Manuela Ripa, MEP
ÖDP-Politikerin, Mitglied des Europäischen Parlaments. Für mehr Natur-, Verbraucher- und Tierschutz
🥇Nach einer intensiven Plenarwoche in Straßburg ging es für mich heute zurück ins Saarland, wo ich die große Freude hatte, bei den Special Olympics Nationalen Spielen Saarland Medaillen zu überreichen.
Mit der feierlichen Siegerehrung ging eine beeindruckende Woche zu Ende. Vom 15. bis 20. Juni traten rund 4.000 Athletinnen und Athleten mit geistiger Beeinträchtigung in 27 Sportarten an und zeigten großen Einsatz, Teamgeist und Begeisterung für den Sport.
Die Special Olympics stehen für Inklusion, Respekt und gelebte Gemeinschaft. Sie zeigen, wie Sport Menschen zusammenbringt und dazu beiträgt, Barrieren und Berührungsängste abzubauen. Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt wichtiger denn je ist, senden Veranstaltungen wie diese ein starkes Zeichen für Teilhabe, Wertschätzung und ein respektvolles Miteinander.
Als Politikerin ist es mir wichtig, dass Inklusion nicht nur ein Wort bleibt. Veranstaltungen wie die Special Olympics machen sichtbar, wie wertvoll Vielfalt ist und dass wir Barrieren weiter abbauen müssen - im Sport, im Alltag, auf dem Arbeitsmarkt.
Ich gratuliere allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ganz herzlich zu ihren Leistungen!
Aber sehr selbst im Video, was die Special Olympics für mich besonders macht.
18/06/2026
Sauberes Wasser darf nicht auf Kosten der Kommunen gehen 💧
Erst in der vergangenen Legislaturperiode hat die Europäische Union nach langen Verhandlungen beschlossen, dass die Verursacher von problematischen Schadstoffen künftig stärker an den Kosten der Wasseraufbereitung beteiligt werden sollen. An diesem Grundsatz muss die Europäische Kommission festhalten.
Das Europäische Parlament hat heute für eine Resolution gestimmt, die das verwässern und für Unsicherheiten sorgt.
Sauberes Wasser ist keine Selbstverständlichkeit. Rückstände aus Arzneimitteln, Kosmetikprodukten und anderen Artikeln belasten unsere Gewässer zunehmend und gefährden Umwelt, Biodiversität und langfristig auch die Trinkwasserversorgung.
Wer Umweltverschmutzung verursacht, muss auch für deren Beseitigung zahlen. Die Kosten dürfen nicht auf Bürgerinnen und Bürger, Kommunen und Wasserbetriebe abgewälzt werden. Stattdessen sind Innovationen bei der Entwicklung von Produkten erforderlich, die Gewässer weniger belasten.
Die heutige Resolution schafft Unsicherheit und sendet das falsche Signal. Anstatt Ausnahmen und Verzögerungen zu fordern, sollten wir Anreize für Innovationen in diesen Branchen schaffen und dafür sorgen, dass diejenigen die Verantwortung übernehmen, die die Belastungen verursachen.
Sauberes Wasser braucht klare Regeln und das Verursacherprinzip.
Das Europäische Parlament hat heute für eine weitgehende Lockerung der Regeln für neue Gentechnikverfahren gestimmt. Ich halte diese Entscheidung für einen großen Fehler.
Künftig werden viele gentechnisch veränderte Pflanzen von wichtigen Prüf- und Kennzeichnungspflichten ausgenommen. Innovation ist wichtig, darf aber nicht bedeuten, dass Schutzstandards aufgeweicht werden.
Für Verbraucher:innen wird es dadurch deutlich schwieriger nachzuvollziehen, ob Lebensmittel mit neuer Gentechnik hergestellt wurden. Das schränkt die Wahlfreiheit enorm ein.
Zudem kann die fehlende Rückverfolgbarkeit Folgen für Umwelt und Artenvielfalt haben. Nur wenn nachvollziehbar ist, wo gentechnisch veränderte Pflanzen eingesetzt werden, lassen sich Auswirkungen auf Ökosysteme überwachen.
