Spreeplan
Architekten und Ingenieure für gesundes Bauen und Sanieren
Anbieter von Seminaren und Workshops
Baubiologische Beratungen
Bauschadensgutachten
Bei der Umsetzung solcher Projekte zeigt sich, dass der gesamte Prozess weniger komplex ist als oft angenommen, da die entscheidende Herausforderung in der sorgfältigen Vorplanung liegt.
In dieser Phase arbeiten wir seit vielen Jahren konsequent mit dreidimensionalen, BIM-gestützten Modellen und erreichen dadurch eine hohe Tiefe in der Ausführungsplanung.
Diese Struktur ermöglicht es, präzise und klar organisierte digitale Daten direkt an die ausführenden Teams zu übergeben, sodass sie effizient und zuverlässig damit arbeiten können.
Entscheidend für die thermische Qualität eines Gebäudes ist nicht eine einzelne Schicht, sondern immer der gesamte Aufbau, der als zusammenhängendes System geplant wird und in seiner Wirkung nur im Zusammenspiel aller Komponenten verstanden werden kann. Aus diesem Grund erfolgt die Planung der Konstruktion im Vorfeld als vollständiges Konzept, das spätere Variationen minimiert und die logische Abstimmung aller Schichten sicherstellt.
Dabei wird die thermische Hülle nicht nur unter winterlichen Bedingungen betrachtet, sondern ebenso unter sommerlichen Einflüssen analysiert, um Effekte wie adiabate Kühlung und thermische Phasenverschiebung in die Gesamtbetrachtung einzubeziehen und das Verhalten des Gebäudes über das gesamte Jahr hinweg stabil und nachvollziehbar zu gestalten.
In unseren architektonischen Projekten arbeiten wir mit einer Erweiterung der natürlichen Materialpalette, bei der neben Stroh auch Hanf eingesetzt wird und Lehm-Leichtbauplatten als Alternative zu konventionellen Gipskartonplatten zum Einsatz kommen, ergänzt durch Hanfmatten als Armierung zur Stabilisierung des Aufbaus.
Die sichtbare Struktur kann auf den ersten Blick an Stroh erinnern, besteht jedoch aus Hanfschäben, die in Kombination mit den weiteren Naturmaterialien besondere Eigenschaften im Bereich Natürlichkeit, Wiederverwertbarkeit und Feuchteregulation entwickeln und damit eine klare bauphysikalische Grundlage für gesunde Innenräume in unseren Projekten bilden.
In dem Finnenhaus in Berlin wurde mit einem konsequent modularen und trennbaren Aufbau gearbeitet, der Außenwände aus Holz-Stroh-Modulen mit Innenwänden aus Trockenbauplatten kombiniert, wobei die Strohpaneele als natürliche, demontierbare Bauelemente eingesetzt werden, die sehr gute raumklimatische Eigenschaften mitbringen und gleichzeitig flexibel im Aufbau bleiben.
Im Dachbereich wurde aufgrund der vorgegebenen Kubatur der Siedlung mit reduzierter Aufbauhöhe gearbeitet und eine Lehmbauplatte als Alternative zur klassischen Gipskartonplatte eingesetzt, wobei Lehm beidseitig verarbeitet wird und teilweise mit Karton kombiniert ist, sodass sich ähnliche Oberflächenqualitäten und Bearbeitungsmöglichkeiten wie bei einer Gipskartonplatte ergeben.
In den Details wird zusätzlich mit Zuschlägen aus Stroh oder Hanf gearbeitet, um eine verbesserte Armierungswirkung zu erreichen und die klimatischen Eigenschaften der Bauteile weiter zu optimieren, wodurch ein durchgängiges System aus natürlichen Materialien entsteht, das konstruktiv klar aufgebaut ist und im täglichen Gebrauch stabil funktioniert.
Folgen Sie uns, um zu sehen, wie wir, das Berliner Architekturbüro Spreeplan, dieses Projekt weiterentwickelt haben 🌿
Es handelt sich um ein Gesamtgebäude in Holz-Stroh-Modulbauweise, bei dem die einzelnen Module vollständig vorgefertigt auf die Baustelle kommen und dort direkt zusammengesetzt werden, wodurch sich der Bauprozess deutlich verdichtet und präzise planbar bleibt. Beim Projekt in Berlin wurde die Konstruktion so ausgeführt, dass die Montage innerhalb eines Tages abgeschlossen werden konnte, was die logistische und konstruktive Logik dieser Bauweise sehr klar zeigt.
Das Stroh ist einjährig nachwachsend und sehr schnell verfügbar und bietet in der CO₂-Bilanz eine besonders effiziente Grundlage im Vergleich zu vielen konventionellen Materialien, weshalb es gezielt als Dämmstoff in den Wandaufbau integriert wird und die Zwischenräume der Holzkonstruktion sinnvoll ausfüllt. Holz bleibt in dieser Systematik ein hochwertiger Baustoff für tragende und konstruktive Elemente, während die Dämmfunktion bewusst durch Stroh übernommen wird, um die Materialressourcen effizient zu nutzen.
Für den Aufbau werden je nach Detail Holzweichfaserplatten eingesetzt, die direkt verputzt werden können, oder Lehmputzsysteme, die unmittelbar auf die Oberfläche aufgebracht werden und den diffusionsoffenen Charakter der Konstruktion unterstützen, wodurch ein klar geschichteter Wandaufbau entsteht, der technisch präzise funktioniert und gleichzeitig mit natürlichen Materialien arbeitet.
