Msutools
Msutools ist die Testplattform von Matthias Süßen.
10/06/2026
Ich liebe meinen Job. Denn er führt mich immer wieder mit interessanten Menschen zusammen und bringt mich an die unterschiedlichsten Orte. Vom kleinen Dorf bis in die größten Städte.
Nach einem langen Workshoptag mit vielen Gesprächen muss ich abends den Kopf freibekommen, um am nächsten Tag wieder frisch durchstarten zu können. Für neue Gespräche, andere Menschen und knifflige Fragen. Also all das, was mich herausfordert und mir großen Spaß macht.
Dafür gehe ich gerne alleine spazieren. Das ist in Berlin aber gar nicht so leicht. Tagsüber teilen sich Tausende Menschen diesen Ort. Nachts gehört er für einen kurzen Moment nur den wenigen, die noch unterwegs sind. Menschen wie mir ;-)
Als ich am Reichstag ankomme, sind die Bedingungen perfekt: Windstilles Wasser, kaum Menschen, perfekte Spiegelung. Ein Moment, zum Innehalten und einer, den ich gerne mit meiner Kamera festhalte. Die ist eh mein Meditationswerkzeug. Während ich sonst viel mit dem Smartphone arbeite und immer alles schnell gehen muss, kann ich mit der großen Kamera stundenlang auf das richtige Licht warten und die Zeit einfach genießen. Vielleicht ist das der Grund, warum ich so gerne nachts fotografiere. Nicht wegen der Lichter. Nicht wegen der Architektur. Sondern weil man nach all dem Trubel endlich Ruhe findet. Und neue Kraft schöpfen kann.
Manchmal reicht mir dafür genau das für ein gutes Bild. Eines, das mir den Moment in Erinnerung ruft.
04/06/2026
ARoS Aarhus
03/06/2026
Kurztrip nach Aarhus.
Ich bin immer wieder erstaunt, wie mutig unsere Nachbarländer mit Architektur umgehen. Während hierzulande oft eher vorsichtig geplant wird, entstehen hier Gebäude, die auffallen, einzigartig sind und einer Stadt ein unverwechselbares Gesicht geben.
In Aarhus zum Beispiel gab man den Containerhafen Nordhavnlie zur Bebauung frei. Auf dem Gelände entstand das neue Hafenviertel Aarhus Ø mit ziemlich interessanten Bauten.
Besonders beeindruckt hat mich der „Eisberg“ (Isbjerget). Mit seinen schroffen weißen Dachlandschaften und den blauen Glaselementen an den Balkonen erinnert der Wohnkomplex tatsächlich an treibende Eisberge am Wasser.
Auch die restliche Bebauung des Viertels ist architektonisch durchaus spannend und hebt sich wohltuend von der Klotzbauweise moderner Gebäude ab, die hierzulande leider viel zu oft das Stadtbild dominiert. In Dänemark ist das oft anders. Selbst kleinere Städte wie Vejle weisen unverwechselbare ikonische Bauten auf. Und genau solche Gebäude machen Reisen für mich interessant.
02/06/2026
NightShift in Berlin #31
Das Berliner Regierungsviertel ist für mich einer der spannendsten Orte zum Fotografieren. Hier gibt es endlich mal eine etwas mutigere zeitgenössische Architektur, die mit vielen Motiven aufwartet. Und wenn dann auch noch das Wetter mitspielt, ist alles perfekt.
Doch nicht nur Fotografen kommen hier auf ihre Kosten. Vor dem Paul-Löbe-Haus (links im Bild) hatte sich an diesem Abend eine große Tango-Gruppe versammelt. Zu überraschend lauter Musik wurde getanzt, gelacht und die laue Frühsommernacht genossen. Ein unerwarteter Kontrast zur sonst eher nüchternen Kulisse des Regierungsviertels.
Fotografiert habe ich die Szene bewusst nicht. Nicht jeder Augenblick muss festgehalten werden. Manche Momente sind gerade deshalb so wertvoll, weil sie vergänglich bleiben. Dieser gehörte den Menschen, die dort tanzten und einfach Spaß hatten.
01/06/2026
Tagsüber hat die Kamera frei. Und ich darf arbeiten. Zu den Vorzügen meines Jobs gehört es, dass er mich immer wieder in andere Städte bringt. Ab und an bin ich deshalb bei meiner alten Liebe und Heimatstadt Berlin zu Gast.
