Rave Up Records
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Rave Up Records
Hofmühlgasse 1
1060 Wien
Österreich
Tel.: 01/596 96 50
E-Mail: [email protected]
Es gibt Songs, die altern. Und es gibt Songs, die wachsen mit jedem Jahr tiefer in den Mythos hinein. „The Green Manalishi (With The Two Prong Crown)” gehört ohne Zweifel zur zweiten Kategorie.
Als Fleetwood Mac den Song am 3. Juni 1970 veröffentlichten, war das mehr als nur eine weitere Single. Es war ein düsteres Vermächtnis von Peter Green - einem der feinfühligsten Gitarristen, die der britische Blues je hervorgebracht hat.
Viele glaubten damals, der „Green Manalishi“ sei eine Halluzination, geboren aus L*D und Paranoia. Green selbst widersprach. Für ihn war die Figur etwas viel Realeres: Geld. Geld als Verführer, Geld als Dämon, Geld als zerstörerische Kraft. Ein Albtraum, aus dem einer der finstersten und faszinierendsten Songs der Rockgeschichte entstand.
Kurz darauf verließ Peter Green die Band, und mit ihm verschwand auch ein Stück der ursprünglichen Seele von Fleetwood Mac. Was blieb, waren Songs voller Tiefe, Schmerz und Schönheit - weit entfernt vom späteren kalifornischen Hochglanz.
Wer diese frühe, rohe und magische Phase entdecken oder wiederentdecken möchte: Wir haben bei Rave Up Records aktuell noch Fleetwood Mac Greatest Hits lagernd. Ein Pflichtstück für jede Sammlung - und vielleicht der beste Einstieg in das dunkle Herz von Peter Greens Fleetwood Mac.
Na schau, jetzt san ma mitten drin im großen österreichischen Gesamtkunstwerk.
Der Herr Finanzminister Markus Marterbauer sitzt übers Budget 2027 gebeugt wie ein Schachspieler, dem plötzlich jemand die Figuren auf Erdäpfelsalat umgestellt hat. Links die Einnahmen, rechts die Ausgaben, dazwischen a Loch, so groß, dass ma theoretisch den Semmeringverkehr umleiten könnt.
Er blinzelt in die Tabellen. Die Zahlen blinzeln zurück. Freundlich is keiner.
„Wird schon irgendwie gehen“, sagt irgendwo a Stimme im Hintergrund. Wahrscheinlich dieselbe Sorte Stimme, die auch sagt: „Passt schon, des kleb ma später mit Tesafilm.“
Und während in Wien noch gerechnet wird, sitzt der Paul McCartney irgendwo gemütlich, streicht über die Gitarre und philosophiert in schönster Weltordnung:
„Life can be hard, but then, that's when we start to put it together again.“
Ja eh, Paul. Sehr hübsch. Sehr sauber. Sehr… britisch.
Der hat eine Melodie für jedes Problem. Der Marterbauer hat Excel. Und a Defizit, das sich aufführt wie a schlecht gelaunter Hausmeister, der den Schlüssel nicht hergeben will.
Und dann gibt’s da noch Rave Up Records in Wien. Die haben das neue Album schon lagernd, in allen erdenklichen Zuständen der Endgültigkeit: Vinyl, CD, wahrscheinlich bald auch als Beisl-Untersetzer.
Währenddessen fragt sich der Finanzminister, ob ma Budgetlöcher auch in limitierter Auflage pressen kann. „Collector’s Edition: Defizit 2027 – transparent vinyl, schwer entflammbar.“
Im Beisl sitzt der Karl, schaut in sein Bier und sagt nichts. Muss er auch nicht. Der hat die Lage längst verstanden: Österreichisches Wirtschaftsprogramm 2027 – irgendwo zwischen Hoffnung, Halbwissen und Lieferung „kommt schon noch“.
Und irgendwo im Hintergrund läuft leise der McCartney-Song weiter, als wär er für genau so Situationen geschrieben worden, in denen man eigentlich lieber gar nicht so genau hinschaut.
„Life can be hard…“
Ja. Eh.
Nur beim Budget wär’s halt angenehm, wenn’s nicht nur poetisch, sondern auch irgendwie zuständig wär.
Aber vielleicht hat der Paul recht. Vielleicht muss man’s wirklich immer wieder zusammensetzen, wenn’s auseinanderfällt.
Nur in Österreich tät ma sich halt wünschen, dass wenigstens a Bauplan dabei wär.
Kunde: „Bist du ein Sammler?“
„Äh, nein. Aber Audio-Nerds schwören darauf, dass das die einzige richtige Art ist, Vinyl zu hören. Sie sagen, der Klang sei wärmer, ehrlicher. Für irgendein antikes Teil, das ich aus Omas oder Opas Garage gezogen habe, zahlen sie bereitwillig 200.000 oder 300.000 Yen, nachdem sie es frisch aufpoliert haben.“
„Es gibt nicht einmal einen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass der Klang besser ist.“
„Doch, ist er.“
„Nein, ist er nicht.“
„Aber hey, solange die Leute mit dem Herzen statt mit den Ohren hören, nehme ich ihr Geld gerne.“
Zu sehen bei Rave Up Records – wo Vinyl, Leidenschaft und endlose Diskussionen über den „warmen Klang“ seit Jahrzehnten zum guten Ton gehören.
