CICA - SOS

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Hilfe für Tiere, Menschen und die Umwelt in Ungarn
Notfallhilfe · Versorgung · Kastrationen · Aufklärung

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18/09/2026

Wilson & Winston – heute schon ein bisschen mehr Leben 💚

Die beiden kleinen Jungs sind gestern zusammen mit ihrer Schwester Winnie bei uns angekommen. Sie sind etwa 5–6 Wochen jung und heute schon deutlich wacher und aktiver als noch gestern.

Auch Winnie hat die erste Nacht geschafft, und das ist wirklich ein kleines Wunder. Sie wiegt gerade einmal 214 Gramm. Auch unser Tierarzt hatte trotz allem, was medizinisch möglich war, nur wenig Hoffnung, dass sie die Nacht übersteht.
Aber sie frisst. Selbstständig. Wir müssen ihr das Futter allerdings etwa alle 1,5 Stunden anbieten, weil sie den Napf noch nicht von selbst aufsucht. Nach ein paar kleinen Happen ist ihre Kraft meist schon wieder aufgebraucht.

Aber sie hört uns, reagiert, wenn wir mit ihr sprechen, hebt den Kopf, und heute steht sie sogar ab und zu auf und streckt sich. Das ist mehr Leben als gestern.

Alle drei brauchen jetzt erst einmal Ruhe, intensive Versorgung und Zeit. Ihre ganze Geschichte erzählen wir euch später in Ruhe.

Heute möchten wir euch einfach erst einmal Wilson & Winston zeigen. 💙

16/09/2026

Leonardo – Hunde okay, Katzen nein, Menschen unbedingt. 🐾

Leonardo ist ziemlich sicher selbst davon überzeugt, dass ihm eine gewisse Sonderstellung zusteht.

Groß.
Halblanghaarig.
Wunderschön.
Und mit einem Gesichtsausdruck, der gelegentlich sehr deutlich sagt:

„Ich nehme an, ihr wisst, wer hier der Prinz ist.“

Dabei ist Leonardo keineswegs unnahbar.

Ganz im Gegenteil.

Er liebt Menschen, lässt sich sehr gerne anfassen, genießt Streicheleinheiten und gehört definitiv zu den Katern, die Kuscheln für eine vollkommen sinnvolle Freizeitbeschäftigung halten.

Am besten natürlich mit ausreichend Aufmerksamkeit.

Für ihn.

Nur für ihn.

Denn Leonardo hat zwar sehr viel Liebe zu vergeben, bei der Verteilung seiner eigenen Privilegien hört die Großzügigkeit allerdings ein kleines bisschen auf.

Andere Katzen?

Braucht er nicht.

Wirklich nicht.

Leonardo kann auf Gesellschaft seiner Artgenossen ziemlich entspannt verzichten.

Schließlich gibt es Menschen.

Sofas.

Gemütliche Plätze.

Streichelnde Hände.

Und all diese Dinge funktionieren seiner Meinung nach hervorragend, ohne dass plötzlich noch irgendeine andere Katze auftaucht und ebenfalls Ansprüche anmeldet.

Deshalb wünschen wir uns für Leonardo ein Zuhause, in dem er Einzelprinz sein darf.

Keine Katzenkonkurrenz.

Kein Teilen der Lieblingsplätze.

Keine fremde Samtpfote, die plötzlich genau dort liegen möchte, wo Leonardo gerade liegen wollte.

Und vor allem keine Diskussion darüber, wem die Aufmerksamkeit gerade zusteht.

Leonardo kennt die Antwort darauf nämlich bereits.

Leonardo.

Natürlich.

Bei Hunden zeigt sich der Herr Prinz übrigens erstaunlich großzügig.

Die mag er.

Gegen einen netten, katzenfreundlichen Hund als Mitbewohner hat Leonardo überhaupt nichts einzuwenden.

Vielleicht, weil Hunde offenbar besser verstanden haben, dass Leonardo trotzdem der Prinz bleibt.

Und ganz ehrlich:

Wer ihn kennenlernt, wird vermutlich ziemlich schnell verstehen, warum er sich selbst für etwas ganz Besonderes hält.

Denn hinter seiner stattlichen Erscheinung steckt ein unglaublich lieber, menschenbezogener und verschmuster Kater.

Einer, der Nähe mag.

Der es genießt, bei seinen Menschen zu sein.