So auch in der vergangenen Woche. Tagsüber habe ich in Mitte Workshops gegeben. Nach einem ganzen Tag in geschlossenen Räumen brauchte ich Abends noch etwas Bewegung und frische Luft. Schon alleine, um für den nächsten Tag den Kopf freizubekommen. Also habe ich das gemacht, was ich in Berlin fast immer mache: einfach loslaufen.
Ich hatte eine ungefähre Vorstellung, wohin ich will, habe mich aber im Wesentlichen in dieser tropisch warmen, aber extrem windstillen Nacht immer der Spree entlang treiben lassen. Und bin so zum Marie-Elisabeth-Lüders Haus gekommen, wo mich diese nahezu perfekte Spiegelung erwartete. So etwas kann man nicht planen. Man muss einfach zur rechten Zeit am rechten Ort sein. Oder einfach Glück haben.
📍 Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, Berlin-Mitte
08/05/2026
Wie das Land, so der Westerhever.
Tausendmal fotografiert, noch viel häufiger in diversen sozialen Netzwerken gesehen und trotzdem zieht es mich immer wieder hierher. Der Leuchtturm Westerheversand ist einfach einer meiner Lieblingsorte an de Schleswig-Holsteinischen Westküste.
Auf meinem Blog Hinterlandscapes habe ich am Beispiel des Turms mal niedergeschrieben, warum es mich immer wieder auch an Orte zieht, die schon x-Fach abgelichtet wurden. Die Kurzversion: Weil es nie nur um den Ort oder das Hauptmotiv geht. Gerade Westerhever ist ein gutes Beispiel, wie vielseitig ein Motiv sein kann.
Hast du auch Motive, an denen du dich nie sattsehen kannst?
11/03/2026
Was für ein schöner lauer Frühlingsabend in Münster. Endlich kann man auch abends länger draußen bleiben.
16/02/2026
Kurztrip nach Berlin. Aber immerhin. Ich bin spät angekommen, weil ich zuvor in Frankfurt gearbeitet habe. In Berlin waren die zwei Tage vollgepackt mit Terminen und einer Abendveranstaltung. Und am zweiten Tag musste ich direkt nach der Arbeit wieder in den Zug springen. 🧳
Aber der frühe Morgen gehört mir.
Weil ich in Hotels meist nicht so gut schlafe, breche ich gerne früh auf. In der sonst so hektischen Stadt ist es dann ziemlich ruhig. Außer mir sind nur ein paar Jogger unterwegs, sonst schlafen wohl noch alle. Wenn es dann noch etwas nebelig ist, kommt bei mir eine eigentümliche Stimmung auf, die ich immer wieder sehr mag.
Diesmal habe ich wieder einmal die Museumsinsel und dort vor allem das Bode-Museum angesteuert. Für meine Fotos habe ich mich dieses mal nicht für die
klassische Perspektive mit Spiegelung in der Spree (die auch immer wieder schön ist)entschieden, sondern das Gebäuder einmal fast frontal und einmal in der Seitenansicht fotografiert. Und siehe da, selbst tausendmal abfotografierte Sehenswürdigkeiten zeigen immer wieder ein neues Gesicht. Auch wenn das Gebäude an sich äußerlich kaum verändert, sind das Licht und das Wetter doch immer wieder einmalig.
04/02/2026
Bei der Kälte tanzen selbst die Moleküle nicht mehr.
Aber sie sind ja auch sonst eher starr. So starr, dass sie für mich Teil des Stadtbildes waren und ich sie kaum mehr wahrgenommen habe. Die Molecule Man waren einfach irgendwann da. Um die Jahrtausendwende standen sie plötzlich an der Nahtstelle zwischen ❤️Friedrichshain❤️, Kreuzberg und Treptow. Ich bin bestimmt tausendmal daran vorbeigefahren. Obgleich sie ziemlich groß sind, muss ich zu meiner Schande gestehen, nie wirklich hingeschaut zu haben.
Das habe ich nun bei absurder Kälte nachgeholt. Unter erschwerten Bedingungen, denn ganz Berlin ist unter einer dicken Eisschicht verborgen. Also habe ich mich ganz langsam vorgestastet, um die drei Riesen in der gefrorenen Spree zu fotografieren. Das war alles andere als einfach, hat sich aber gelohnt.
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