Aufstehen gegen Rassismus Rhein-Neckar
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06/06/2026
Stoppt diese geplante Abschiebung von Elena Morales.Schreibt eure Abgeordneten an .Zeigt eure Solidarität!
Wegen drohender Abschiebung: Pfälzer Traditionslokal schließt - Bad Dürkheim Die Bad Dürkheimer Gaststätte 7 Raben steht vor dem Aus. Grund ist die drohende Abschiebung einer wichtigen Mitarbeiterin – trotz eines ...
05/06/2026
Entsetzen über Video! Forscher zu AfD-Video: Parallelen zum NS-Regime!
AFD LÄSST MIGRANTEN IN GELSENKIRCHEN DIE STRASSEN PUTZEN
Die rechtsextreme AfD filmt, wie sie Migranten in Gelsenkirchen die öffentlichen Straße putzen lässt. Ein Pfarrer schlägt Alarm. So reagieren Betroffene und Anwohner.
"Diese Menschen müssen unsere Stadt verlassen", ruft Enxhi Seli-Zacharias in die Kamera. Dazu dramatische Musik und Aufnahmen von Müllbergen, Schmierereien und mit Holzlatten verrammelten Schaufenstern. So startet das Video, das die AfD-Landtagsabgeordnete aus Gelsenkirchen kürzlich auf ihrem Instagram-Kanal gepostet hat - und das für Entsetzen in der Stadt sorgt.
In dem Video zieht Seli-Zacharias mit rund zehn weiteren AfD-Politikern - darunter der stellvertretende Bürgermeister Norbert Emmerich - und ausgestattet mit Besen und Kehrblech durch den Stadtteil Ückendorf. Lautstark fordert sie Anwohner mit Migrationshintergrund dazu auf, die Straße zu putzen. Betroffen sind vor allem Sinti und Roma. Einige von ihnen kommen der Aufforderung nach und kehren vor ihrer Haustür.
"Es ist eine neue Dimension: In einen Stadtteil zu gehen, Menschen anzugehen, ihnen Reinigungsgeräte in die Hand zu drücken, sie zu duzen, so zu tun, als wäre man die Herrin des Verfahrens. Das halte ich für gefährlich."
Markus Pottbäcker, katholischer Pfarrer
Forscher zu AfD-Video: Parallelen zum NS-Regime
Karim Fereidooni, Rassismusforscher an der Ruhr-Universität Bochum, sieht in dem Video eine neue Strategie der AfD: "Bisher war das Teil der Sprache, aber jetzt schreitet man zur Tat und konfrontiert die Menschen da, wo sie wohnen", sagt er.
Fereidooni sieht hier Parallelen zum NS-Regime: "Die öffentliche Demütigung gab es schon mal. Von 1933 bis 1945 wurden etwa Sinti und Roma oder Juden auch gezwungen, vor der Haustür zu kehren und dann wurden sie deportiert. Die Botschaft lautet: 'Ihr seid nirgendwo sicher.'"
Freiwillig geputzt? Betroffene widersprechen AfD-Aussage
Seli-Zacharias sagt im WDR-Interview, sie habe mit dem Video auf die Lage vor Ort aufmerksam machen und ihre Erwartungen an die Menschen richten wollen. Sie behauptet: "Das hat dazu geführt, dass Menschen aus der Roma-Community sogar freiwillig sauber gemacht haben."
Aber war das wirklich freiwillig? Der WDR spricht mit mehreren Menschen, die gesehen haben, wie die AfD mit über zehn Personen und mit Kamera, Besen und Kehrblech ausgerüstet nach Ückendorf kam. Einige Anwohner, die aus Angst vor der AfD unerkannt bleiben wollen, berichten, dass die betroffenen Menschen von der Gruppe eingeschüchtert gewesen seien und aus Angst zum Besen gegriffen hätten.
"Ich wollte das nicht machen. Aber die haben gesagt: 'Du musst putzen'", erzählt etwa ein Mädchen, das auch in dem AfD-Video auftaucht. Mehrere weitere Menschen bestätigen uns das am Rande eines Gottesdienstes der Sinti und Roma in Ückendorf. Hier treffen wir Adrian Ion. Er hat den AfD-Dreh miterlebt und ist als einziger dazu bereit, offen über die Erlebnisse zu sprechen.
