Neustart e.V.
Lebenshilfe für drogenabhängige, straffällige und Frauen in Prostitution - www.neustart-ev.de
19/06/2026
Unterwegs in Berlin zu den Frauen in der Bordellen. Gestern haben wir in drei Stunden nur drei Prostitutionsstätten geschafft, aber sehr viele Geschenke an die Frauen ausgegeben. Am Ende waren unsere giftgrünen Taschen fast leer. Viele dankbare Frauen angetroffen und Hilfeflyer verteilt.
17/06/2026
Auch die alteingesessenen Bewohnerinnen und Bewohner im sind genervt davon, dass ihnen in den Hausflur gep.... wird, sie angespuckt und bedroht werden. Oder eben - wie in den letzten Wochen mehrmals passiert - grundlos ins Gesicht geschlagen wird.
Von der taz hätten wir uns mehr Differenzierungen erhofft. Es werden vor allem die typischen Feindbilder bedient: und durch , und ... Nur an ganz wenigen Stellen ist von der Verelendung und der Gewalt gegen die prostituierten Frauen die Rede. Jedes Jahr sterben prostituierte Frauen vom . Davon lesen wir nichts. Und an keiner Stelle tauchen die oder auf.
Die Krönung: Das mit seinen schmuddeligen im ehemaligen -Haus nennt die Autorin einen "Traditionsort" der .
Sexarbeit im Berliner Kurfürstenkiez: Schutzraum für die einen, Störfaktor für die anderen Mit der voranschreitenden Gentrifizierung im Kurfürstenkiez wird die Forderung nach Sperrbezirk lauter. Derweil sind Hilfsangebote für Sexarbeiter*innen bedroht.
17/06/2026
Fast 250 junge Vietnamesinnen verschwanden letztes Jahr aus einem Berliner Ausbildungszentrum. Nun gab es eine Razzia in jenen Kreisen, die dahinterstecken könnten. Hinter einer Bezahlschranke:
In Berlin verschwundene Vietnamesinnen: Polizei und Zoll gehen gegen mutmaßliche Schleuser vor Fast 250 junge Vietnamesinnen verschwanden letztes Jahr aus einem Berliner Ausbildungszentrum. Nun gab es eine Razzia in jenen Kreisen, die dahinterstecken könnten.
17/06/2026
"Als wir die Lesereise mit der deutschen Fassung meines ersten Buches machten, reisten wir durch 14 Städte. Wenn die Stadt ein Rotlichtviertel hatte, besuchten wir es. Was ich dort sah, hat mich wirklich schockiert. Die schiere Größe des gesamten Marktes, aber auch die Normalisierung. Meine Follower auf Instagram konnten gar nicht glauben, dass die Bilder, die ich postete, echt waren."
Simon Häggström, schwedischer Ermittler und Autor von "Auf der Seite der Frauen" (Edition Wortschatz, 20 Euro), in einem ausführlichen Gespräch mit der WELT (leider hinter einer Bezahlschranke)
https://www.welt.de/vermischtes/plus6a2665b2f1ea924ca06cbdaa/prostitution-was-ich-in-deutschen-rotlichtvierteln-sah-hat-mich-wirklich-schockiert.html
14/06/2026
Während der Corona-Pandemie ab März 2020 war unser Kontaktcafé am Straßenstrich weitgehend geschlossen. Essen, Getränke, Hygieneartikel und Gutscheinkarten verteilten wir an einem Tisch vor unserem Café. Dafür haben wir Tausende Euro Spenden gesammelt, sind einmal die Woche zur Berliner Tafel gefahren und haben Großeinkäufe bei der Metro getätigt. Woche für Woche haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 40 bis 50 Frauen versorgt. Staatliche Unterstützung haben die meisten Frauen vom Straßenstrich nicht bekommen. Jetzt wurde bekannt, dass das Großbordell Artemis in der gleichen Zeit staatliche Unterstützung in Millionenhöhe bekommen hat. So funktioniert das derzeitige Prostitutionssystem in Deutschland. Die Profiteure profitieren, während die Betroffenen quasi leer ausgehen.
14/06/2026
Das Berliner Großbordell Artemis hat offenbar Coronahilfen in Millionenhöhe erhalten. Laut öffentlich einsehbaren Informationen der Beihilfentransparenzdatenbank der EU flossen an die Artemis GmbH rund 1,75 Millionen Euro Beihilfen. Während die prostituierten Frauen in der Zeit der Corona-Pandemie in den meisten Fällen keine staatlichen Hilfen in Anspruch nehmen konnten, wurden Bordellbetreibende offensichtlich großzügig finanziell unterstützt.
https://m.bild.de/leben-wissen/erotik/beihilfe-fuer-bordell-artemis-in-berlin-erhielt-corona-millionen-69f0b4e5622ae392e46e1a4e?t_ref=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/berlin-grossbordell-artemis-wurde-offenbar-mit-coronahilfen-in-millionenhoehe-gestuetzt-a-3e60e9ee-8ad8-4a35-be71-e7b465a0cf7e?sara_ref=re-so-app-sh
12/06/2026
Ein Bericht über die Schließung vom Frauentreff Olga.
"Auch das Café Neustart, das als soziale Einrichtung ebenfalls Angebote für Frauen in schwierigen Lebenslagen bereitstellt, soll Ende September seine Räumlichkeiten verlieren."
Schutzraum für Sexarbeiterinnen: „Olga“ vor dem Aus Seit 1987 bietet der Frauentreff Olga in der Kurfürstenstraße Beratung und medizinische Hilfe für Sexarbeiterinnen. Der Ort ist bedroht.
Der Berliner Senat hat Finanzmittel für die Nutzung der sanitären Anlagen im IB in der Kurmärkischen Straße freigegeben, so dass die letzten beiden am der demnächst abgebaut werden können.
09/06/2026
Gestern wurden am Straßenstrich mehrere Personenkontrollen durchgeführt. Einige der Männer wollten sich den Kontrollen entziehen - vergeblich.
07/06/2026
"Prostitution ist in ihrem tiefsten Wesenskern institutionalisierte Gewalt... Die viel zitierte „Freiwilligkeit“ ist in der Realität eine bittere Illusion. Sie ist meist nur die Wahl zwischen völliger Perspektivlosigkeit und der totalen körperlichen Preisgabe... Das ist kein „Job“, das ist ein Überlebenskampf auf Kosten der eigenen Seele... Prostitution ist eine Industrie, die den Schmerz der einen zur Lust der anderen und zum Profit Dritter macht. Als Christ kann ich dazu nicht schweigen, denn die Gottebenbildlichkeit eines Menschen ist unteilbar."
Ein herzliches Dankeschön an Thomas Schwartz, Pfarrer und
Hauptgeschäftsführer des Osteuropa-Hilfwerks Renovabis, für diese klare Positionierung!
https://www.aussicht.online/nordisches-modell-deutschland
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