Katholisch-Reformierte-Kirche

Katholisch-Reformierte-Kirche

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Wir verstehen uns als eine vollgültige Verwirklichung und 100%ige Nachfolgerin der EINEN, HEILIGEN, KATHOLISCHEN und APOSTOLISCHEN Kirche. an.

Wir sind eine katholische Frei-Kirche und gehören NICHT den Groß-(Amts)kirchen (römisch-katholisch, altkatholisch, evangelisch-lutherisch, protestantisch, etc.) Wir haben keine Mitgliedsbeiträge (Kirchensteuer) und verlangen auch keine Gebühren, Taxen oder Tarife für unsere Dienste. Wer eine freiwillige Spende zum Aufbau und Erhalt unser Kirche geben möchte, ist herzlich dazu eingeladen! Wir sind

24/06/2026

„Hütet euch vor den falschen Propheten!“ (Matthäus 7, 15a) Jede Zeit hatte und hat ihre „Propheten“, aber viele davon waren und sind auch „Möchtegerns“! Leider haben so „falsche Propheten“ oft sehr schöne Worte auf den Lippen, verstehen sich darauf den Menschen nach dem Mund zu reden, sind eloquent und dadurch schaffen sie es zu begeistern. Indem sie sagen, was die Menschen hören wollen, nicht was sie hören sollen, finden sie schnell Anhänger und Mitläufer. Viele davon sind dazu auch sehr charismatisch, wodurch sie noch „anziehender“ wirken und Menschen oft viel zu spät ihre wahren Absichten durchschauen. Je besser sie sich verstellen können, darauf verstehen vor anderen „wie Schafe“ aufzutreten: als harmlos und rechtschaffen zu gelten, denen es nur um die gute Sache geht, desto gefährlicher sind sie. Unsere Geschichte ist leider voll von solchen charismatischen Führungspersönlichkeiten, die meist nichts Gutes gebracht oder für die Zukunft bewirkt haben. Jesus warnt seine Jünger vor ihnen, aber nicht nur im säkularen Bereich, sondern auch im kirchlichen Bereich. Zwar wird man sie an ihren Früchten erkennen, aber dann ist es auch meist schon zu spät. Ist erst einmal der schlechte Samen ausgesät und aufgegangen, und trägt der Hass, der Zweifel oder die Angst Früchte, ist es fast schon unmöglich noch dagegen vorzugehen. Das ist übrigens auch in unserer modernen Zeit der KI, die von realen Menschen Klone herstellen kann, ähnlich gelagert. Nur Wissen, Verstand und eine gesunde Portion Skepsis kann davor schützen, der Glaube an Gott davor retten, das Vertrauen in die Heilszusage Jesu davor bewahren. Möge der Heilige Geist uns alle führen und leiten, uns Ohren, Augen und Herzen öffnen, unseren Geist erhellen, damit wir nicht auf die falschen Propheten hereinfallen!

23/06/2026

„Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut auch ihnen!“ (Matthäus 7, 12a) Die „goldene Regel“, wie du selbst von anderen behandelt werden willst, so behandle auch andere bzw. wie du selbst nicht von anderen behandelt werden willst, so handle auch an anderen nicht, ist das Um und Auf, die Grundlage menschlichen Zusammenlebens. Nur so ist ein Miteinander und Füreinander möglich, hat Frieden eine Chance, kann das Leben leben. Wer sich an diese Regel hält, erfüllt das Gesetz und die Propheten, der bleibt in der Liebe. Leider wurde die „goldene Regel“ immer anders ausgelegt, von den Menschen missachtet und in eine „wie du mir, so ich dir“ Variante umgewandelt. Immer schon haben Menschen das Gute in etwas Schlechtes gewandelt, die frohe Botschaft in eine Drohbotschaft, die Liebe in Hass, das Schöne in etwas Hässliches, den liebenden Gott in einen strafenden. Wir haben die Chance, diesen verkehrten Weg zu verlassen und auf den richtigen Weg umzukehren. Wir müssen nur entscheiden, wem wir folgen wollen: Jesus oder den Menschen, Gottes Wort oder der menschlichen Interpretation davon, der Wahrheit oder der Lüge, der Liebe oder dem Hass. Sobald wir diese Entscheidung für uns getroffen und uns auf den Weg gemacht haben, kommt der Rest schon von allein. Der erste Schritt ist der entscheidende. Dadurch können und sollen wir Beispiel für andere sein, ohne sie zu etwas nötigen zu wollen. Man kann niemanden vom Guten überzeugen, dem die Voraussetzungen dafür fehlen, das Gute auch sehen und annehmen zu wollen. Nur wenn wir leben und sichtbar machen, worauf unser Glaube beruht, können wir für andere Vorbild sein!