Sinti und Roma in Gelsenkirchen: Verärgerung über AfD-Video
"Sie wollten uns beibringen, wie man sauber macht", erzählt Ion. Von Freiwilligkeit könne dabei keine Rede sein: "Sie sind zu uns gekommen und haben uns gezwungen, sauber zu machen", sagt er. Die Sinti-und-Roma-Community habe das verärgert.
"Wir sind doch auch vernünftige Menschen und denken selbst darüber nach, wie wir aufräumen können. Aber genau das ist der Punkt: Sie wollen uns als Dummköpfe hinstellen."
Adrian Ion
Stadt versucht gegen Probleme vorzugehen
Beschwerden über Lärm, Dreck und hohe Kriminalität gibt es in Ückendorf immer wieder. Die Stadt hat deshalb vor Ort bereits eine Anlaufstelle von Polizei, Ordnungsamt und Sozialarbeitenden eingerichtet. Ihre Präsenz soll für mehr Sicherheit sorgen und präventiv wirken. Bürgerinnen und Bürger sollen sich auch direkt an die Mitarbeiter wenden können.
Anwohner in Ückendorf: Gemischte Erfahrungen mit AfD-Aktion
Einige berichten von Belästigungen und Beschimpfungen durch Sinti und Roma, von viel Dreck auf den Straßen, dass sie sich teils nicht sicher fühlen, eine "Parallelgesellschaft" wahrnehmen. Andere haben keine Probleme und erzählen, dass Sinti und Roma ihnen in schwierigen Situationen aktiv Hilfe angeboten hätten.
"Ich finde das auf der einen Seite gut, auf der anderen nicht. Wenn, dann sollte die ganze Bevölkerung hier einbezogen werden und nicht nur einzelne Personengruppen."
Meik Metzelder, Anwohner und AfD-Wähler
Auch Pfarrer Markus Pottbäcker sind die Probleme in Ückendorf bewusst. "Es wäre verrückt, das zu leugnen", meint er. Doch das Vorgehen der AfD hält er für falsch. "Ich finde, wir können diese Probleme nicht dadurch lösen, dass wir sagen: ‚Diese Menschen sind allein dafür verantwortlich.‘“
Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin äußert sich nicht
Politische Reaktionen auf das AfD-Video bleiben dagegen wochenlang aus. Oberbürgermeisterin Andrea Henze (SPD) kann sich auf WDR-Anfrage nach eigenen Angaben aus terminlichen Gründen nicht zum Video äußern. Die Gelsenkirchener SPD veröffentlicht in dieser Woche schließlich ein Video auf Instagram, in dem sie das Vorgehen der AfD verurteilt. Die CDU kritisiert die AfD im WDR-Interview:
"Es gibt Problemstellen in dieser Stadt, denen wir begegnen müssen. Aber hier werden Menschen missbraucht, um politische Botschaften zu übermitteln."
Hobie Fischbach, Kreisvorsitzender CDU Gelsenkirchen
AfD reagiert auf Kirchen-Kritik
Auf umso größere Resonanz stieß dagegen Pottbäckers Video bei der AfD. Enxhi Seli-Zacharias veröffentlichte kurz darauf wiederum ein Video. Sie und weitere AfD-Politikerinnen und Politikern stehen vor einer katholischen Kirche in Ückendorf, greifen nun selbst zum Besen und fegen den Boden.
Eine Provokation, die Pottbäcker gelassen nimmt: "Das ist eine Reaktion, die zu erwarten war. Offensichtlich hat es diese Personen im Innersten getriggert, darauf so reagieren zu müssen." Zugleich hat die AfD aber bereits angekündigt, solche Rundgänge wie den in Ückendorf künftig häufiger machen zu wollen.
Unsere Quellen:
WDR-Interview mit Markus Pottbäcker, katholischer Pfarrer
WDR-Interview mit Karim Fereidooni, Rassismusforscher der Ruhr-Universität Bochum
WDR-Interview mit Enxhi Seli-Zacharias, AfD-Landtagsabgeordnete
WDR-Interview mit Hobie Fischbach, Kreisvorsitzender der CDU Gelsenkirchen
WDR-Interview mit Adrian Ion, Vertreter der Sinti und Roma in Gelsenkirchen-Ückendorf
WDR-Gespräche mit Anwohnerinnen und Anwohnern in Ückendorf
WDR-Gespräche mit Mitarbeitenden des Ordnungsamtes und der Stadt Gelsenkirchen
Beobachtungen zweier WDR-Reporter vor Ort
Sendung: WDR.de, AfD lässt Migranten in Gelsenkirchen Straße putzen, 05.06.2026, 9:45 Uhr
https://www1.wdr.de/nrw/ruhrgebiet/gelsenkirchen/gelsenkirchen-entsetzen-afd-video-putzen-100.html
05/06/2026
🧡✊💜Mannheim widersetzt sich🧡✊💜
Am 4.7. plant die AfD ihren nächsten Bundesparteitag in Erfurt. Dem werden wir als Teil des -Bündnisses entgegentreten. Mit Demonstrationen und Massenblockaden verhindern wir den rechten Parteitag!
