, was sie auszeichnet, woher sie kommen und welche Erfahrungen ihr Aufwachsen geprägt haben. Anschließend richteten sie den Blick auf ihre Vorstellungen von Deutschland und setzten sich mit Stereotypen und Vorurteilen auseinander. Mithilfe des Eisbergmodells und der Metapher der „kulturellen Brille“ beschäftigten sich die Teilnehmenden mit der Frage, wie Wertvorstellungen, Umgangsformen und Erwartungen unseren Blick auf andere Menschen prägen.

Daran anknüpfend tauschten sich die Teilnehmenden anhand des TED-Talks „The Danger of a Single Story“ von Chimamanda Ngozi Adichie darüber aus, wie einseitige Erzählungen den Blick auf Menschen, Länder und Kulturen verengen können. Auch Erfahrungen des Kulturschocks und der Umgang mit ungewohnten gesellschaftlichen und kulturellen Kontexten wurden aufgegriffen.

Im zweiten Teil des Workshops standen konkrete Fragen zum Leben in Deutschland im Mittelpunkt. Dabei ging es unter anderem um das Gesundheitswesen und Versicherungen, das Studium und die Kommunikation im Alltag sowie um Gleichberechtigung und den Umgang mit Diskriminierung.

Eine Meditation und ein Brief an sich selbst boten den Teilnehmenden zum Abschluss Gelegenheit, ihre Wünsche, Ängste, Hoffnungen und Träume für die kommende Zeit festzuhalten.

Photos from KAAD's post 22/07/2026

In einer Zeit, die von gesellschaftlichen Krisen, politischen Konflikten und einem hohen Leistungsdruck geprägt ist, gewinnen Räume der Stille und persönlichen Besinnung an Bedeutung. Mit den jährlich stattfindenden Spirituellen Tagen bietet der KAAD seinen Stipendiatinnen und Stipendiaten ein Seminar an, das bewusst einen solchen Raum eröffnet.

Die diesjährigen Spirituellen Tage gingen gestern in der Benediktiner Erzabtei St. Martin in Beuron zu Ende. Unter der Leitung von P. Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP und P. Prof. Dr. Ulrich Engel OP und begleitet von fr. Dr. Franz Nothdurfter OP, der sich derzeit im Noviziat der Dominikaner befindet, beschäftigten sich insgesamt 16 Stipendiatinnen und Stipendiaten mit den Fragen und Herausforderungen ihres persönlichen Lebens.

Das klösterliche Leben mit seinen festen Gebetszeiten bildete den Rahmen für Meditationen, Bibelgespräche, gemeinsame Gottesdienste, kreative Übungen und Wanderungen durch die Beuroner Donaulandschaft. Im Mittelpunkt standen die eigenen Sorgen, Hoffnungen und Zukunftsperspektiven und die bewusste Unterbrechung des Studienalltags, um das eigene Leben in den Blick zu nehmen und – wenn nötig – neu auszurichten.

Dabei ging es nicht darum, den Herausforderungen der Gegenwart auszuweichen. Vielmehr boten die Spirituellen Tage den Stipendiatinnen und Stipendiaten Gelegenheit dazu, ihnen aus einer vertieften geistlichen Perspektive zu begegnen.

Ausgehend von den Fragen, die jede und jeder aus dem eigenen Leben mitgebracht hatte, führte der Weg zunächst in die Stille der Meditation. Jesu Worte „Sorgt euch nicht um morgen“ (Mt 6,19–34) eröffneten anschließend eine biblische Perspektive auf Sorge und Vertrauen, bevor der Film „Das Haus am Meer“ dieselben Fragen in der Geschichte eines Mannes aufgriff, der angesichts seiner Endlichkeit das Leben neu betrachtet. Zum Abschluss richteten die Teilnehmenden den Blick noch einmal auf die eigene Lebensgeschichte: In einem Brief an sich selbst hielten sie fest, was sie aus den Tagen in Beuron für ihren weiteren Weg mitnehmen möchten.