22/06/2026

„Wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet werden und nach dem Maß, mit dem ihr messt, werdet ihr gemessen werden!“ (Matthäus 7, 2) Heute geht es im Evangelium um das alltägliche Miteinander, um das Verhalten gegenüber dem Nächsten bzw. um das Nichtverhalten gegenüber anderen. Wir sind gerne bereit mit Fingern auf andere zu zeigen, sie zu beurteilen oder zu verurteilen, ihre Fehler hervorzuheben und sich über ihr Versagen zu freuen; wir lachen, wenn sich einer verhaspelt und korrigieren, wenn sich jemand, nach unserer Meinung nach, falsch verhalten hat. Wir legen für unser Miteinander Maßstäbe fest, aber halten uns selbst nicht daran; wir preisen ein Füreinander, solange es uns zugutekommt, wir fordern Verständnis, Toleranz und Akzeptanz für uns selbst ein, aber sind oft nicht bereit, es für andere aufzubringen. Jesus erkennt diese Doppelmoral bei den Menschen und lehrt seine Jünger etwas anderes. Er will ihnen und uns vor Augen führen, wie leicht wir uns verführen lassen und wie schnell wir Werte aufgeben, wenn „alle“ es so machen. Wir sollen anders sein, keine Heuchler, keine „Möchtegerns“, sondern ehrlich, aufrichtig, authentisch so leben, wie es unserem christlichen Glauben entspricht. Nur dann werden wir auch vor Gott bestehen, und nur dann wird die Welt die Jünger Jesu erkennen können. Also sollten wir anfangen umzudenken, unser eigenes Verhalten auf den Prüfstand der Weisungen Gottes zu stellen, und das Evangelium zu leben. Dann vergeht uns ganz sicher die Lust, zu richten und zu verurteilen, und wir begreifen, dass wir etwas ganz anderes zu tun haben, nämlich einander so zu lieben, wie wir selbst geliebt sind!

21/06/2026

„Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen!“ (Matthäus 10, 31) Jesus sagt seinen Jüngern und auch uns, wir brauchen uns weder zu fürchten, noch müssen wir Angst haben, denn Gott hat uns alle, jeden Einzelnen, die ganze Welt in seiner Hand, und jeder von uns ist von ihm geliebt. Jeder von uns ist in seinen Augen wertvoll und wichtig, und dort, wo er gerade ist, auf alle Fälle gewollt und richtig. Wir sehen es nur nicht immer so, oder nehmen es anders wahr, weil andere uns immer wieder heruntermachen, klein halten wollen, übersehen, übergehen oder ignorieren. Menschen legen ihre eigenen Maßstäbe fest, erstellen Normen und Regeln, haben ein Bild vor Augen, wie andere sein müssen oder sollen, um dazuzugehören, „in“ zu sein, drinnen, im kleinen Kreis der „erwählten“. Aber was Menschen sagen oder wie sie ihre Ordnung erstellen, wie andere darin Platz finden oder Raum haben dürfen, um sich zu entfalten, ist vor Gott nichtig. Für Gott ist jeder gleich wichtig und gleich wertvoll. Bei ihm gibt es kein Besser oder Schlechter, kein wertvoller oder wertloser. Menschen, und leider auch jene, die sein Wort verkünden und seine Liebe sichtbar machen sollen, differenzieren, bewerten, beurteilen und verurteilen, und sprechen einander den Glauben, die Hoffnung und die Liebe ab, stellen ihre Berufung in Frage. Dem zu trotzen, den Glauben zu leben, Hoffnung zu haben, und die Liebe sichtbar zu machen, in allem auf Gott zu vertrauen, der für jedes Leben einen guten Plan hat, das meint Jesus, wenn er uns sagt: Fürchtet euch nicht und habt keine Angst, denn ihr seid geliebte Kinder des einen Gottes und Vaters aller. Wir sind wertvoll, nicht weil wir so sind, wie andere uns haben wollen, sondern weil wir so sind, wie wir sind, wie Gott uns gedacht hat und haben will!

