Alena Leja - Singer
Alena Leja - tschechische Sängerin mit mährischen und jüdischen Wurzeln Ahoj und herzlich willkommen auf meiner Seite "Alena Leja - Singer"!
Ich bin Sängerin & Performerin, Gesangspädagogin & Stimmtrainerin, sowie Sprachcoach in Tschechisch für Sänger
Alte Musik, Liedgesang und Improvisation - das sind die Schwerpunkte meiner künstlerischen Arbeit.
27/03/2026
PULCHERRIMA ROSA – ALENA LEJA
Zu aller Zeiten haben Menschen ihre Lieblingsmusikstücke in privaten Büchern gesammelt.
PULCHERRIMA ROSA (Die schönste Rose) ist mein persönliches Liederbuch, zusammengestellt aus geistlichen und weltlichen Kompositionen.
Die musikalische Reise beginnt in Mähren mit seinen bezaubernden Volksliedern, die mich seit vielen Jahren begleiten. Diese Lieder sind voller Poesie. Mal verspielt, mal melancholisch, erzählen sie von Sehnsucht und Liebe. Man muss die Sprache nicht unbedingt verstehen, um zu spüren, was sie ausdrücken.
Die Reise geht weiter mit Liedern von Hildegard von Bingen, wohl einer der kreativsten Persönlichkeiten des Mittelalters. Die Lieder der Visionärin, Dichterin und Komponistin (1098–1179) haben – ähnlich wie gregorianische Gesänge – einen meditativen Charakter, während sie gleichzeitig die Zuhörer mit ihrer einzigartig poetischen und musikalischen Sprache fesseln.
Mit einem Abstecher nach Süden zur spanischen Musik des 13. Jahrhunderts ändert sich die Stimmung. Robuste 6/8-Rhythmen sind charakteristisch für diese strophischen Lieder. Sie stammen aus einer legendären Handschrift, die im Zisterzienserkloster Las Huelgas entstanden ist.
Ein in den 90ern entdeckter musikalischer Schatz ist der sogenannte "Codex Speciálník" der Vokalpolyphonie aus dem Böhmen des 15. Jahrhunderts enthält. Aus dieser facettenreichen Sammlung von rund 150 Werken, meist von unbekannten Komponisten, wurde für diese CD eine Auswahl an zwei- und dreistimmigen Liedern getroffen. Sie sind rhythmisch sehr
anspruchsvoll, synkopisch notiert und häufig mit Melismen versehen.
Pulcherrima rosa, by Alena Leja 23 track album
18/03/2026
Heute, am 18. März, ist der „Internationaler Tag des Recyclings“, habt ihr es gewusst?
Und ich feiere heute die Kunst tschechische Liedsprache zu „recyclen“!
Ob Jahrhunderte alte Texte oder Antonín Dvořáks Biblische Lieder...
Als Sprachcoach für Sänger helfe ich Kollegen die Tiefe meiner Muttersprache zu verstehen und sie lebendig wie möglich klingen zu lassen.
Es ist doch so ein schöner Aspekt von Sprache: sie lässt sich immer wieder neu entdecken ohne an Tiefe zu verlieren.
📷 Beate Armbruster
08/03/2026
Frau im Musikbusiness & Weltfrauentag
"Kann man als Frau davon leben?"
Hm. Habe ich als Künstlerin alles erreicht, was ich mir erträumt habe?
Jedenfalls habe ich gelernt: Träume sind kein Ziel, sondern ein Prozess. Punkt.
Happy International Women’s Day! 🎤💥
12/02/2026
Mein Morgen, mein Radio – und warum Stimme alles verbindet
☕🎤 Zum morgigen : Warum ich ohne Radio und meine Krups nicht in den Tag starte.
Jeden Morgen verfolge ich das gleiche Ritual: kaltes Wasser ins Gesicht und ab in die Küche.
Während unsere uralte Krups-Kaffeemaschine vor sich hin blubbert (wie ich diesen Klang liebe!), mache ich meine Morgengymnastik in der im Marlboro-Rot gestrichenen Küche und – drehe das Radio auf.
Was mich schneller wachrüttelt – der Kaffee, die Gymnastik oder das Radio – ist ja egal. Hauptsache, die Stimme.
Und genau diese direkte Kraft der Stimme ist es, die mich auch in meiner Arbeit antreibt – ob als Sängerin, als Stimmbildnerin oder im Sprachcoaching für tschechische Opern.
🔹 Radio lehrt uns Zuhören – und das ist der erste Schritt, um Stimme wirklich zu verstehen. Ob auf der Bühne oder im Unterricht: Mir geht es darum, dass die Stimme nicht nur klingt, sondern auch erzählt – ob in einer Opernarie, die ich mit den Sängern erarbeite, oder in einem Dvořák-Lied, das ich mit meinem Duo DvojKlang auf die Bühne bringe.