Kritisch sehe ich ebenfalls die Patentfrage. Auf Pflanzen, die mit neuen Gentechnikverfahren entwickelt wurden, können Patente angemeldet werden. Dadurch wächst der Einfluss großer Agrarkonzerne auf die Landwirtschaft. Saatgut ist die Grundlage unserer Ernährung und darf nicht zunehmend unter die Kontrolle weniger Unternehmen geraten.
Die Debatte ist damit jedoch nicht beendet. Zusammen mit meiner Partei, der ÖDP, die Naturschutzpartei, werde ich mich weiterhin dafür einsetzen, dass Umwelt-, Gesundheits- und Verbraucherschutz bei politischen Entscheidungen an erster Stelle stehen. Allein aufgrund des Verbraucherschutzes und des Vorsorgeprinzips sollte Deutschland gegen das EU- Gesetz klagen oder sich einer eventuellen Klage anderer Mitgliedsstaaten anschließen.
16/06/2026
🎊Die Special Olympics Nationalen Spiele Saarland 2026 sind eröffnet!
Ich hatte die Freude, bei der Eröffnungszeremonie dabei zu sein. Unter dem Motto „Flamme der Hoffnung“ stehen die Spiele für Inklusion, Gemeinschaft und sportlichen Geist.
In den kommenden Tagen treten rund 4.000 Athletinnen und Athleten mit geistiger Behinderung in mehr als 20 Sportarten an. Damit sind die Special Olympics das größte Multisport-Event für Menschen mit Behinderung in Deutschland. Zudem nehmen zwölf internationale Delegationen teil.
Die Spiele zeigen, was Sport leisten kann. Er bringt Menschen zusammen, baut Berührungsängste ab und fördert ein selbstverständliches Miteinander.
Umso wichtiger ist es, solche Veranstaltungen langfristig zu unterstützen. Bereits im Kulturausschuss des Europäischen Parlaments habe ich in einer Diskussion mit dem EU-Kommissar für Kultur und Sport,
Glenn Micallef, betont, dass wir zusätzliche europäische Fördermittel für inklusiven Sport brauchen. Die Special Olympics leisten einen unschätzbaren gesellschaftlichen Beitrag, stehen aber oft vor finanziellen Herausforderungen.
Gleichzeitig brauchen wir sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene mehr Aufmerksamkeit für die Bedeutung und den Mehrwert der Special Olympics.
15/06/2026
Kreislaufwirtschaft made in Saarland: Besuch bei Pyrum in Dillingen ♻️
Bei einer Werksbesichtigung habe ich mich mit dem CEO Pascal Klein über die Chancen und Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft ausgetauscht.
Das Unternehmen zeigt eindrucksvoll, wie innovative Technologien dazu beitragen können, wertvolle Rohstoffe aus Altreifen zurückzugewinnen und Abfälle wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückzuführen. Das machen sie mit einer eigens dafür entwickelten Thermolyseanlage, die einzigartig ist.
Das stärkt den Klima- und Ressourcenschutz sowie die europäische Rohstoffsicherheit und industrielle Wettbewerbsfähigkeit.
Im Gespräch ging es unter anderem darum, welche politischen Rahmenbedingungen Unternehmen benötigen, um solche Innovationen in Europa erfolgreich voranzubringen. Gerade in Zeiten globaler Krisen und zunehmender Rohstoffabhängigkeiten müssen wir Recycling, Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft deutlich stärker fördern.
Vielen Dank an Pascal Klein und das gesamte Team für die spannenden Einblicke und den offenen Austausch!
11/06/2026
Neue EU-Regeln für Hunde und Katzen: Brüssel handelt, Berlin muss liefern
🔜 Was jetzt in Deutschland passieren muss
Am 17. Juni 2026 um 18:30 Uhr lade ich gemeinsam mit VIER PFOTEN Deutschland und dem Bremer Tierschutzverein e.V. - Tierheim Bremen zu einer Onlineveranstaltung ein.
Das neue EU-Gesetz zum Schutz von Hunden und Katzen setzt europaweite Standards für Kennzeichnung, Registrierung, Zucht, Haltung und Handel und stärkt den Kampf gegen den illegalen Welpenhandel. Ein zentraler Erfolg des neuen Gesetzes ist die verpflichtende Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen mittels Mikrochip. Doch die neuen Regeln entfalten ihre Wirkung nur, wenn sie in Deutschland schnell und konsequent umgesetzt werden.