Und der vermutlich sehr zufrieden wäre, wenn sein zukünftiges Leben ungefähr so aussieht:

Kuscheln.
Essen.
Schlafen.
Bewundert werden.
Noch ein bisschen kuscheln.

Leonardo braucht keine Katzenfreunde, um glücklich zu sein.

Er braucht Menschen.

Menschen, die genau so einen Kater möchten:

groß, charmant, verschmust und mit einer ziemlich gesunden Überzeugung davon, dass ein Zuhause eigentlich nur einen Mittelpunkt braucht.

Und dieser Mittelpunkt wäre dann eben Leonardo.

Über Leonardo 🐾

• männlich
• geboren 02/2023
• kastriert
• geimpft
• gechippt
• EU-Impfpass
• FeLV/FIV negativ
• sehr menschenbezogen
• verschmust
• mag Hunde
• möchte Einzelprinz sein

15/09/2026

Fäden raus – Abenteuer an 😄

Heute wurden bei der kleinen Qori die Fäden am Auge gezogen,und es ist alles richtig schön verheilt.

Damit ist dieses Kapitel für die kleine erst einmal geschafft.

Und weil Abenteuer zu zweit sowieso viel mehr Spaß machen, bekommt Qori jetzt Gesellschaft: Sie zieht mit der kleinen Rhea zusammen.

Wir sind sehr gespannt, was die beiden von dieser Idee halten, aber irgendwie haben wir das Gefühl, dass da ein ziemlich süßes kleines Duo entstehen könnte.

14/09/2026

Viri hat eine Chance – aber nicht um jeden Preis. 💚

Heute waren wir wieder mit unserer weißen Notfallkatze beim Tierarzt.

Sie hat ein Plattenepithelkarzinom.
Und auch an beiden Ohren ist das Karzinom bereits vorhanden.

Inzwischen hat sie auch einen Namen bekommen: Viri.

Viri wiegt über 5 Kilo, ist kräftig, wach und aktiv. Sie frisst gut, schnurrt, schmust, tretelt und hat unglaublich viel zu erzählen. Und auch beim Tierarzt war sie genauso verschmust, schnurrend, tretelnd und ständig am Erzählen.

Und genau deshalb sieht auch unser Tierarzt noch eine echte Chance für sie.

Er rät zu der Operation.

Es wird allerdings eine sehr große Operation. Ein großer Teil ihrer äußeren Nase muss entfernt werden, ebenso ein Teil des Nasenbeins und das bereits stark zerstörte Gewebe im Bereich der Lefzen. Auch an beiden Außenohrmuscheln ist das Karzinom bereits vorhanden, deshalb müssen auch diese vollständig entfernt werden.

Entscheidend wird sein, wie weit das Karzinom das Nasenbein bereits zerstört hat. Das lässt sich von außen nicht sicher beurteilen. Erst während der Operation wird unser Tierarzt wirklich sehen können, wie weit es reicht.

Wenn der Knochen noch nicht zu stark geschädigt ist und der Tumor sinnvoll entfernt werden kann, sieht er für Viri durchaus eine gute Chance.

Und er sagt das nicht nur aus der Theorie.

Er hat bereits ein paar Katzen mit vergleichbaren Operationen behandelt. Eine lebte danach noch etwa neun Monate, andere deutlich länger.

Niemand kann uns sagen, wie viel Zeit es bei Viri sein würde.

Acht Monate?
Eineinhalb Jahre?
Drei Jahre?

Wir wissen es nicht.

Aber etwas war bei seinen bisherigen Patienten für uns besonders wichtig: Sie konnten nach der Heilung schmerzfrei und ohne größere Komplikationen leben.

Und trotzdem sind wir hin- und hergerissen.

Denn wir möchten niemals Leben verlängern, wenn wir damit nur Leid verlängern.

Gleichzeitig sitzt da diese kräftige, verschmuste, schnurrende und gesprächige Katze vor uns, und wir fragen uns genauso:

Dürfen wir ihr eine echte Chance nehmen, wenn unser Tierarzt sagt, dass diese Chance da ist?

Ein Plattenepithelkarzinom bleibt ein bösartiger Tumor. Niemand kann uns versprechen, wie viel gute Zeit ihr bleibt oder was die Zukunft bringt.