🔹 Radio kennt keine Grenzen – genau wie Musik. Wenn ich Sänger in tschechischer Aussprache coache, will ich, dass ihre Stimme das Publikum erreicht und berührt, als würden sie in ihrer Muttersprache singen.
🔹 Radio gibt Stimmen Raum, die sonst überhört werden – und das ist auch mein Anliegen, wenn ich mich für aufgrund meiner Familiengeschichte für Stolpersteine oder europäische Werte engagiere.
Eine Stimme zu haben, heißt für mich auch die Verantwortung zu tragen – ob im Äther, im Konzertsaal oder auf der Straße.
Was verbindet ihr mit Radio?
Welche Stimme hat euch geprägt?
Welche Opernproduktion hat euch durch Sprache/Klang berührt?
Und – wo setzt ihr eure Stimme ein?
̈dagogik
04/02/2026
🎤 Tschechisch auf der Bühne: Warum Originalsprache den Unterschied macht
Am vergangenen Sonntag war ich als Jurorin beim Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" – bei jungen Sänger:innen zwischen 10 und 23 Jahren.
Eine bereichernde Erfahrung, nicht nur musikalisch, sondern auch sprachlich.
Besonders spannend fand ich, wie eine Sängerin ein Lied von Antonín Dvořák im tschechischen Original präsentierte: Und zwar mit einer Aussprache, die selbst mich als Sprachcoach beeindruckt hat.
Das erinnerte mich an Hannes, den jungen Bariton, den ich vor einigen Jahren für den Gesangswettbewerb in Karlovy Vary vorbereitet habe.
Sein Ziel: Nicht nur musikalisch, sondern auch sprachlich zu überzeugen. Wie das gelungen ist? Sein Feedback dazu seht ihr im Screenshot!😊
Warum es so wichtig ist, Musik in der Originalsprache zu singen?
🔹 Sprache und Musik sind untrennbar – gerade bei klassischem Repertoire.
🔹 Authentische Aussprache macht den Auftritt glaubwürdig und überzeugt – ob auf der Bühne oder im Wettbewerb.
🔹 Coaching heißt auch, Brücken zu bauen – zwischen Technik, Text und Kultur.
Und bekanntlich – wer sich auf eine Fremdsprache einlässt, gewinnt nicht nur Punkte, sondern auch Publikum!😊
03/02/2026
Jakob Ludwig Felix Mendelssohn Bartholdy
(* 3. Februar 1809 in Hamburg; † 4. November 1847 in Leipzig)
Diesen allseits bekannten Beginn seiner Motette für achtstimmigen Chor a capella schrieb Mendelssohn 1844 für den Berliner Dom, hierfür vertonte er die Verse 11 und 12 aus dem Psalm 91; später machte Mendelssohn die Motette mit Begleitung zu einem Teil seines Oratoriums Elias.
Diese wunderschöne a capella Version wird von meinem Lieblingsensemble Voces8 gesungen, in der barocken Schlosskapelle in Ludwigsburg.
VOCES8: Denn Er hat seinen Engeln befohlen über dir - Mendelssohn VOCES8 performs Mendelssohn's chorus from Elias (Elijah), 'Denn Er hat seinen Engeln befohlen über dir', during the group's pre-concert rehearsal in the orna...
15/01/2026
Schon nächste Woche😊!
DvojKlang – mährische Volkspoesie in Liedern, Bach, Dvořák & Brahms neu gehört Find tickets & information for DvojKlang – mährische Volkspoesie in Liedern, Bach, Dvořák & Brahms neu gehört. happening at Friedenskirche Ludwigsburg, Ludwigsburg, BW on Sun, 25 Jan, 2026 at 06:00 pm CET. Register or Buy Tickets, Price information.
10/01/2026
In Zeiten, in denen vieles bröckelt, halte ich mich an das, was trägt – an meine Stimme.
Und heute auch an die Schokolade, denn – eine wichtige Nachricht von der Schokojunkie Alena – heute ist nämlich der "Tag der Zartbitterschokolade"🍫, in den USA tatsächlich bekannt als "National Bittersweet Chocolate Day"! 😋
https://www.kuriose-feiertage.de/tag-der-zartbitterschokolade/
Aber was hat bitteschön Schokolade mit Singen zu tun? Vieles!😄
Beide machen glücklich. Und beide haben diesen magischen 'hmmm'-Moment... Und... und...
Schaut Euch doch meine – von meinen Gesangs-/Schülern und Studenten recht beliebte – Schokoladengesangsübung an! 😊
(Link zu meinem YouTube-Video in den Kommentaren)
Ach ja... welche Fraktion seid ihr? Helle oder dunkle? 😉
01/01/2026
"Du hast eine Stimme, die berührt und nachdenklich stimmt."
Dieser Satz beschreibt wohl auch mein Jahr 2025.
Wie jetzt? Heute am 1. Januar kommst du mit deinem Jahresrückblick heraus, Alena?