Einblicke in das Leben der Mönche von Beuron erhielten die Teilnehmenden zudem in einer intensiven Gesprächsrunde mit P. Dr. Albert Schmidt OSB. Der Gastpater des Klosters berichtete dabei auch von seinen langjährigen internationalen Erfahrungen als Hochschulrektor in Rom und als Abtpräses.
Seit vielen Jahren gehören die Spirituellen Tage zum Bildungsprogramm des KAAD. Sie stehen für ein Bildungsverständnis, in dem wissenschaftliche Qualifizierung und geistliche Begleitung zusammengehören.

Photos from KAAD's post 21/07/2026

Die Örtlichen Treffen gehören zu den festen Formaten unserer Bildungsarbeit. Nachdem in den vergangenen Wochen bereits Örtliche Treffen in Heidelberg, Bochum und Freiburg stattgefunden haben, kamen gestern zehn unserer Geförderten in Frankfurt gemeinsam mit Miriam Roßmerkel, Referentin des Afrika-Referates des KAAD, Dr. Marko Kuhn, Referatsleiter Afrika, Bianca Mondello von der Katholischen Hochschulgemeinde Frankfurt, Sigrid Monnheimer von der Katholischen Hochschulgemeinde Gießen sowie der Vertrauensdozentin Prof. Dr. Viera Pirker (Frankfurt) zusammen.

Im Mittelpunkt des Treffens stand die Auseinandersetzung mit den Themen Wohnungslosigkeit und sozialer Abstieg. Den Einstieg bildete ein World-Café, in dem sich die Teilnehmenden über die Situation wohnungsloser und sozial marginalisierter Menschen in ihren Herkunftsländern austauschten. Dabei diskutierten sie die Ursachen von Wohnungslosigkeit, unterschiedliche gesellschaftliche Rahmenbedingungen sowie bestehende Unterstützungsangebote.

Anschließend besuchte die Gruppe den Tagesaufenthalt Bärenstraße der Caritas Frankfurt. Die Einrichtung bietet wohnungslosen und benachteiligten Menschen Aufenthalts- und Schutzräume sowie vielfältige Unterstützungsangebote. Im Gespräch mit dem Leiter der Einrichtung, Sozialarbeiter Marius Falkenhahn, erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Arbeit des Tagesaufenthalts und tauschten sich intensiv mit ihm über den Umgang mit Wohnungslosigkeit in Deutschland aus.

Beim anschließenden gemeinsamen Abendessen wurden die Gespräche des Tages fortgesetzt.

Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, die zum Gelingen des Örtlichen Treffens beigetragen haben, sowie dem Team des Tagesaufenthalts Bärenstraße für den offenen Empfang und die Einblicke in die Arbeit der Einrichtung.

Photos from KAAD's post 17/07/2026

Unsere Örtlichen Treffen ermöglichen regelmäßige Begegnungen zwischen Stipendiatinnen und Stipendiaten, Hochschulgemeinden und Mitarbeitenden des KAAD und schaffen so einen Raum für den persönlichen Austausch.

Vorgestern kamen 14 Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Alumnae und Alumni aus Heidelberg und Karlsruhe zu einem Örtlichen Treffen des KAAD im Edith-Stein-Haus des Katholischen Universitätszentrums Heidelberg zusammen. Gemeinsam mit Santra Sontowski, Referentin für den Nahen und Mittleren Osten im KAAD, Markus Brutscher vom Katholischen Universitätszentrum Heidelberg, Volker Schwab von der Katholischen Hochschulgemeinde Karlsruhe und Prof. Dr. Thomas Gasenzer tauschten sie sich über ihre biografischen und akademischen Werdegänge aus.

