Stadtschulpflegschaft Gelsenkirchen
Die Stadtschulpflegschaft Gelsenkirchen ist ein Zusammenschluss der Schulpflegschaften (Elternvertretungen) aller Gelsenkirchener Schulen nach §72 (4) SchulG.
Die Stadtschulpflegschaft Gelsenkirchen ist die Vertretung aller Eltern deren Kinder Gelsenkirchener Schulen besuchen. Als solche tragen wir zur Meinungsbildung innerhalb der Elternschaft und bei den Bildungspartnern bei und koordinieren die Elternarbeit in allen Belangen, die über die einzelne Schule hinausgehen. Im Rahmen unserer Arbeit nehmen wir auch an Vernetzungsaktivitäten auf Landesebene teil und vertreten dort Gelsenkirchener Bildungsinteressen.
11/06/2026
Eine tolle Idee für die Klassen 9 und 10. Die Bewerbungsfrist endet am 13.07.2026.
Schulen meldet euch an.
11/06/2026
https://polizei.nrw/fahndung/206237
Dorsten - vermisstes Kind Die Vermisste packte zu Hause eine Reisetasche mit persönlichem Inhalt und verließ die Wohnanschrift. Seither ist der Aufenthaltsort unbekannt. Wer kann Angaben zum Aufenthaltsort der Vermissten machen?
11/06/2026
https://polizei.nrw/fahndung/206289
Gelsenkirchen - vermisstes Kind Die Vermisste kehrte nach ihrer Schule nicht nach Hause zurück. Seither ist der Aufenthaltsort unbekannt. Wer kann Angaben zum Aufenthaltsort der Vermissten machen?
08/06/2026
In Gelsenkirchen wird seit dem 5. Juni ein Mädchen vermisst. Im Stadtteil Horst war die 13-Jährige in das Auto eines Bekannten gestiegen. 👉 https://www.waz.de/lokales/gelsenkirchen/article412226557/maedchen-aus-gelsenkirchen-vermisst-polizei-sucht-mit-foto-nach-13-jaehriger.html?utm_medium=social&utm_campaign=WAZGelsenkirchen&utm_source=Facebook&tpcc=artikel_facebook_wazgelsenkirchen =1780943254
08/06/2026
07/06/2026
Stellungnahme der Stadtschulpflegschaft
Gelsenkirchen
Kinder fördern heißt Familien erreichen
Die aktuellen Diskussionen über Kinderarmut, Sprachdefizite und
Entwicklungsrückstände zeigen erneut, wie groß die Herausforderungen in unserer
Stadt sind.
Gelsenkirchen kämpft seit Jahren mit den Folgen von Kinderarmut, sozialen
Belastungen und Bildungsungleichheit. Eine Stadt mit diesen Herausforderungen
benötigt mehr Unterstützung als Kommunen mit deutlich besseren
Ausgangsbedingungen. Deshalb erwarten wir von Land und Bund eine
bedarfsgerechte Finanzierung, die die tatsächlichen Herausforderungen vor Ort
berücksichtigt.
Aus Sicht der Stadtschulpflegschaft Gelsenkirchen braucht es frischen Wind in der Familienförderung. Die Frage darf nicht länger ausschließlich lauten, warum Familien Angebote nicht wahrnehmen. Vielmehr müssen wir uns fragen, wie Angebote gestaltet werden können, damit Familien sie annehmen können und wollen.
Viele Eltern fühlen sich von Behörden, Institutionen und bestehenden Angeboten
nicht ausreichend angesprochen. Unterstützung muss niedrigschwellig, alltagsnah und wertschätzend sein. Wir benötigen moderne Informations- und
Werbekampagnen, die Eltern erreichen, motivieren und stärken, statt sie zu
stigmatisieren oder ihnen indirekt Versäumnisse vorzuwerfen.
Wir müssen weg von einer Verwaltungsperspektive und hin zu einer
Familienperspektive:
• Was brauchen Eltern wirklich?
• Welche Hürden erleben sie?
• Wie erreichen wir sie dort, wo sie leben?
• Wie schaffen wir Vertrauen statt Distanz?
Viele Eltern wollen das Beste für ihre Kinder.
Vertrauen entsteht jedoch nicht durch Briefe und Formulare, sondern durch
persönliche Ansprache, verlässliche Ansprechpartner und Unterstützung auf
Augenhöhe.
Kinderarmut, Sprachdefizite und fehlende Chancengleichheit lassen sich nicht durch
einzelne Maßnahmen lösen. Sie erfordern eine langfristige Strategie, die Familien als
Partner einbezieht und dort ansetzt, wo Kinder aufwachsen.
Dazu gehört auch die Frage, warum bestehende Angebote viele Familien offenbar nicht erreichen. Wenn nach zehn Jahren immer wieder dieselben Probleme
festgestellt werden, muss nicht nur das Verhalten einzelner Familien hinterfragt
werden, sondern auch die Wirksamkeit der bisherigen Strategien.