02/06/2026
Liebe Freundinnen und Freunde und Music Lover, werte Stammkundschaft!
Blue Notes – magische Mitternachtstöne zwischen Rauch, Gin und Neonlicht. Und der junge Miles spielte dabei nie einfach nur Trompete, er phrasiert wie andere atmen. Seine Soli waren kühl puristisch, lyrisch schwebend, doch immer voller Spannung, auch in ihrer Zerbrechlichkeit. Jeder Ton erzählte eine Geschichte, jede Pause war Teil der Komposition. Von den überhitzten Bebop-Clubs der späten 1940er bis zu elektrischen Fusion-Sessions der 1980er Jahre gab er ständig den Takt der Zeit vor. Und immer die besten Mitstreiter um sich geschart – Bird, Sonny Rollins, Trane, Wayne Shorter, um allein nur die einzigartige Saxophoneline zu nennen. Seine Musik kannte über all die Jahrzehnte hinweg kein Sicherheitsnetz, keine festen Formen, nur Groove, Intuition und völlige Hingabe an den Moment. Sein Sound war urban, unbequem, elegant und roh zugleich – Musik für gleißende Nächte, einsame Straßen und verrauchte Kellerbars. 2026 klingt sein Echo noch immer durch das Knistern der zahllosen Vinylscheiben, der Jam Sessions und feinnervigen Monologe zwischen Jazz, Funk und Avantgarde. Auch seine Biografie klingt wie ein endloses Solo – kompromisslos, egomanisch, provokant und voller Reibung. Miles hielt sich nie zurück, weder musikalisch noch menschlich. Eine seiner radikalsten Platten, aufgenommen im April 1970, bleibt bis heute „A Tribute to Jack Johnson“ – frei improvisierter Jazz Rock voller Druck, Energie und schwarzer Coolness. Ein Album wie ein Boxkampf um Mitternacht: laut, dreckig, zugleich elegant und vollkommen zeitlos. Miles Davis ist eben kein Jazz-Denkmal, sondern eine unversiegbare Inspirationsquelle für jüngere Generationen zwischen Cool Jazz, Modal Sound und radikaler Freiheit. Auch wir haben Schätze aus seinem Werk zusammengetragen – von seltenen Originalpressungen bis hin zu aktuellen Neuerscheinungen. Entdeckt bei uns die vielen Klangfarben eines Meisters der Blue Notes, des Broken Groove und der grenzenlosen Improvisation neu!l
RAVE UP EMPFEHLUNGEN #11 2026 Blue Notes â magische Mitternachtstöne zwischen Rauch, Gin und Neonlicht. Und der junge Miles spielte dabei nie einfach nur Trompete, er phrasiert wie andere atmen. Seine Soli waren kühl puristisch, lyrisch schwebend, doch immer voller Spannung, auch in ihrer Zerbrechlichkeit. Jeder Ton e...
20/05/2026
DOPE PURPLE im Kramladen zu sehen fühlte sich an, als hätte jemand einen rostigen Frachter voller Hawkwind-Platten, kaputter Verstärker und schlafloser Großstadtparanoia frontal gegen die Wand gefahren und genau in diesem Moment beschlossen alle Anwesenden, dass das vielleicht die vernünftigste Form von Musik im Jahr 2026 ist.
Diese Band aus Taiwan interessiert sich nicht für Songs im klassischen Sinn. Sie interessiert sich für Zustände. Für das langsame Auflösen von Realität unter Neonlicht, Bierdunst und Gitarrenfeedback. Psychedelic Rock? Sicher. Noise Rock? Auch. Krautrock? Irgendwo im Maschinenraum vielleicht. Aber solche Begriffe helfen letztlich nicht weiter, weil DOPE PURPLE nicht klingt wie eine Band, die Musik spielt. Sie klingt wie ein Stromausfall in einer kaputten Zukunft.
Die Stücke schleichen sich an wie schmutzige Gedanken um vier Uhr morgens und explodieren dann in totale Klangüberlastung. Keine Pose, kein kalkulierter Retrotrip, keine Instagram-kompatible „Vintage Psychedelia“. Das hier ist körperlich. Laut. Hypnotisch. Man steht davor und merkt plötzlich, dass moderne Rockmusik meistens viel zu geschniegelt ist, viel zu kontrolliert, viel zu höflich.
Über die Bandmitglieder weiß man fast nichts - und das ist perfekt so. Keine Persönlichkeiten, keine Heldenverehrung, kein Rockstar-Museum. Nur diese kollektive Maschine aus Lärm, Delay und tranceartiger Wiederholung.