Zum Auftakt berichtete der KAAD-Stipendiat Andrew Abdelmalak von seinem Bildungs- und Berufsweg. Nach seinem Pharmaziestudium in Ägypten war er zunächst in verschiedenen Gesundheitsprojekten in Kenia tätig. Heute studiert Andrew an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg International Health. Seine beruflichen Erfahrungen in der HIV-Prävention und Gesundheitsförderung prägen seine wissenschaftliche Arbeit: In seiner Masterarbeit untersucht er den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Gesundheitsprävention in Sambia. Dabei verbindet er seine langjährige praktische Erfahrung mit dem im Masterstudium erworbenen Wissen und eröffnet dadurch auch Perspektiven für den Süd-Süd-Dialog. Seine Vorstellung bildete den Ausgangspunkt für den anschließenden Austausch unter unseren Stipendiatinnen und Stipendiaten über unterschiedliche Bildungs- und Berufswege sowie deren Einfluss auf die eigene wissenschaftliche Arbeit.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen und einem Spaziergang ins Neuenheimer Feld wurde die Gruppe von Prof. Dr. Thomas Gasenzer im Kirchhoff-Institut für Physik empfangen. Wie bereits am Vormittag standen auch dort wissenschaftliche Werdegänge im Mittelpunkt: Der Vertrauensdozent des KAAD in Heidelberg berichtete von seinem eigenen Weg in die Physik und stellte anschließend den Namensgeber des Instituts, Gustav Robert Kirchhoff, sowie die heutige Forschungsarbeit des Instituts vor.

Photos from KAAD's post 16/07/2026

Am vergangenen Wochenende tagte die Bildungskommission des KAAD in Bonn. Sie ist das zentrale Gremium für die inhaltliche Planung des Bildungsprogramms und besteht aus zehn gewählten Vertreterinnen und Vertretern unserer Stipendiatenschaft, unserem Präsidenten P. Dr. Hans Langendörfer, Generalsekretärin Dr. Nora Kalbarczyk, unseren beiden geistlichen Beiräten und den Leitenden der Regionalreferate. Gemeinsam entwickelt die Kommission die Themen der Seminar- und Workshopangebote des kommenden Jahres.

Die Beratungen bauen auf den Vorschlägen auf, die die Stipendiatinnen und Stipendiaten zuvor in ihren Regionalgruppen erarbeitet haben. Auf diese Weise fließen ihre wissenschaftlichen Interessen, ihre Erfahrungen und die Perspektiven aus den unterschiedlichen Weltregionen unmittelbar in die Gestaltung des Bildungsprogramms ein. Für die Regionalseminare 2027 wurden Themen zu Einkommensungleichheit in Asien, unabhängigen Medien als demokratischer Säule in Osteuropa, Populismus und Polarisierung in Lateinamerika, Politik und Geschichte des Nahen Ostens sowie erneuerbaren Energien in Afrika festgelegt.

Ein weiterer Schwerpunkt der Tagung war die Frage, wie interkultureller und transregionaler Austausch im KAAD gelingen kann, ohne in Stereotype zu verfallen. Im Mittelpunkt eines von . Mirjam Rossa moderierten Rundgesprächs standen die Erfahrungen der Stipendiatinnen und Stipendiaten. Als besonders wertvoll wurden Formate beschrieben, die Begegnungen über Kontinental- und Referatsgruppen hinweg ermöglichen, darunter etwa die Sprachkurszeit in Angermund, gemeinsame Veranstaltungen wie der Katholikentag oder der Caritas-Kongress sowie die allgemeinen Seminare des KAAD. Sie richten sich an Geförderte aller Regionalreferate und eröffnen so den Austausch über Kontinental- und Referatsgruppen hinweg. Für das Bildungsprogramm 2027 wurden Seminare zu „KI und Datenkolonialismus“, „One Health, Menschenrechte und Menschenwürde“ sowie „Eine anthropologische Perspektive auf Mode: Geschichte, lokale Identitäten und kultureller Imperialismus“ ausgewählt. Ergänzt wird das Bildungsprogramm durch geistliche Angebote wie die Studien- und Pilgerfahrt nach Romfahrt oder den „Spiritual Retreat“. Hinzu kommen verschiedene digitale Formate wie der Doktoranden- oder der Reintegrations-Workshop.

Aus dem Rundgespräch entstand die Idee eines interkulturellen Speed-Exchange, der noch während der Tagung erprobt wurde. Ausgehend von Fragen des Alltags tauschten sich die Teilnehmenden in wechselnden Gesprächsrunden über unterschiedliche kulturelle Prägungen aus, etwa darüber, was Pünktlichkeit bedeutet, wie Kritik geäußert wird, wie Respekt gegenüber älteren Menschen gezeigt wird oder welche Erwartungen mit Gastfreundschaft verbunden sind.

