Initiative Riebeckstraße63
Erinnern an Ausgrenzung, Arbeitszwang
& Abweichung. Initiative und Verein Riebeckstraße 63 am historischen Ort der Leipziger Arbeitsanstalt
Diese Woche gibt es noch zwei weitere Gelegenheiten, sich mit der Geschichte der ehemaligen Städtischen Arbeitsanstalt in Leipzig auseinanderzusetzen:
Am Donnerstag, 25. Juni, ist unsere Ausstellung "Ausgrenzung, Arbeitszwang und Abweichung" von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Besuch ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich!
Am Samstag, 27. Juni, findet um 11 Uhr ein Historischer Rundgang über das Gelände der Riebeckstraße 63 statt. Auch hier ist die Teilnahme kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.
Kommt vorbei!
23/06/2026
Was für ein Abend im Rahmen der Jüdische Woche Leipzig!
Vor über 80 Interessierten lasen die beiden Schauspieler:innen Lysann Schläfke und Peter Schneider unter freiem Himmel aus Erlebnisberichten der beiden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft Verfolgten Heinz Sprung und Gerda Gottschalk. Die szenische Lesung fand in der historischen Bausubstanz der Riebeckstraße 63 statt; über die dort begangenen Verbrechen berichten die Selbstzeugnisse von Heinz Sprung und Gerda Gottschalk. Die szenische Lesung verdichtete Teile jener Berichte zu einer Textmontage, sie wurde von der klassischen Sängerin Luise Lein begleitet.
22/06/2026
Morgen im Rahmen der Woche Leipzig und Tacheles - Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026
21/06/2026
Heute beginnt die Jüdische Woche Leipzig. 130 Veranstaltungen können zwischen dem 21. und 28. Juni besucht werden: von Ausstellungen bis Lesungen, Workshops, Konzerten und Theateraufführungen. Als eine davon empfiehlt der kreuzer - Das Leipzig Magazin unsere szenischen Lesung »Jüdische Selbstzeugnisse aus der Riebeckstraße« am Dienstag, 23. Juni, 18 Uhr
Jüdische Kultur sichtbar machen Leipzig. Subjektiv. Selektiv.
20/06/2026
Neue STOLPERSTEINE in Leipzig am 25. Juni 2026!
Bisher liegen 864 STOLPERSTEINE an 300 Orten in Leipzig. Am Donnerstag, 25. Juni, werden 22 weitere Steine für Opfer der NS-Diktatur folgen. Vor den ehemaligen Wohnorten verfolgter und ermordeter Menschen werden diese Erinnerungsmale ebenerdig in den Gehweg verlegt.
Beim Ablauf kann es zu leichten zeitlichen Abweichungen kommen durch die nicht absehbaren Fahrzeiten zwischen den einzelnen Orten.
19/06/2026
Am 26. Juni wird in Berlin im Rahmen der Veranstaltung "BEYOND BARE LIFE" ein neuer künsterlischer Dokumentarfilm zur Venerologischen Station in Halle gezeigt. In "HARRIET" wird eine widerstandsfähige Frau porträtiert, die in der DDR schwerer Verfolgung ausgesetzt war.
Ausgangspunkt für die Gespräche zwischen der Filmemacherin Tina Bara und der Zeitzeugin Harriet sind die sogenannten „Tripperburgen“, die in vielen größeren Städten des Landes bestanden. Auch in der Riebeckstraße 63 in Leipzig gab es eine dieser venereologischen Stationen. Dort wurden junge Frauen, bei denen der Verdacht auf sexuell übertragbare Krankheiten bestand, zwangsweise eingewiesen: Sie wurden mehrere Wochen lang festgehalten und einer unfreiwilligen Behandlung unterzogen. Harriet ist eine der Frauen, deren Leben durch diese Erfahrung traumatisch geprägt wurde.
Nach dem 75-minütigen Film wird die Historikerin Fruzsina Müller, die seit Jahren in der Initative Riebeckstraße 63 aktiv ist, mit der Filmemacherin Tina Bara den Film und das historische Geschehen vertiefen.