Die Veranstaltung soll informieren, einordnen und mobilisieren:
➡️ Was bedeutet die Verordnung konkret auch für Tierhalterinnen und Tierhalter in Deutschland?
➡️ Welche Chancen eröffnet sie für den Tierschutz in Deutschland?
➡️ Und was muss jetzt politisch geschehen, damit aus einem europäischen Erfolg auch ein wirksamer Schutz im Alltag wird?
Wir laden Sie herzlich ein, gemeinsam mit uns darüber zu sprechen, wie wir für einen besseren Schutz von Hunden und Katzen in Deutschland sorgen können.
Anmeldung unter: [email protected]
Der Zoom Link wird nach der Anmeldung verschickt.
11/06/2026
Neue EU-Regeln für Hunde und Katzen: Brüssel handelt, Berlin muss liefern
🔜Was jetzt in Deutschland passieren muss
Am 17. Juni 2026 um 18:30 Uhr lade ich gemeinsam mit VIER PFOTEN Deutschland und dem Bremer Tierschutzverein e.V. - Tierheim Bremen zu einer Onlineveranstaltung ein.
Das neue EU-Gesetz zum Schutz von Hunden und Katzen setzt europaweite Standards für Kennzeichnung, Registrierung, Zucht, Haltung und Handel und stärkt den Kampf gegen den illegalen Welpenhandel. Ein zentraler Erfolg des neuen Gesetzes ist die verpflichtende Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen mittels Mikrochip. Doch die neuen Regeln entfalten ihre Wirkung nur, wenn sie in Deutschland schnell und konsequent umgesetzt werden.
Die Veranstaltung soll informieren, einordnen und mobilisieren:
➡️ Was bedeutet die Verordnung konkret auch für Tierhalterinnen und Tierhalter in Deutschland?
➡️ Welche Chancen eröffnet sie für den Tierschutz in Deutschland?
➡️ Und was muss jetzt politisch geschehen, damit aus einem europäischen Erfolg auch ein wirksamer Schutz im Alltag wird?
Wir laden Sie herzlich ein, gemeinsam mit uns darüber zu sprechen, wie wir für einen besseren Schutz von Hunden und Katzen in Deutschland sorgen können.
Anmeldung unter: [email protected]
Der Zoom Link wird nach der Anmeldung verschick.
09/06/2026
Gemeinsam mit der Abgeordnetengruppe für Klimawandel, Biodiversität und nachhaltige Entwicklung habe ich die Veranstaltung „Die neuen EU-Vorschriften zum Wohlergehen und zur Rückverfolgbarkeit von Hunden und Katzen – eine wirksame Umsetzung sicherstellen“ ausgerichtet.
Ein zentraler Erfolg des neuen Gesetzes ist die verpflichtende Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen mittels Mikrochip. Als Berichterstatterin des Umweltausschusses habe ich mich besonders dafür eingesetzt, dass diese Regelung auch für Tiere privater Halterinnen und Halter gilt. Nur so können wir illegalen Tierhandel, unseriöse Zuchtpraktiken und das Aussetzen von Tieren wirksam bekämpfen und die Rückverfolgbarkeit insbesondere im Online-Handel verbessern.
Mit der Verabschiedung des Gesetzes beginnt nun die nächste wichtige Phase: die Umsetzung. Damit die neuen Vorschriften ihre volle Wirkung entfalten können, müssen sie in allen Mitgliedstaaten wirksam und kontrollierbar umgesetzt werden.
Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Behörden und Zivilgesellschaft haben wir darüber diskutiert, wie dies gelingen kann. Beispielsweise sollten bestehende nationale Register nach Möglichkeit in das neue System integriert werden, um auf bewährten Strukturen aufzubauen und unnötige Doppelstrukturen zu vermeiden. Gleichzeitig sollte die allgemeine Chip-Pflicht deutlich früher eingeführt werden als die derzeit vorgesehene Übergangsfrist von bis zu 15 Jahren.
Zu den Diskussionsteilnehmenden zählten unter anderem meine Kollegin Tilly Metz, Andrea Gavinelli von der Generaldirektion Gesundheit (DG SANTE) der Europäischen Kommission sowie Georgia Diamantopoulou, Leiterin der EU-Politik bei der Tierschutzorganisation Four Paws.
08/06/2026
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