20/06/2026

„Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Spanne verlängern?“ (Matthäus 6, 27) Ein moderner Weisheitsspruch sagt: Was haben Reis, Nudeln und Sorgen gemeinsam? Man macht sich meist zu viel davon! Was lachhaft klingt, hat aber doch einen ernsten Hintergrund. Wir sind tagtäglich mit so vielen aus der Welt konfrontiert, das einem Sorgen bereiten will und viele gehen in den Sorgen dieser Welt auf. Dabei vergessen wir das Leben zu leben und zu lieben. Nachrichten, Werbung, Weltgeschehen, Social-Media, alles ist voll davon, und man kann sich nur schwer entziehen. Diese Sorgenmacherei erweckt Zweifel und lässt das Vertrauen in den Heilsplan Gottes sinken. Manche geben ihre Hoffnung auf eine gute Wende und ein gutes Ende auf, oder fallen vom Glauben ab. Nur sich permanent, um etwas oder jemanden Sorgen zu machen, meist unbegründet, ändern nichts an der jeweiligen Situation, aber sie verleiten Menschen zu Kurzschlusshandlungen und zu unsinnigen Aktionen. Statt Probleme zu lösen, werden immer neue produziert. Ein Teufelskreis aus dem man nur schwer wieder herausfindet. Die frohe Botschaft des Evangeliums hat zwar kein Universalrezept dafür, aber sie gibt Anleitungen, wie man dem ganzen Trara entkommen kann. Der Glaube an Gottes Wirkkraft und das Vertrauen in seinen Heilsplan, die Hoffnung auf Veränderung und die Liebe zu Gottes Wort und Auftrag sind Beispiele davon. Wir können zwar das Leben dadurch nicht verlängern und es ist auch nicht wichtig, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr an Leben. Das Gleichnis mit den Vö**ln im Himmel und den Lilien im Felde soll uns dazu animieren, in allen Belangen auf Gott zu vertrauen. Er weiß, was wir brauchen und notwendig haben, noch bevor wir ihn darum bitten. Er gibt uns alles zur rechten Zeit. Solange wir dieses Gottvertrauen haben, werden die Sorgen dieser Welt uns nicht im Griff haben, und wir haben mehr Zeit, das Leben zu leben und die schönen Seiten zu entdecken!

19/06/2026

„Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz!“ (Matthäus 6,21) Menschen hängen ihr Herz oft zu sehr an Materielles, sie verfallen oft dem Reichtum, lassen sich vom Habenwollen verführen, und definieren sich ausschließlich über das, was sie Besitz nennen. In einer Welt, in der nicht der Bessere zum Zug kommt, sondern der, der das meiste Geld hat fast schon „normal“, für Jesus eine fatale Fehleinschätzung und für Gott wertloses Getue. Wer man ist und wie man sich verhält zählt vor Gott, nicht was man hat. Die Armut der Armen ist die Schande der Reichen. Vor Gott ist nur das Herz ausschlaggebend, wofür es geschlagen hat, woran es gehangen hat, wie sehr es mit Liebe zum Nächsten erfüllt war. Alles andere ist nur Windhauch, ein kleiner Tropfen im Meer der Ewigkeit. Am Ende jedes Lebens wird nicht gefragt, wieviel man verdient hat, ob einem Denkmäler gesetzt wurden, oder ob man Städte nach einen benannt hat, sondern ob man geliebt hat. Und nachdem das letzte Hemd bekanntlich keine Taschen hat, kann sich niemand etwas mitnehmen um sich bei Gott „einzukaufen“. Deshalb sagt Jesus, wir sollen uns Schätze im Himmel sammeln, nicht aus purer Berechnung, sondern durch gute Taten, durch gute Werke, durch ehrlich gelebte Nächstenliebe, ohne Berechnung oder erwartete Gegenleistung. Jesus hat nie den Reichtum verurteilt, nur die Art und Weise, wie Menschen damit umgegangen sind und wie sehr sie der Reichtum blind und taub für andere gemacht hat. Wer denkt, alles zu haben und alles zu besitzen, sich alles kaufen zu können, weil er reich ist, den kann Gott auch nichts mehr geben, der lässt sich von Gott nicht beschenken. Wir sollten alle einmal mehr darüber nachdenken, woran unser Herz hängt!