26. Juni, 16 Uhr
Tieranatomisches Theater
Humboldt-Universität zu Berlin
Diese Woche habt ihr gleich zweimal die Gelegenheit, unsere Ausstellung "Ausgrenzung, Arbeitszwang & Abweichung" im ehemaligen Pförtnerhaus der Riebeckstraße 63 zu besichtigen: Am Donnerstag haben wir regulär von 14 bis 18 Uhr geöffnet; am Samstag öffnen wir zusätzlich im Rahmen der Sonderöffnungszeiten der Ausstellung zum Riebeckfest
Kommt vorbei!
16/06/2026
Nächste Woche im Rahmen der Jüdische Woche Leipzig in der Riebeckstraße 63: Jüdische Selbstzeugnisse aus der Riebeckstraße – eine szenische Lesung
Im Zuge einer Abendveranstaltung unter freiem Himmel lesen die beiden Schauspieler:innen Lysann Schläfke und Peter Schneider aus Erlebnisberichten der beiden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verfolgten Menschen Heinz Sprung und Gerda Gottschalk. Die szenische Lesung, welche Teile jener Berichte zu einer Textmontage verdichtet, findet in der historischen Bausubstanz der Riebeckstraße 63 statt und wird von der klassischen Sängerin Luise Lein begleitet.
In der ehem. Städtischen Arbeitsanstalt auf der Riebeckstr. 63 gab es seit der Zeit Ihrer Gründung ein Polizeigefängnis. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Gefängnis durch Polizei und Gestapo genutzt. Unter anderem wurden dort Jüdinnen und Juden vor ihrer Deportation inhaftiert. In der Sammlung des Riebeckstraße 63 e.V. befinden sich u.a. zwei Überlebensberichte von jüdischen Insassen des Polizei-Ersatzgefängnisses. Diese gehören zu den wenigen Selbstzeugnissen Betroffener des nationalsozialistischen Regimes, welche Zeugnis über die auf der Riebeckstraße begangenen Verbrechen ablegen: Gerda Gottschalk (Jg. 1919) war vor ihrer Deportation in das Ghetto Riga 1942 hier inhaftiert. Ebenso Heinz Sprung (Jg. 1920), der 1939 in das KZ Sachsenhausen deportiert wurde. Beide überlebten Verfolgung, Gewalt und systematische Vernichtung von Freund:innen oder Angehörigen und Menschen, die ihnen auf ihrem Weg begegneten. Dabei durchliefen beide unterschiedlichste Lager und konnten 1945 befreit werden. Gerda Gottschalk schrieb ihre Erlebnisse 1946 auf. Heinz Sprung zeichnete sein Schicksal Ende Mai 1945 in einem DisplacedPerson-Camp mit Bleistift in Form eines Tagebuches auf.
Die Veranstaltung findet im Rahmen von Tacheles 2026: Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen und der Jüdischen Woche der Stadt Leipzig statt.
Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Zeit: 23.6.2026, 18 Uhr
Ort: Riebeckstr. 63 (Innenhof)
Gefördert von der Stadt Leipzig
15/06/2026
Jetzt schon vormerken: Auch im Juni bieten wir wieder einen historischen Rundgang über das Gelände der ehemaligen Städtischen Arbeitsanstalt an. Der Rundgang am Samstag, 27. Juni 2026, 11 Uhr informiert über die knapp 130-jährige Geschichte des Komplexes Riebeckstraße 63 in Leipzig, die vor allem von Ausgrenzung, Verwahrung und Disziplinierung gesellschaftlichen Außenseitertums geprägt ist. Die Teilnahme ist kostenfrei und ohne Voranmeldung möglich.
Bereits im Deutschen Kaiserreich eröffnete die Stadt Leipzig im Jahr 1892 die „Zwangsarbeitsanstalt St. Georg“. Über einhundert Jahre und über die politischen Systeme im 20. Jahrhundert hinweg war das Areal der Riebeckstraße 63 Schauplatz verschiedener Formen der Verfolgung und Unterdrückung. Diese sollen in unserem Rundgang über das Gelände sichtbar gemacht werden.
Weitere Infos zum Besuch der Riebeckstraße 63:
https://riebeckstrasse63.de/kontakt/
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Adresse
Leipzig
04317
Öffnungszeiten
| 14:00 - 18:00 |