Wenn man ehrlich diskutieren möchte, muss man auch sagen: Es gibt Familien, die
trotz vorhandener Angebote dauerhaft nicht mitwirken möchten oder den
Bildungsweg ihrer Kinder nicht ausreichend unterstützen. Das kommt natürlich vor.
Hier lautet die entscheidende Frage lautet:
Wie groß ist dieser Anteil wirklich?
Und noch wichtiger:
Wurde vorher alles getan, um diese Familien überhaupt zu erreichen?
Eltern erreicht man nicht durch Schuldzuweisungen, sondern durch Vertrauen, Verbindlichkeit und Unterstützung. Gleichzeitig muss klar sein: Wer dauerhaft jede Mitwirkung verweigert und damit die Entwicklung seines Kindes gefährdet, darf nicht erwarten, dass die Gesellschaft tatenlos zusieht.
• Frühzeitig informieren statt erst reagieren, wenn Probleme bereits entstanden
sind.
• Verbindliche Vereinbarungen zwischen Eltern, Kita und Schule treffen.
• Anreize schaffen statt nur Sanktionen anzudrohen.
• Aufsuchende Familienarbeit ausbauen, wenn Eltern nicht zu den Angeboten
kommen.
• Sprachbarrieren abbauen und Informationen verständlich vermitteln.
• Eltern als Partner behandeln, nicht als Problem.
• Klare Konsequenzen bei Kindeswohlgefährdung, wenn Kinder durch fehlendeMitwirkung ernsthaft benachteiligt werden.
Um Familien besser zu unterstützen, braucht es mehr Personal und mehr Präsenz vor Ort. Das Jugendamt und die Familienhilfen müssen personell besser ausgestattet werden, so dass sie Familien tatsächlich begleiten und unterstützen können. Wer Familien erreichen möchte, muss dort ansetzen, wo die Menschen leben.
Gleichzeitig müssen wir die frühkindliche Bildung dort stärken, wo Kinder und
Familien bereits Vertrauen aufgebaut haben: in den Kitas.
Gerade die Sprachförderung muss weiterhin fester Bestandteil der Kita-Arbeit bleiben und ausgebaut werden. Die Erzieherinnen und Erzieher sind für viele Familien die ersten und wichtigsten Ansprechpartner. Sie kennen die Kinder oft über Jahre hinweg, genießen Vertrauen und können Entwicklungsbedarfe frühzeitig erkennen und begleiten.
Deshalb halten wir es für falsch vom Land, die Hoffnung auf sogenannte ABC-
Klassen als Lösung der bestehenden Probleme zu setzen.
Die Herausforderungen beginnen nicht wenige Monate vor der Einschulung, sondern bereits in den ersten Lebensjahren.
Darüber hinaus sehen wir erhebliche praktische Probleme bei der Umsetzung von ABC-Klassen:
• Schon heute fehlen in Gelsenkirchen an vielen Standorten Räume.
• Schulen kämpfen mit Platzmangel und steigenden Schülerzahlen.
• Der Transport der Kinder zu Grundschulen würde einen enormen
organisatorischen und finanziellen Aufwand verursachen.
• Zusätzliche Fachkräfte stehen in Gelsenkirchen bereits heute nicht zur
Verfügung.
Vor diesem Hintergrund erscheint es fraglich, dass ABC-Klassen hier erfolgreich
umgesetzt werden können.
Wir brauchen keine Verlagerung von Problemen aus den Kitas in die Schulen.
Wir brauchen starke Kitas, ausreichende Sprachförderung, gut ausgestattete
Familienzentren, mehr Fachkräfte und eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern.
Nur so verhindern wir, dass die bestehenden Herausforderungen im Bildungsbereich weiter zunehmen und unser ohnehin stark belastetes Schulsystem zusätzlich unter
Druck gerät.
Wer Kinder fördern will, muss Eltern erreichen. Wer Eltern erreichen will, muss
Vertrauen schaffen. Und wer Vertrauen schaffen will, muss Familien stärken statt sie zu stigmatisieren.
Die Stadtschulpflegschaft Gelsenkirchen steht für eine Bildungspolitik, die Familien
unterstützt, Kinder stärkt und Probleme dort angeht, wo sie entstehen frühzeitig,
nachhaltig und gemeinsam mit den Eltern.
„Das ist falsch“: Jetzt kritisieren auch Gelsenkirchens Eltern diese neuen Pläne „Wir brauchen keine Verlagerung“: Eltern halten die ABC-Klassen in Gelsenkirchen für nicht umsetzbar – und rechnen mit den Plänen zur Sprachförderung ab.
03/06/2026
Seit Jahren kämpft die Stadt gegen Kinderarmut und investiert in frühe Förderung. Aktuelle Zahlen aus Ückendorf werfen nun unbequeme Fragen auf. 👉 https://www.waz.de/lokales/gelsenkirchen/article412132351/gelsenkirchen-erreicht-die-kinder-aber-oft-nicht-die-eltern.html?utm_term=Autofeed&utm_campaign=WAZGelsenkirchen&utm_medium=social&tpcc=artikel_facebook_wazgelsenkirchen&utm_source=Facebook =1780286069
01/06/2026
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