BAND e.V.
BAND e.V. ist die Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands.
07/08/2026
Wie umgehen mit den Auswirkungen der Hitze auf vulnerable Gruppen? Interview mit unserem Vorsitzenden Dr. Florian Reifferscheid.
https://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/vorsitzender-von-der-bundesvereinigung-der-notaerzte-hitze-steht-nicht-auf-dem-totenschein-1-114956113
27/07/2026
🚑 Notfallversorgung im Umbruch: Neue Rollen braucht das Rettungswesen
Immer mehr Rettungsdiensteinsätze betreffen gar keine echten Notfälle: In Ludwigshafen hatten 52 % der Einsätze keine rettungsdienstliche Indikation, in Bayern wurden fast 29 % der Patient:innen ohne Transport versorgt. Der Rettungsdienst wird so faktisch zum Lückenbüßer für eine überlastete hausärztliche Versorgung.
Die Ergebnisse der Früher Gespräche 2025 sind nun in einem Fachartikel in Notfall + Rettungsmedizin erschienen. Dieser fasst in 13 Handlungsempfehlungen zusammen, wie diese Lücke strukturell geschlossen werden kann:
📌 Ein eigenständiger, bundeseinheitlicher Versorgungsbereich für "niedrigprioritäre" Akutfälle – verankert im SGB V und ordentlich finanziert
📌 Ein digital vernetztes Gesundheitsleitsystem mit standardisierter Ersteinschätzung, das zwischen 112 und 116117 sauber steuert
📌 Ein gestuftes Qualifikationssystem: von einer Weiterbildung auf DQR-5-Niveau (aufbauend auf der NotSan-Ausbildung) bis zu einem neuen akademischen Berufsbild "außerklinischer Fachexperte" (DQR-6) – offen auch für Pflegefachpersonen und Physician Assistants
Fazit der Autor:innen: Nur mit politischer Legitimation, klaren Standards und einer echten Professionalisierung kann diese neue Versorgungsform Rettungsdienst, ambulante Medizin und soziale Dienste sinnvoll verbinden – und das Gesamtsystem spürbar entlasten.
🔗 Volltext (Open Access): https://buff.ly/oYejvYm
💊🚑 Neufassung der BtMVV: BAND e.V. fordert praxistaugliche Lösungen für den Rettungsdienst
Im Rahmen der Verbändeanhörung zur geplanten Neufassung der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) begrüßt die BAND e.V. ausdrücklich die vorgesehenen Schritte zur Digitalisierung sowie die geplante Erweiterung der Dokumentationsmöglichkeiten für Notfallsanitäter:innen.
Gleichzeitig macht die Stellungnahme deutlich, dass weitere Anpassungen notwendig sind, um die Regelungen an die Realität im Rettungsdienst anzupassen. Dazu gehören unter anderem:
✅ Delegationsmöglichkeiten bei Bestandskontrollen auf Rettungswachen schaffen
✅ Klare und praktikable Regelungen für den Umgang mit Restmengen von Betäubungsmitteln etablieren
✅ Rechtssicherheit für telemedizinisch angeordnete BtM-Gaben schaffen
✅ Erweiterte Handlungsmöglichkeiten bei Großschadenslagen vorsehen
Die Vorschläge der BAND verfolgen ein klares Ziel: mehr Rechtssicherheit, weniger Bürokratie und eine sichere, praktikable Versorgung von Notfallpatientinnen und -patienten. Gerade angesichts zunehmender Telemedizin, neuer Versorgungsstrukturen und steigender Anforderungen im Rettungsdienst sind moderne und realitätsnahe Regelungen wichtiger denn je.
16/07/2026
🤝 Miteinander sprechen statt übereinander reden – 2.0
BAND e.V. und DBRD e.V. haben ihren regelmäßigen Dialog fortgesetzt und ihre gemeinsame Haltung zur konstruktiven Zusammenarbeit im Rettungsdienst bekräftigt.
Angesichts gesellschaftlicher Veränderungen, neuer gesetzlicher Rahmenbedingungen und teils emotional geführter Debatten – insbesondere in sozialen Medien – setzen beide Verbände ein wichtiges Zeichen: Patientensicherheit, gegenseitiger Respekt und interprofessionelle Zusammenarbeit stehen im Mittelpunkt.