Wir danken allen Mitgliedern der Bildungskommission für ihr Engagement und freuen uns auf ein vielseitiges Bildungsprogramm 2027.

15/07/2026

𝗨𝗻𝘀𝗲𝗿 𝗻𝗲𝘂𝗲𝗿 𝗡𝗲𝘄𝘀𝗹𝗲𝘁𝘁𝗲𝗿 𝗶𝘀𝘁 𝗱𝗮!

Die aktuelle Ausgabe gibt Einblicke in Themen und Begegnungen, die unser weltweites Netzwerk in den vergangenen Monaten bewegt haben: von der Jahresakademie über den Katholikentag bis hin zu internationalen Alumni-Konferenzen.

📩https://www.kaad.de/fileadmin/user_upload/Newsletter/KAAD_Newsletter_34.pdf

Photos from KAAD's post 10/07/2026

Klimagerechtigkeit gehört zu den drängendsten entwicklungspolitischen Herausforderungen unserer Zeit. Viele indigene Gemeinschaften leiden besonders stark unter den Folgen des Klimawandels, doch ihre Erfahrungen und ihr Wissen finden in internationalen Debatten wenig Beachtung. Dabei können gerade ihre Perspektiven wichtige Beiträge für den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen und für Strategien zur Anpassung an den Klimawandel leisten.

Vor diesem Hintergrund widmeten sich unter der Leitung von Dr. Anselm Feldmann, Referatsleiter Asien des KAAD, sowie begleitet von Julia Breker, Referentin des Asien-Referats, in den letzten vier Tagen 15 KAAD-Geförderte und ein Stipendiat des Cusanuswerks in Bonn der Frage, wie wissenschaftliches und indigenes Wissen so zusammenwirken können, dass Maßnahmen zur Klimaanpassung die Rechte und Erfahrungen indigener Gemeinschaften berücksichtigen.

Ausgehend von den Erfahrungen auf den Philippinen setzte sich Dr. Karminn C. D. Daytec Yangot, (University of the Philippines Baguio), die selbst der indigenen Gemeinschaft der Igorot angehört und digital zugeschaltet war, mit dem Verhältnis von Klimagerechtigkeit und indigener Gerechtigkeit auseinander. Sie betonte, dass die Bekämpfung des Klimawandels nicht auf indigene Gemeinschaften abgewälzt werden dürfe. Zugleich kritisierte sie sowohl deren Romantisierung als auch die Vorstellung eines einheitlichen „indigenen Wissens“, da beides der Vielfalt indigener Lebenswelten nicht gerecht werde. Sie plädierte für eine kollaborative Forschung und dafür, Klimakompensationen unmittelbar den betroffenen indigenen Gemeinschaften zukommen zu lassen.

Prof. Dr. Kristina Großmann (Universität Bonn) stellte Perspektiven auf Nachhaltigkeit und indigenes Wissen in Indonesien vor. Anhand von Fallstudien aus Kalimantan zeigte sie, dass Wiederaufforstungsprojekte externer NGOs häufig scheitern, wenn sie indigene Gemeinschaften als homogene Gruppen betrachten und deren unterschiedliche Praktiken im Umgang mit natürlichen Ressourcen nicht berücksichtigen. Ansätze der Politischen Ontologie könnten solche Probleme vermeiden, indem sie relationale Bezüge berücksichtigen, ohne politische Realitäten auszublenden. Die Teilnehmenden konnten diese Erkenntnisse anschließend in einem Workshop zu Fallbeispielen aus Indien, Indonesien und der Demokratischen Republik Kongo einfließen lassen und Policy Briefings erstellen, in denen sie die Bedeutung indigener Rechte im Kontext der Klimagerechtigkeit zusammenfassten. Ergänzt wurde das Seminar durch einen Besuch des Bonner UN-Campus.

Gemeinsame Gottesdienste, geistliche Impulse sowie der Besuch des Bonner Münsters ergänzten das Seminarprogramm. In der geistlichen Begleitung durch P. Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP wurden Fragen der Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung aufgegriffen und gemeinsam reflektiert.

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