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Reformierte News aus Baselland, Basel-Stadt, Luzern, Obwalden, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, Uri und Zug und von den Kantonalpartnern Appenzell, Glarus, St. Gallen und Thurgau.

31/05/2026

Das Schweigen der Hirten – ein Kommentar zur Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz»

Die Kirchen schweigen vor der Abstimmung vom 14. Juni – und werden dafür kritisiert. Doch hinter diesem Schweigen steckt keine Ängstlichkeit, sondern Integrität.

Weder die Initiative noch die heutige Migrationspolitik verkörpern christliche Werte. Die Initiative instrumentalisiert die Fremdenangst. Die bestehende Politik instrumentalisiert die Sorge vor wirtschaftlichem Niedergang. Das Schweigen der Kirchen ist deshalb kein Versagen – sondern eine Form von prophetischer Nüchternheit.

Was die Kirchen stattdessen tun könnten und müssten: sprechen im Sinne von prophetischer Klarheit jenseits der Abstimmungslogik.

Der Kommentar von Zuber auf

https://www.kirchenbote-online.ch/artikel/das-schweigen-der-hirten/

31/05/2026

Kirchen zur «10-Millionen»-Initiative: lautes Schweigen.

https://www.kirchenbote-online.ch/artikel/kirchen-zur-10-millionen-initiative-lautes-schweigen/

Wenn es eine politische Debatte gibt, bei der Kirchen kaum schweigen können, dann diese. Migration, Schutzsuchende, Menschenwürde – die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» berührt Kernthemen christlicher Sozialethik. Und dennoch geben die Landeskirchen vor dem Urnengang vom 14. Juni keine Abstimmungsparolen heraus.

Die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz nehme nicht zu jeder politischen Vorlage Stellung, sondern dort, wo sie aus kirchlicher Arbeit und theologischer Reflexion eine eigene Perspektive einbringen könne, erklärt Medienbeauftragter Stephan Jütte. Bei dieser Initiative stünden komplexe gesellschafts- und migrationspolitische Abwägungen im Vordergrund – eine eindeutige Position werde der Ausgangslage nicht gerecht.

EKS-Präsidentin Rita Famos macht ihre persönliche Haltung dennoch kenntlich: Die Initiative stelle die richtigen Fragen, gebe aber die falschen Antworten. Während die Kirche schweigt, spricht das kirchliche Hilfswerk HEKS - Hilfswerk der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz Klartext – und Theologe Christoph Sigrist zieht eine historische Parallele zum Slogan «Das Boot ist voll».

Mehr dazu im Artikel sowie im Kommentar von Tilmann Zuber auf

https://www.kirchenbote-online.ch/artikel/kirchen-zur-10-millionen-initiative-lautes-schweigen/

Text: Tilmann Zuber

30/05/2026

Konfirmation und dann? Warum Jugendliche in der Kirche bleiben

Nach der Konfirmation verabschieden sich Jugendliche meist von der Kirche. In der reformierten Kirche Ägeri im Kanton Zug läuft es anders – viele kehren zurück, engagieren sich und bleiben. Was machen sie anders?

«Jugendliche suchen Räume, in denen sie sich ausprobieren können und erleben, dass ihre Meinung zählt», sagt Thomas Schlag, Professor für praktische Theologie an der Universität Zürich.

Jugendliche hätten ein feines Radar für Unechtes, so Schlag. Vertrauen lasse sich nicht verordnen – es entsteht oder es entsteht nicht. Was Kirchgemeinden tun können, damit Jugendliche nach der Konfirmation bleiben, und was das Beispiel aus Ägeri zeigt auf

https://www.kirchenbote-online.ch/artikel/warum-jugendliche-in-der-kirche-bleiben/

Text: Carole Bolliger

29/05/2026

Zivildienstabstimmung am 14. Juni: EKS warnt vor Diskriminierung von Dienstpflichtigen aus Gewissensgründen

Die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz EKS lehnt die Änderung des Zivildienstgesetzes nicht grundsätzlich ab, warnt aber vor den Folgen für jene, die aus Gewissensgründen keinen Militärdienst leisten können.

Mehr auf:
https://www.kirchenbote-online.ch/artikel/eks-warnt-vor-diskriminierung-von-dienstpflichtigen-aus-gewissensgruenden/

28/05/2026

Hinter neun Türen – Pfarrer Michel Müller über seine Arbeit im Luzerner Gefängnis Grosshof

Bis er bei einer Zelle ankommt, hat Michel Müller neun Türen passiert. Metalltüren, Sicherheitsschleusen, Verriegelungen. Hinter jeder wird es ein wenig enger. Zweimal pro Woche geht der reformierte Pfarrer ins Gefängnis Grosshof in Luzern – und spricht mit Menschen, die sonst kaum jemand hört.

«Die Leute sind ja nicht nur ihre Tat. Mich interessiert zuerst der Mensch. Ich begegne nicht der Tat. Sondern dem Menschen», sagt Michel Müller.

Was ihn überrascht hat: wie wichtig der Glaube hinter Gittern plötzlich wird. Menschen bitten um Gebete, um Bibeln, um Gespräche – Dinge, die draussen in Kirchgemeinden kaum mehr gefragt seien.

