Frau.schlekkeling

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28/06/2025

Ich ekelte mich vor ihm.
 
Und ich ekelte mich vor mir selbst.  
Ich stand unter der Dusche, mit einem rauen Schwamm in der Hand, und schrubbte meine Haut, als könnte ich all die Jahre von mir abwaschen.  
Ich wollte raus aus mir. Ich konnte mich selbst nicht mehr ertragen.
Denn ich hatte so lange geglaubt, ich müsste das alles hinnehmen.
Aus Rücksicht. Aus Empathie. Aus Liebe vielleicht.

Es fühlte sich an, als hätte er 16 Jahre lang meine Seele vergewaltigt.

Ein unaufhörlicher Übergriff auf meine Würde, meine Freiheit, meine Stimme.  
Tag für Tag. Jahr für Jahr
Und als ich das zum ersten Mal wirklich begriff, bekam ich eine Gänsehaut. Ein kalter Schauer, der mir über den Rücken lief, der in jede Zelle kroch, in meine Knochen. Ich fühlte mich schmutzig. Ich fühlte mich beschmutzt.

Als sei das der Moment gewesen, in dem die Sonne aufgegangen ist, aber das war es nicht. Denn Freiheit ist nicht sofort Licht. Manchmal ist Freiheit erst einmal Dunkelheit, weil du plötzlich siehst, wie tief das Loch wirklich war. Dieser Moment, in dem man versteht, was man durchlebt hat, ist gleichzeitig das Zerstörerischste und Befreiendste, das es gibt.  

Ich war geschockt.  Über mich. Über ihn. Über das, was ich zugelassen hatte.  
Und gleichzeitig wusste ich: Genau das ist der Anfang.  Der allererste, bittere, brutale Schritt in ein neues Leben.  
Eines, das vielleicht heilt, aber im ersten Moment:  
Tat es einfach nur weh

08/05/2025

Was wir begreifen müssen, ist: Jeder Mensch heilt auf seine Weise – und es ist sein Recht, Schmerz, Brüche und Erlebtes in der Form zu verarbeiten, die seine Seele tragen kann.

Es gibt keinen richtigen oder falschen Weg,um mit erfahrenem Leid umzugehen. Kein „zu laut“, „zu leise“, „zu viel“, „zu wenig“. Manche Menschen schweigen, andere schreiben, sprechen, weinen, schreien. Jeder findet seinen eigenen Weg,weil jeder Mensch anders fühlt.
Anders heilt.

Menschen,die Schlimmes erlebt haben, haben oft genug getragen, geschwiegen, funktioniert. Sie verdienen keinen Spott, keine Zweifel, kein leises Kopfschütteln über ihren Weg der Verarbeitung – sondern Respekt, Mitgefühl und das Vertrauen in ihre eigene Form der Heilung.

Nach außen mag es wirken,als fiele mir das leicht. Als wäre das Schreiben ein Akt der Befreiung,der mir mühelos gelingt. Doch das Gegenteil ist der Fall. Jeder Text kostet mich Überwindung. Es ist ein Balanceakt zwischen dem Bedürfnis, meine Geschichte zu erzählen und dem Schutz meiner eigenen Grenzen.
Mir wurde das Reden verboten,das Fühlen abgesprochen,das Atmen klein gemacht über viele Jahre hinweg. Nicht nur in der Beziehung voller Kontrolle, Manipulation und Angst – auch über das Ende hinaus. Denn selbst nach der Trennung wurde ich gewarnt, mich vorsichtig auszudrücken.

Was ich schreibe, ist keine Rechtfertigung. Es ist kein „Gefällt dir das?“ Es ist mein Weg. Meine Freiheit nach Jahren der Stille.
Ich muss mich nicht rechtfertigen für meinen Weg,aber ich will ihn erklären – weil ich weiß, dass viele leise leiden. Weil ich weiß,wie sehr es helfen kann,wenn du plötzlich einen Satz liest und dich darin erkennst.
Es ist ein emotionales Ausziehen vor der Welt. Ein Schritt weit weg von jeder Komfortzone. Ich tue es – für mich. Und vielleicht auch für jemanden,der sich darin wiederfindet. So wie ich mich in den Worten anderer gefunden habe.
Denn ich glaube, dass in der Ehrlichkeit eine Kraft liegt,die verbindet und heilt. Und manchmal beginnt Heilung genau dort: wenn man begreift,dass man nicht allein ist.

Ich schreibe für mich.
Und ein wenig auch für dich.