In diesem Projekt wurden die gestalterischen Vorgaben im Wesentlichen durch die Kubatur der bestehenden Gebäude bestimmt, also durch Höhe, Breite und Tiefe der vorhandenen Strukturen, die den Rahmen für die weitere Planung gesetzt haben, während gleichzeitig bereits eine Baugenehmigung in konventioneller Bauweise vorlag, die den Einstieg in das Projekt zusätzlich geprägt hat.
Im Vergleich zur konventionellen Bauweise arbeiten wir hier mit einer reduzierten Konstruktion, bei der viele Schichten und Materialien bewusst weggelassen werden, weil sie für das funktionale und energetische Konzept nicht notwendig sind, wodurch eine klare und ressourcenschonende Bauweise entsteht.
Die Gründung ist sehr betonarm ausgeführt und basiert in diesem Fall auf Streifenfundamenten, zwischen denen Schaumglasschotter eingebracht wurde, der einen hohen Dämmwert besitzt und gleichzeitig kapillarbrechend wirkt, wodurch Feuchtigkeitsprobleme im Aufbau vermieden werden.
Darauf folgt der weitere Fußbodenaufbau ohne eine Stahlbeton-Fußbodenplatte, wodurch die Konstruktion insgesamt leichter wird und sich die Lasten und Materialmengen deutlich reduzieren, während das Gebäude als gesamtes System funktional und effizient bleibt.
In diesem Projekt arbeitet Spreeplan in einer bestehenden Finnenhaussiedlung, in der Dag Schaffarczyk seine ersten sechs Lebensjahre verbracht hat, eine Siedlung, die ursprünglich von finnischen Zimmerleuten und einer finnischen Holzbaufirma errichtet wurde und die bis heute eine klare konstruktive Prägung aus Holzbau und Reihenhausstruktur zeigt.
🌿 Im Rahmen eines Reihenendhauses mit relativ großem Grundstück ergab sich die Möglichkeit, die bestehende Reihe um ein zusätzliches Haus zu erweitern und die vorhandene städtebauliche Struktur weiterzuführen.
Der Auftraggeber stellte die Frage, ob dieses Haus in der gleichen Arbeitsweise umgesetzt werden kann, wie sie bei Spreeplan üblich ist, mit nachhaltigen Konzepten, ökologischen Materialien und Naturbaustoffen, was direkt in die Planung übernommen wurde.
Im Verlauf des Projekts entstand auch die Diskussion um die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen konventionellem Bauen und einem Ansatz mit nachhaltigen Materialien, wobei sich in der Praxis zeigt, dass die Abweichungen im Bereich von etwa zehn bis fünfzehn Prozent liegen und damit deutlich geringer sind als häufig angenommen wird.
Dieses Projekt dient deshalb auch als Beispiel dafür, wie ökologische Bauweisen im Bestand und im Neubau wirtschaftlich realisierbar sind und wie sich Vorannahmen über Kosten im direkten Vergleich relativieren.
Bei der Verbrennung von Holz als Feststoff entstehen hohe Mengen an Schadstoffen und Feinstaub, und ein Teil dieser Bestandteile gelangt als Holzgas über den Schornstein in die Abgase.
In einfachen Ofensystemen kann nach einer Anheizphase von etwa 15 bis 30 Minuten zusätzlich zum Holzbrand der Gasbrand aktiviert werden, wobei über die Zufuhr von Sekundärluft das entstehende Holzgas mitverbrannt wird.
Dadurch entstehen deutlich höhere Verbrennungstemperaturen im Bereich von etwa 1000 bis 1250 Grad Celsius, während reines Holz bei ungefähr 300 bis 400 Grad Celsius verbrennt, und die Energieausbeute pro Scheit steigt entsprechend an.
Durch diesen Prozess werden bis zu 90 Prozent der Schadstoffe und Feinstaubpartikel im Verbrennungsprozess selbst reduziert.
Für uns ist es wichtig, die historischen Teile eines Projekts, das wir sanieren, zu erhalten, weil viele dieser Elemente heute nicht mehr hergestellt werden.
Wenn Sie also ein Gebäude sanieren möchten und dabei die ursprünglichen Details bewahren wollen, wissen Sie, welches Architekturbüro in Deutschland Sie ansprechen können! :)
Der deutsche Nachhaltigkeitspreis haben wir in den letzten vier Jahren in Folge erhalten, von 2023 bis 2026, was für uns eine besondere Anerkennung unserer kontinuierlichen Arbeit im Bereich nachhaltiger Architektur ist.
In diesen Jahren wurden über zweieinhalbtausend Architekturbüros in Deutschland bewertet, und dass wir uns in diesem Feld durchsetzen konnten, verstehen wir als Bestätigung unseres konsequenten Ansatzes im Umgang mit Ressourcen, Konstruktion und langfristiger Planung.
Ein wesentlicher Teil dieser Arbeit ist unsere Naturbauschule, in der wir vermitteln, wie wir planen, denken und bauen, und in der wir unsere Erfahrungen weitergeben, damit nachhaltige Architektur praktisch verstanden und angewendet werden kann.
Dabei richten wir uns an ganz unterschiedliche Zielgruppen, von Kindern in der Grundschule bis hin zu älteren Menschen, die sich im Rahmen der Seniorenuniversität der Charité mit nachhaltigem Bauen beschäftigen, weil wir davon überzeugt sind, dass Wissen über Architektur und Materialität in allen Lebensphasen relevant ist und zu einem bewussteren Umgang mit unserer gebauten Umwelt beiträgt.
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