Nun ja, wer mein Lebensstil kennt – Künstlerkalender in Papierform, Bücher, CDs, Schallplatten – manchmal wie aus dem (vor)letzten Jahrhundert... genau richtig. Ich werde wohl noch ein paar Stunden im "alten" Jahr verweilen, nicht aus Nostalgie, sondern als Übergang, als Kontinuität.
Tja. Mein Jahr 2025 war nicht spektakulär und nach außen wurde ich als Künstlerin dem bekannten Motto "2025 – Das Jahr der Stimme" womöglich gar nicht so gerecht.
Oder doch?
Mein Jahr 2025 war gezeichnet von Krankheit, Todesfall im Freundeskreis, und manchmal auch vom Gefühl, nicht gehört zu werden. Manchmal fühlte es sich an, als würde die Welt einfach weiterlaufen, während ich innehalten musste.
Es gibt dennoch wichtige Ereignisse, die ich durch meine Stimme sichtbar und hörbar machen konnte.
Als Gast einer Night Talkshow sprach ich über Stolpersteine, die ich im Jahr 2020 für meine Familienmitglieder einsetzen ließ. Und über meine von Holocaust gezeichnete Familie.
Dass ich meine 93-jährige Tante dazu bewegen konnte, ihre Erinnerungen mit der tschechischen NGO Paměť národa / Memory of Nations zu teilen, war mein wichtiger Stimm-Beitrag des Jahres. Ihr Interview wurde im April auf Tschechisch und Englisch veröffentlicht: https://www.pametnaroda.cz/en/granova-eva-1932
Meine Vorsätze für 2026? Habe ich keine. Denn mein Motto ist: Kontinuität. Meine Pläne und Träume verrate ich nicht, ich verfolge sie aber – mal erfolgreich, mal mit Stolpern.
Meine Wünsche für mich und für Euch für 2026? Frieden, gar Weltfrieden? Diese Hoffnung habe ich leider nicht.
Unser Motto vom Silvesterkonzert 2023 in der Hospitalkirche Stuttgart – damals wie heute aktuell: "Es reden und träumen die Menschen viel von bessern künftigen Tagen" (Friedrich Schiller)
Und folgendes wünsche ich, Alena, mir für uns Alle:
Immer im Gespräch zu bleiben, auch wenn es Mal schwierig wird – lieber miteinander reden als nicht reden.
Meine Stimme, die – wie mir eine Bekannte schrieb – wohl "berührt und nachdenklich stimmt", ist und bleibt stets präsent.
Und nicht zu vergessen:
All das, was 'Stimme, stimmlich, Stimmung, einstimmend...' ausmacht, hat mit Menschen zu tun. Mit denen, die mich 2025 begleitet haben – ob bewusst oder unbewusst. Mit denen, die neu in mein Leben traten. Ein leises, aber stimmvolles Danke an Euch alle.
Ob real oder virtuell – ihr seid Teil meiner Stimme:
Afina Albrecht Mandarina, Agnes Blessing, Alla Leshenko, Alexander Bokolishvili, Andreas Dettling, Dana Ott, Frithjof Rittberger, Gunter Kaden, Inha Barsukova, Irene Xander, Iryna Kononenko, Katja Mangold, Marcus Amann, Maria A. Kafitz, Mirela Halitzki, Norbert Eilts, Olga Kimerling, Peter Levin Schuster, Sabina Braner, Sandra Felke, Sebastian Hoch, Sonja Streun...
26/12/2025
Es weihnachtet noch...
Als ich vor einigen Jahren im Netz Bilder von dem tschechischen Künstler aus Brünn Petr Mores entdeckte, fühlte ich mich wie verzaubert.
Ich sah seine wunderschöne, verträumte und auch schroffe Landschaften, und dachte mir: dort warst du doch schon mal!
Nun ja, seit Frühjahr 2022 bin ich stolze Besitzerin von einem seiner schönen Bilder; hängt in meinem Musikstudio LEOTON in Stuttgart.
Insgesamt habe ich drei Diashow mit Bildern von diesem Künstler aus Brünn und meiner Musik gemacht – alle sind auf meinem YouTube Kanal zu sehen/hören: https://www.youtube.com/
Heute habe ich für Euch ein mährisches Weihnachtslied "Byla cesta, byla ušlapaná" (Es gab einen Weg, den festgetretenen). Das in Tschechien sehr bekanntes altes Weihnachtslied ist im 3/4 Takt, mein eigenes Arrangements dieses Liedes resoniert sehr gut mit Petr Moress Winterlandschaften; ist im langsamen 6/8 Takt, der Text variiert auch etwas.
Den YouTube-Link zu meiner Aufnahme des wunderschönes mährisches Weihnachtsliedes "Es gab den Wen, den festgetretenen" – mit Bildern von Petr Mores – findet ihr in den Kommentaren.😊
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