Und wenn jemand sagt:
„Du bist zu laut“,
dann antworte ich:
„Ich war zu lange still.“

02/05/2025

Freiheit – was für andere so selbstverständlich scheint, war für mich lange nur ein leiser Traum, kaum greifbar.
Denn ich war gefangen in einem Leben voller Kontrolle, Manipulation und Schuld. In einem Alltag, der mich lehrte, zu funktionieren, statt zu fühlen.
Ich wusste nicht, dass es mehr geben kann.
Ich wusste nicht, dass ich wählen darf.

Ich habe mich selbst vergessen, in all dem Schweigen, in all der Anpassung.
Und doch – ich habe überlebt.
Irgendwie.

Es war ein stiller Entschluss.
Ein letzter, zitternder Funke Mut – tief aus dem Innersten geholt, aus dem Teil von mir, den nicht einmal ich selbst in den dunklen Tagen noch berühren konnte.
Ein Riss im dichten Nebel aus Erwartungen und Scham.
Und nun hole ich mir meine Freiheit zurück.
Mit wackligen Schritten, gegen Widerstand, gegen Zögern, gegen mein eigenes Zweifeln.

Ich mache Pläne, werfe sie über Bord und fange neu an.

Ich atme Freiheit.

Und ich schreibe das nicht nur für mich.
Ich schreibe es, weil ich das große Glück hatte, Menschen an meiner Seite zu wissen, die mich nicht aufgegeben haben.
Menschen, die gesehen haben, dass etwas nicht stimmt – lange bevor ich es selbst sehen konnte.

Sie haben nie gedrängt, nie verurteilt.
Aber sie waren da. Immer wieder.
Mit offenen Augen, offenen Herzen – und der leisen, liebevollen Beharrlichkeit, mir zu zeigen:
Das, was du erlebst, ist nicht normal. Es ist nicht richtig.

Diese Unterstützung hat meine Seele gerettet.

Darum schreibe ich.
Für alle, die (noch) nicht selbst sehen können, was mit ihnen geschieht.
Für alle, die in dunklen Räumen leben, ohne den Weg hinaus zu kennen.
Und für die Menschen um sie herum – Freunde, Familie, Kolleg:innen – in der Hoffnung, dass sie nicht wegsehen.
Denn es braucht oft nur einen einzigen Menschen, der behutsam fragt, der leise bleibt – und dennoch bleibt.

Freiheit beginnt manchmal mit einem Blick von außen.
Mit einem Satz. Mit einem offenen Ohr. Mit einem Herzen, das nicht aufhört zu hoffen – für jemanden, der selbst längst aufgegeben hat.
Und manchmal ist das alles, was es braucht.
Damit jemand, wie ich am Ende sagen kann:

Ich atme Freiheit.

02/11/2024

♥️

30/10/2024

🥰

24/10/2024

Wir Menschen sind in einem absolute Meister: jammern. Das große Mimimi haben einige von uns in ganz besonderen Ausmaße verinnerlicht. Sie beharren darauf, dass alles Schlechte, was ihnen in der Zukunft widerfährt auf einer schweren Vergangenheit begründet liegt. Jeder schwere Weg, jeder eigene Fehler, jede negative Denkweise soll demnach ein Resultat der Vergangenheit sein.
Ich kann mich nicht dazu durchringen so zu denken. Und ich will es auch nicht.
Zum Teil ist diese Einstellung einfach tief in mir verwurzelt, zum anderen Teil ist eine bewusste Entscheidung, die ich für mich getroffen habe… dass, egal was in der Vergangenheit war, es meine Zukunft nie negativ beeinflussen wird. Die Vergangenheit kann einen zu dem Menschen manchen, der man in der Zukunft sein will. Es formt deine Ansichten, Werte und Ambitionen auf ein neues Level.
Aus eigenen Fehlern zu lernen, ist essenziell, sonst ist man dazu verdammt, sie eines Tages zu wiederholen, aber die Vergangenheit sollte nie bestimmen, wer du eines Tages sein willst.
Ich blicke meiner Zukunft entgegen: strahlend. ☀️
Und mit dem Wissen, dass ich aus meiner Vergangenheit gelernt und sie akzeptiert habe, als das, was sie eben ist: vergangen.
Ich werde nie zurückblicken und jammern, sondern stattdessen all die Möglichkeiten nutzen, die in meiner Zukunft liegen.
Und diese sind grenzenlos. ♥️
So wie eure es auch sind- vergesst das nicht. ♥️

23/10/2024

Die alte Zeche Carl Funke sieht im Herbst besonders schön aus. 🥰

21/10/2024

„Geh deinen Weg und lass die Leute reden.“ ♥️

19/10/2024

Find your own way.

07/10/2024

Die morgendliche Stille am Baldeneysee ist nahezu greifbar. ❤️

03/10/2024

Riecht mal. Der Herbst hat seinen eigenen Duft.

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