18/06/2026

„Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden!“ (Matthäus 6, 7a) Es gibt so viele Menschen, die viel reden, aber nur wenig zu sagen haben. Sie plappern einfach drauf los, denken oft nicht darüber nach, gefallen sich in großen Worten, in feurigen Reden, aber letztlich ist alles nur heiße Luft, Windhauch und die Zeit nicht wert, die man mit Zuhören vergeudet. Solche Vielredner und Plappermäuler begegnen uns im Leben überall und sie rauben einem auch noch den letzten Nerv. „Komm zum Punkt!“ will man gerne sagen, aber die Höflichkeit gebietet einem etwas anderes. Und so ist man genervt und stellt auf Durchzug. Beim Beten ist es nicht viel anders. Gott weiß schon, was wir brauchen und notwendig haben, und er erhört uns auch dann, wenn wir nicht viele Worte machen. Jesus bringt es auf den Punkt und lehrt seinen Jüngern das Vaterunser als das allumfassende Gebet. Natürlich geht es auch „noch“ kürzer, aber das Vaterunser enthält eigentlich alles, was uns am Herzen liegt, wofür wir Gott bitten dürfen und ihm dankbar sein können. Dieses Gebet verbindet uns weltweit und über alle Generationen hinweg, von der Vergangenheit bis in die Zukunft. Es ist das Gebet des Herrn, und Jesus lehrt uns heute noch, wie liebevoll der Vater ist, sich um uns sorgt und kümmert, uns mit seiner Güte und Barmherzigkeit beschenkt, und uns wachsen, reifen und Frucht bringen lässt. Es sind wenige Worte, aber mit Inhalt und mit Kraft. Bei Gott brauchen wir nicht viele Worte, solange sie von Herzen kommen, gehen sie ihm auch zu Herzen. Er hört und erhört uns, wenn wir zu ihm rufen, weil er unser Vater ist!

17/06/2026

„Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zu tun, um von ihnen gesehen zu werden!“ (Matthäus 6, 1a) Viele Menschen tun Gutes, aber wollen dafür von anderen bewundert werden, damit wird das Gute zwar nicht weniger gut, aber es hat an Wert verloren. Eine Krux! Die PR Maschinerie ist darauf ausgerichtet: „Tue Gutes und rede darüber!“, aber Gottes Willen ist ein anderer. Menschen wollen gelobt werden, wollen in ihrem Engagement anerkannt und dafür geehrt werden, brauchen die Reaktion der anderen, um sich selbst gut zu fühlen. Das ist der falsche Weg, die falsche Intention, die falsche Motivation! Jesus zeigt seinen Jüngern, was sie nicht machen sollen, und lebt es ihnen vor. Beten, geben und fasten sind keine PR-Gags, die werbewirksam vor der Welt dargestellt und geschauspielert werden sollen, sondern Zeichen einer ernstgenommenen und gelebten Gottesbeziehung. Das Richtige zu tun, miteinander zu teilen, aufeinander acht zu geben, füreinander einzutreten, gemeinsam an einer besseren Gegenwart und Zukunft zu arbeiten, sind keine TikTok Posts, sondern die Möglichkeit auf Gottes Liebe Antwort zu geben. Jesus hat keine „Follower“ gehabt, sondern Nachfolger berufen, die seinen Weg weitergehen und sein Werl fortsetzen. Wenn wir uns von ihm angesprochen fühlen, sollten wir es auch so tun, wie er es gesagt hat. Alles andere wäre nur Schauspiel, Selbstdarstellung, „heiliges Theater“, Heuchelei. Die Versuchung ist groß, das Gute, das wir tun, „vor den Menschen“ zu tun, oder wenigstens den Anschein zu erwecken, als ob wir es täten. Aber dieser Versuchung zu widerstehen, ist unsere Aufgabe, unser Auftrag. Wir sollen in reiner Absicht Gott meinen und suchen, wenn wir etwas tun, das ihn verherrlichen soll!