Die gemeinsame Stellungnahme unterstreicht:
✅ Die bestmögliche Versorgung von Notfallpatientinnen und -patienten als oberstes Ziel
✅ Eine wertschätzende Zusammenarbeit von Notfallsanitäter:innen und Notärzt:innen
✅ Sachliche und respektvolle Diskussionen über Rollen, Kompetenzen und rechtliche Rahmenbedingungen
✅ Die Bedeutung von gemeinsamen Fortbildungen, Teamtrainings und interprofessionellem Lernen
✅ Einheitlichere Standards und einen kompetenzorientierten Ressourceneinsatz im Rettungsdienst
Erfreulich ist zudem, dass rechtliche Verbesserungen – unter anderem durch § 2a NotSanG und die Anpassung des BtMG – inzwischen mehr Handlungssicherheit geschaffen haben. Gleichzeitig bleibt der fachliche Austausch über deren Anwendung wichtig.
Die Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen BAND e.V. und DBRD e.V. zeigt: Die Herausforderungen im Rettungsdienst lassen sich am besten gemeinsam bewältigen – im Dialog, auf Augenhöhe und mit klarem Fokus auf die Patientinnen und Patienten.
https://buff.ly/iLBwZOW
01/07/2026
Wer sind die Vorbilder Medizinstudierender? Die Initiativen für junge Notfallmedizinerinnen und Notfallmediziner richten sich auch Medizinstudierende, um diese für die Notfallmedizin als spannendes und vielfältiges Tätigkeitsfeld zu begeistern.
Liebe Medizinstudierende, nehmt Euch bitte kurz Zeit für diese spannende Umfrage der Kollegen aus Hannover:
https://buff.ly/iDqLZ74
22/06/2026
Krise. Immer! Warum wir gerade jetzt gut auf uns aufpassen sollten.
Gedankenanstöße von Andreas Bohn im Editorial der aktuellen Ausgabe unserer Zeitschrift NOTARZT.
https://buff.ly/kCqVmBA
18/06/2026
Gestern durfte unser Vorsitzender per Video an einer Paneldiskussion zum Thema Digitalisierung in der Notfallversorgung im Rahmen des TI-Forums 2026 der Gematik teilnehmen. Wenn es um schnelle Entscheidungen geht, ist die medienbruchfreie Verfügbarkeit und Weitergabe von Daten und Informationen essenziell. Das darf nicht von einem Beteiligten zum nächsten bzw. zwischen den Sektoren enden.
17/06/2026
Was ist eigentlich guter Rettungsdienst?
In unserer Zeitschrift NOTARZT stellen André Gnirke, Johannes Gottschalk, Marc Lechner und Henning Sander ein Konsensuspapier der „Lüneburger Runde“ vor.
Lesen Sie selbst: https://buff.ly/4HhSvhH
14/06/2026
5 Tage ICEM - 5 Tage internationale Notfallmedizin in Hamburg mit mehr als 3000 Teilnehmenden aus aller Herren Länder. Eine tolle Stimmung und eine wunderbare Veranstaltung, die die DGINA als nationaler Partner auf die Beine gestellt hat. Gratulation.
Die BAND war durch unseren Vorsitzenden Florian Reifferscheid und Julia Grannemann vertreten und auch aktiv in das Programm eingebunden. Dafür herzlichen Dank.
10/06/2026
Von der Krise zur Chance - unter diesem Titel fand heute im Rahmen des ICEM eine Paneldiskussion zur Reform der Notfallversorgung statt. Dabei wurden die anstehenden Veränderungen aus Sicht der Krankenhäuser, des Marburger Bundes, der Notfallkliniken, der Präklinik und der Hausärzte beleuchtet. In Impulsvorträgen stellten die Referierenden die für ihren Bereich wichtigsten Aspekte heraus. Im Anschluss wurden einzelne Fragen, auch unter Einbeziehung des mit rund 300 Personen großen Publikums diskutiert.
Als Tenor kann man festhalten, dass die Sorgen aus den verschiedenen Bereich große Deckung aufweisen. Auch wenn alle den Reformbedarf hervorstellten, zeigt sich doch, dass im Detail noch eine Menge Arbeit auf uns wartet.
Für die BAND durfte unser Vorsitzender Dr. Florian Reifferscheid die Sichtweise der Präklinik vorstellen.
Vielen Dank an die DGINA für das Panel und die Einladung an die BAND und herzliche Glückwünsche zu einem wunderbaren, internationalen Treffen der Notfallmedizin in Hamburg!
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