Was die Arbeit mit ihm gemacht hat und was er über Schuld, Untersuchungshaft und die Stille in der Zelle sagt, auf

https://www.kirchenbote-online.ch/artikel/hinter-neun-tueren/

Text: Carole Bolliger

23/05/2026

«Wir brauchen diese Texte und Lieder» – 350 Jahre nach dem Tod von Paul Gerhardt

«O Haupt voll Blut und Wunden», «Befiehl du deine Wege», «Geh aus, mein Herz, und suche Freud» – die Lieder von Paul Gerhardt klingen seit fast vier Jahrhunderten durch die Kirchen. Ende Mai wird seines 350. Todestags gedacht. Pfarrerin Martina Holder erklärt, warum sie bis heute so faszinieren.

Gerhardt wurde 1607 geboren – mitten in eine Zeit grosser Umbrüche. Der Dreissigjährige Krieg verwüstete Europa. Er verlor mehrere Kinder, erlebte Krieg und Vertreibung – und schrieb trotzdem Lieder voller Hoffnung. Oder vielleicht gerade deshalb.

«Als Pfarrerin und Seelsorgerin bin ich immer wieder erstaunt, wie viele Menschen beim Lesen und Singen verstehen, dass hier jemand schreibt, der keinen billigen Trost anpreist, sondern stets selbst in verschiedenen Leidenserfahrungen nach Halt und Trost sucht», sagt Martina Holder, Pfarrerin in Riehen.

Warum Crüger und Bach entscheidend für Gerhardts Reichweite waren und wie seine Lieder heute in Jazzvarianten und Schweizer Mundart weiterleben, auf

https://www.kirchenbote-online.ch/artikel/wir-brauchen-diese-texte-und-lieder/

Text: Vera Rüttimann

21/05/2026

Der Beffchen-Hoodie. Den gibt's jetzt wirklich.
Ein Pfarrer kreiert den Beffchen-Hoodie – und der hat Hit-Potenzial: Er zaubert allen ein Lächeln ins Gesicht. Der Appenzeller Pfarrer Lars Syring erzählt, was den Hoodie ausmacht – und warum er ihn nie mehr missen möchte.

«Früher hielten sie mich im Spital oft für den Sohn, den Partner oder den Vater des Patienten. Seit ich den Hoodie trage, ist es klar: «Ah, sie sind von der Seelsorge! Schön. Jetzt werde ich nicht mehr weggeschickt, sondern die Leute ziehen sich selbst zurück und kommen später noch einmal vorbei.»

Der Talar kostet um die 5000 Franken, der Hoodie? Deutlich weniger. Warum letzterer manchmal die bessere Option ist, wie es zur Idee kam und wo man ihn bestellen kann, auf

https://www.magnet.jetzt/artikel/mein-neuer-hoodie-und-ich/

20/05/2026

Die erstellte Leistungsbilanz der Kirchen überzeugt die Regierung.
Der Regierungsrat will die Solothurner Landeskirchen weiterhin mit 10 Millionen Franken pro Jahr unterstützen. Nun entscheidet der Kantonsrat.

«Viele dieser Projekte kann die Politik selbst nicht initiieren, dazu fehlen ihr die nötigen Freiwilligen. Die Angebote sind oftmals so niederschwellig, dass sie ausserhalb der staatlichen Möglichkeiten liegen. Mit der Leistungsbilanz sieht der Staat jetzt schwarz auf weiss, was die Kirchen leisten.»

Evelyn Borer, Synodalratspräsidentin der evangelisch-reformierte Kirche Kanton Solothurn, erklärt im Interview, was hinter den Zahlen steckt und warum sich die Investition lohnt.

https://www.kirchenbote-online.ch/artikel/leistungsbilanz-der-kirchen-ueberzeugt-die-regierung/

Text: Tilmann Zuber

13/05/2026

Livia Wenger ist als Sozialarbeiterin im Auftrag von Rahab Olten unterwegs, einem christlichen Verein, der Sexarbeiterinnen im Milieu besucht und berät.

«Die Frauen geben alles, auch sich selbst. Und dafür bezahlen sie einen hohen Preis. Fast alle Frauen, die wir treffen, machen diese Arbeit aus wirtschaftlicher Not.»

Wo Rahab an seine Grenzen stösst, wie Zwang und Menschenhandel zu erkennen sind und warum der Ausstieg aus der Prostitution so schwierig ist, auf

https://www.kirchenbote-online.ch/artikel/seelsorge-auf-dem-strassenstrich/

Text: Noemi Harnickell
Fotos: Susanne Seiler

10/05/2026

«Wir wissen aus der Geschichte, dass ökologische Argumente immer wieder instrumentalisiert werden, um Ausländerinnen und Ausländer zu Sündenböcken zu machen. Solche Instrumentalisierungen sind Gift für unser gesellschaftliches Zusammenleben.»

Christoph Sigrist, ehemaliger Pfarrer am Grossmünster und Präsident der Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz , liest die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» als Angriff auf Minderheiten. Warum er die Kirche in der Pflicht sieht, wo für ihn die Grenze zwischen Sorge und Ausgrenzung verläuft und was er über den Islam in der Schweiz sagt, im Interview auf

https://www.kirchenbote-online.ch/artikel/okologische-argumente-werden-instrumentalisiert/

Interview: Sandra Hohendahl-Tesch/reformiert.

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