Ina Hullmann
Diplom-Psychologin
Psychologin FSP
Hypnotherapeutin Ghyps
Autorin
29/07/2026
„Totaler Blackout."
So beschrieb es ein Turner Mitte zwanzig. Hoch diszipliniert,
jahrelang auf diesen einen Wettkampf hingearbeitet.
Dann, mitten im Training: Zittern. Atemnot. Der eigene Körper
nicht mehr steuerbar.
Medizinisch kein Befund. Innerlich ein völlig überlastetes System.
Am meisten beschämte ihn nicht der Zusammenbruch selbst –
sondern dass er eine Grenze gezeigt hatte.
Genau da liegt das eigentliche Tabu.
In Therapie, Coaching und Beratung sprechen wir über Scheitern.
Aber wir beschleunigen es gern. Relativieren. Packen es schnell
in ein Lernnarrativ.
Der Moment des inneren Zusammenbruchs bekommt dabei am
wenigsten Raum. Dabei ist er kein Defekt.
Hypnosystemisch gesehen ist Scheitern keine Schwäche. Es zeigt
an, dass wir uns an die Grenze unserer bisherigen Kompetenzen
herangetastet haben. Wir betreten eine frische Wachstumszone.
Drei Dinge, die in der Begleitung den Unterschied machen:
→ Emotionen nicht korrigieren.
Scham, Ohnmacht und Wut brauchen zuerst Raum und Würdigung.
Erst dann können sie sich wandeln.
→ Aufmerksamkeit bewusst lenken.
Was wir fokussieren, gewinnt an Bedeutung. Einem Rückschlag
können wir seine einzige Kraft entziehen: unsere Aufmerksamkeit.
→ Problemtrancen in Lösungstrancen überführen.
Nach einem Scheitern kreisen die Gedanken. Der Weg hinaus führt
über Ressourcen, Möglichkeiten und den nächsten kleinen Schritt.
So wie der Lotus, der nicht trotz, sondern aus dem Schlamm
heraus erblüht.
In meinem neuen Artikel im MEGaPhon der Milton Erickson
Gesellschaft zeige ich an dieser Fallgeschichte, wie Utilisation,
die Mentale Kommode und das Ampelmodell aus einem
Zusammenbruch wieder Selbstwirksamkeit entstehen lassen.
Ohne das Scheitern zu beschönigen. Und ohne es zu übergehen.
Wo haben Sie erlebt, dass gerade ein Scheitern der Anfang von
etwas Neuem war?
Link zum Artikel in den Kommentaren 👇
Bild: KI-generiert (der Klient ist anonymisiert)
23/07/2026
Schwingendes Pendel, „Sie werden jetzt müde” – oder doch ganz anders?
Die gute Nachricht: Damit hat moderne Hypnose nichts mehr zu tun. Kein Kontrollverlust, keine Bühnenshow – der hypnosystemische Ansatz, den ich seit über 20 Jahren lehre, funktioniert grundlegend anders.
In meinem Video zeige ich 5 wesentliche Unterschiede zwischen klassischer Hypnose und dem modernen hypnosystemischen Ansatz. Punkt 3 überrascht meistens am meisten – selbst Menschen, die sich schon mit dem Thema beschäftigt haben.
👉 Video im Kommentar
Was fällt Dir als Erstes ein, wenn Du „Hypnose” hören? Ich bin gespannt auf Deine Antwort in den Kommentaren!
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