Und genau deshalb funktionieren ihre Liveshows. Nicht weil alles perfekt wäre, sondern weil jederzeit alles auseinanderbrechen könnte. DOPE PURPLE spielen nicht auf Sicherheit. Sie ziehen das Publikum in einen Strudel aus Dissonanz und Ekstase und lassen es dort einfach liegen.
Es gibt Bands, die auftreten. Und es gibt Bands, die einen Raum übernehmen wie ein psychischer Ausnahmezustand. DOPE PURPLE gehören eindeutig zur zweiten Sorte.
Dope Purple live @ Wien (Kramladen) on 5/19/2026 Dope Purple live @ Wien (Kramladen) on 5/19/2026
15/05/2026
Liebe Freundinnen und Freunde und Music Lover, werte Stammkundschaft!
Zuerst die gute Nachricht: Das Universum existiert noch, wie der Blick auf die erdabgewandte Seite des Mondes beweist. Das ist erfreulich. Weniger erfreulich ist der Blick auf den Emotional Weather Report, der die emotionale Weltlage wie eine Wettervorhersage versucht anzugeben. Der (un-)wetterkundige Tom Waits stuft sie mit seinen feinnervigen meteorologischen Instrumenten bekanntermaßen als wechselhaft bis katastrophal ein: Tiefs über den eigenen Beziehungen. Hochdruckgebiete über Dingen, die man besser vergessen hätte. Eine hereinziehende Kaltfront aus dem Nordwesten des Unterbewusstseins.
Eine andere Wetterkundige, Patti Smith, arbeitete als Teenager in einer Fabrik, in der Kinderwagen hergestellt wurden. Eine leicht exzentrische Form gestalterischer Tätigkeit für eine Poetin: kreativer Geist baut an Fortbewegungsmittel für potentielle kreative Geister, die noch nicht laufen können. Ihr Song „Piss Factory“ ist kein Protestsong, sondern ein Reinigungsritual – ein Selbstgespräch mit Zeugen. Mehr Sprechen als Singen, weil es echter kommt, wenn die Wut groß genug ist. Im Jahr 1926 bannte ein gewisser Christopher Bouchillon aus South Carolina etwas auf Schallplatte, das er „Born in Hard Luck“ nannte. Er sang nicht, er sprach. Rhythmisch, humoristisch. Mit der Gelassenheit eines Mannes, dem das Leben oft genug lauthals ins Gesicht gelacht hat, bis er selbst anfing zu lachen. Was Bouchillon damals schuf, wurde zur Blaupause eines ganzen Musikgenres. Das Universum existiert seit vielen Milliarden Jahren, der Talking Blues seit 1926 – beides fühlt sich manchmal länger an. Diese Art des Vortrags fand schnell ihre Nachfolger. Emmett Miller brachte dem scheinbar simplen Gesangsstil mit „The Gypsy“ eine vaudevilleske Schräglage bei. Ernest Tubb trug den Blues wie andere Leute einen Hut: unaufdringlich, aber immer auf dem Kopf. Mance Lipscomb sprach den Blues, weil er ihn lebte – manche Künstler besuchen den Blues wie ein Museum, Lipscomb aber war sein Hausmeister. Townes Van Zandt war der große stille Erzähler kleiner poetischer Geschichten. Phil Ochs protestierte mit trockenem Witz und der festen Überzeugung, dass Ironie eine politische Waffe ist – ungenauer als ein Gewehr, aber mit höherer Reichweite. Merritt Herring tat dasselbe, nur leiser. Ani DiFrancos Fuel Lyrics sind kein Talking Blues im engeren Sinne, doch etwas Verwandtes: Wort als Treibstoff, Stimme als Motor, Botschaft als Zündung. Die Stimme ist das älteste Musikinstrument, älter als die Trommel, älter als die Flöte. Sie wurde nicht erfunden. Sie war einfach da. Und irgendwann beschloss ein Mensch, sie rhythmisch einzubetten. Erst in jüngerer Vergangenheit ein anderer, das mündlich Weitergegebene aufzuschreiben. Und schließlich in jüngster Zeit, es zu senden.
Willkommen bei Rave Up Records. Hier ist Ihr Emotional Weather Report. Tief über dem Kopf. Hochdruck im Herzen. Vereinzelte Schauer aus Nostalgie bis in den späten Abend. Und morgen: weiterhin unbeständig.
RAVE UP EMPFEHLUNGEN #10 2026 Zuerst die gute Nachricht: Das Universum existiert noch, wie der Blick auf die erdabgewandte Seite des Mondes beweist. Das ist erfreulich. Weniger erfreulich ist der Blick auf den Emotional Weather Report, der die emotionale Weltlage wie eine Wettervorhersage versucht anzugeben. Der (un-)wetterkundi...
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