16/06/2026

„Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen!“ (Matthäus 5, 44b) Die neue Gerechtigkeit, wie sie Jesus verkündet, klingt zwar schön und gut, und würde sicher die Welt verändern, das Zusammenleben der Menschen positiv beeinflussen, aber ist nicht so einfach umzusetzen. Wir tun uns schwer damit, unsere Hasser zu lieben und unseren Gegnern wohlgesonnen zu begegnen; denen, die uns Böses getan haben zu verzeihen, und die uns übel mitgespielt haben zu vergeben. Der Schmerz sitzt oft zu tief, zu sehr fühlen wir uns verletzt, gedemütigt und betrogen. Die Hemmschwelle zu übertreten, über den eigenen Schatten zu springen und aufeinander zuzugehen ist wohl das Schwierigste in unserem Leben. Vielleicht soll es uns aber auch nicht so leicht fallen, damit wir eine Ahnung davon bekommen, wie großzügig und gütig Gott uns gegenüber ist. Gott hat keine Feinde, auch wenn es Menschen gibt, die sich als solche gebärden, denn er liebt alle seine Kinder, lässt die Sonne aufgehen über Gute und Böse, lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte. Und wir selbst sind auch nicht immer gut und gerecht, freundlich und barmherzig gegenüber anderen. Wir sind nicht frei von Fehlern und Übertretungen, machen oft viel Blödsinn, sind in unserem Denken und Handeln oft grenzenlos beschränkt. Aber Gott liebt uns trotzdem und will nur das Beste für uns. So gesehen ist die neue Gerechtigkeit nicht mehr unmöglich umzusetzen. Wir müssen es nur versuchen und auch wollen. Es wird uns vielleicht nicht immer und überall, und auch nicht gegenüber allen gelingen. Aller Anfang ist schwer, aber anzufangen ist schon der erste Schritt in die richtige Richtung. Viele kleine Schritte führen auch zum Ziel. Wenn wir jeden Tag nur etwas davon umsetzen, was wir vom Evangelium verstanden haben, dann werden wir werden, was wir sein sollen. Füreinander zu beten ist nie verkehrt, denn Gebete verändern nicht die Welt, aber Gebete verändern Menschen, und Menschen verändern die Welt!

15/06/2026

„Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab!“ (Matthäus 5, 42) Auge um Auge, Zahn um Zahn, was für uns Menschen so „vernünftig“ und so „logisch“ im Umgang miteinander klingt, hat mit Gerechtigkeit nichts zu tun. Vor allem nicht mit jener Gerechtigkeit, die Gott will und Jesus als Auftrag sieht. Vergeltung ist meist nur der Beginn einer Spirale der Gewalt und Gegengewalt, eine Ausrede bzw. eine fadenscheinige Erklärung, die letztlich bis zur gegenseitigen Vernichtung führt. In so einem Denken gibt es keine Gewinner, weil jede Partei verliert, so oder so. Bei Gott ist es anders. Durch Jesus will er die Menschen aus diesem „Teufelskreis“ der Eskalation herausführen und Möglichkeiten schaffen, damit ein gelingendes und für alle ein gutes Miteinander das Denken bestimmt. „Lass … Geh mit … Gib … Weise nicht ab!“ Jesu „neuen“ Forderungen der Gerechtigkeit sind nicht so neu, aber von den Menschen leider vergessen. Nicht demütigen oder verletzen, das „Recht“ des Stärkeren raushängen lassen, sondern Freundschaft und gegenseitiges Verständnis aufbauen und gewinnen, das muss unser Leben prägen und bestimmen. Wer das begreift und umsetzt, ist auf dem guten Weg der neuen, größeren Gerechtigkeit, so wie Gott es eigentlich von Anfang an gewollt hat. Grundsätzlich sollten wir verstehen lernen, wir alle sind in gleicher Weise geliebte Kinder Gottes, keiner von uns ist mehr oder weniger Wert, als ein anderer, niemand besser oder schlechter, bevorzugt oder benachteiligt. Jeder hat sein eigenes Leben, das nicht immer so leicht ist, mit Höhen und Tiefen, mit Problemen und Schwierigkeiten, mal einfacher, mal schwerer. Wir müssen es uns gegenseitig nicht noch zusätzlich erschweren, sondern, wenn geht, es uns erleichtern!

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