Dazu reisen wir aus Mannheim mit dem Bus an. Die wichtigsten Infos:
✊ Abfahrt am Freitag, 3.7. um 21:30 Uhr
✊Rückfahrt ab Erfurt am 4.7., 18 Uhr
✊ Ticketpreise: Sozialpreis 15€ // Normalpreis 25€ // Solipreis 35€
✊ Tickets gibt es beim Frauenbuchladen Xanthippe(T3, 4) und bei allem Veranstaltungen von Widersetzen Mannheim, Die Linke Mannheim und der IL Rhein-Neckar.
Komm mit nach Erfurt - gemeinsam gegen die AfD und für das gute Leben!
Hallo Lukas, das habe ich von dem Kanal Demo-Info Rhein Neckar
04/06/2026
Schändung des Mahnmals für die Opfer der NS-Zwangssterilisation wieder weg
Am Freitag, 29.5.2026 erreichte den Arbeitskreis NS-Justiz Mannheim die Nachricht, dass das Mahnmal für die Opfer der NS-Zwangssterilisation mit einer menschenfeindlichen Parole beschmiert wurde. Der Satz „Zwangssterilisierung ist ein Verbrechen“ war überschrieben mit “Zwangssterilisierung ist KEIN Verbrechen”.
Die oder der Unbekannte ist offenbar der Meinung, dass es nicht verwerflich sei, andere Menschen zu bewerten und auszusortieren, ihnen eigene Kinder zu verbieten, sie zu verletzen, ihren Körper und ihre Seele zu verstümmeln.
Das ist keine geistlose…
Schändung des Mahnmals für die Opfer der NS-Zwangssterilisation wieder weg - Kommunalinfo Mannheim Am Freitag, 29.5.2026 erreichte den Arbeitskreis NS-Justiz Mannheim die Nachricht, dass das Mahnmal für die Opfer der NS-Zwangssterilisation mit einer menschenfeindlichen Parole beschmiert wurde. Der Satz „Zwangssterilisierung ist ein Verbrechen“ war überschrieben mit “Zwangssterilisierung i...
04/06/2026
San Diego:ein hervorragender Artikel in der FAZ vom 2.02.2026 zu San Diego.
Terror von N***s gegen Menschen jüdischen Glaubens und dann gegen Menschen der muslimischen Glaubensrichtung.
Kein Zufall.
Das entspricht der DNA des Faschismus.
04/06/2026
Schändung des Mahnmals für die Opfer der NS-Zwangssterilisation wieder weg - Kommunalinfo Mannheim Am Freitag, 29.5.2026 erreichte den Arbeitskreis NS-Justiz Mannheim die Nachricht, dass das Mahnmal für die Opfer der NS-Zwangssterilisation mit einer menschenfeindlichen Parole beschmiert wurde. Der Satz „Zwangssterilisierung ist ein Verbrechen“ war überschrieben mit “Zwangssterilisierung i...
02/06/2026
Vor sieben Jahren, in der Nacht vom 01. auf den 02. Juni 2019, wurde Walter Lübcke von einem Rechtsextremisten ermordet.
Dieser schreckliche Mord (mutmaßlich ausgelöst durch Kommentare in den sozialen Medien) ist täglicher Ansporn für unsere Arbeit.
Sein Andenken erinnert uns daran, Hass entgegenzutreten und unsere demokratischen Werte zu verteidigen!
***s
02/06/2026
Was würde es bedeuten wenn Faschisten in der heutigen Zeit an die Macht gelangen.In Österreich war das mit der FPÖ der Fall. In Deutschland droht dies auch wenn auch, schlimm genug,auf der Ebene der Länder im September 2026 im Osten Deutschlands.
Die Broschüre der Linkswende aus Österreich gibt da einen Vorgeschmack wenn auch einen sehr bitteren.
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Rhein-Neckar
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