Deshalb haben wir mit unserem Tierarzt eine ganz klare Grenze vereinbart:

Wenn er während der Operation feststellt, dass der Knochen bereits so stark zerstört ist, dass eine sinnvolle Entfernung nicht mehr möglich ist oder Viri danach kein gutes und schmerzfreies Leben mehr führen könnte, wird er uns anrufen.

Dann werden wir sie gehen lassen.

Wenn er aber sieht, dass die Operation ihr eine echte Chance gibt, dann bekommt sie diese Chance.

Ihr Leben danach wird anders sein.

Nach der Operation wird ihre Nase nicht mehr genauso funktionieren wie vorher. Nasensekret kann sichtbarer nach außen treten und Viri wird möglicherweise etwas mehr Pflege brauchen. Das bedeutet aber nicht, dass sie Schmerzen haben wird.

Wie Viri danach aussieht, spielt für uns keine Rolle.

Wir wissen auch, dass Viri nach einer solchen Operation sehr wahrscheinlich nicht mehr in die Vermittlung gehen wird. Wenn alles gut geht, wird sie ihre Zeit deshalb bei uns verbringen. Auch das ist eine Entscheidung, die Verantwortung bedeutet, aber es darf kein Grund sein, ihr eine echte Chance auf ein gutes Leben zu nehmen.

Entscheidend ist nur eines:

Sie muss nach der Heilung schmerzfrei leben können. Sie muss fressen können, sich wohlfühlen, schnurren, kuscheln, erzählen und einfach Katze sein dürfen.

Ihr Leben darf anders sein.
Aber es muss ein gutes Leben sein.

Und genau zwischen diesen beiden Gedanken stehen wir gerade:
zwischen der Sorge, Leid zu verlängern – und der Sorge, eine echte Chance nicht genutzt zu haben. 🍀

Wir haben ganz bewusst dieses Foto gewählt, weil wir ihre Wunde nicht frontal zeigen wollten.

Auch wenn Viri darauf etwas still wirkt: Beim Tierarzt war sie verschmust, hat geschnurrt, getretelt und uns die ganze Zeit etwas erzählt.

13/09/2026

Sonntag. Mehr war heute bei Mila & Ronja nicht geplant. 😊

12/09/2026

Wie konnte es trotz Tierarztbesuche so weit kommen? 😔

Heute Abend kam diese weiße Katze als Notfall über Kata zu uns.

Und das Schlimmste daran ist:
Niemand hat weggeschaut.

Ihre Besitzerin war mit ihr bei zwei verschiedenen Tierärzten. Sie hat Hilfe gesucht. Sie hat vertraut.

Seit dem Frühjahr verändert sich ihr Gesicht, und ihr Zustand wurde immer schlimmer.

Heute ist die Veränderung so weit fortgeschritten, dass große Teile von Nase und Oberlippe zerstört sind und ihre Zähne sichtbar sind.

Ob es ein Plattenepithelkarzinom oder etwas ganz anderes ist und ob wir ihr noch helfen können, wissen wir noch nicht.

Diese Situation liegt uns gerade sehr schwer im Magen.

Wir haben lange überlegt, ob wir die Veränderung offen zeigen sollen. Denn so schwer dieses Bild anzuschauen ist, es ist ihre Realität.

Trotzdem haben wir uns entschieden, den betroffenen Bereich im Beitrag unkenntlich zu machen.
Das Originalfoto stellen wir in die Kommentare, damit jeder selbst entscheiden kann, ob er es sehen möchte.

Photos from CICA - SOS's post 11/09/2026

Nathan ist nicht an Parvo gestorben. 🖤

Viele von euch haben in den vergangenen Wochen gemeinsam mit uns auf dieses Ergebnis gewartet.

Heute haben wir endlich Nathans vollständigen pathologischen Befund erhalten.

Und wir haben diesen Bericht mit einem ganz komischen Gefühl gelesen.

Einerseits mit Erleichterung, weil wir nun endlich mehr wissen.
Andererseits tut es weh, Nathans letzten Weg noch einmal so schwarz auf weiß vor sich zu haben.

Eine wichtige Frage ist nun beantwortet:

Nathan ist nicht an Parvo gestorben.

Nach seinem Tod war seine PCR auf Parvovirus positiv.

Die Pathologie hat diesen positiven Befund jedoch weiter untersucht und eine Sequenzanalyse durchgeführt.

Das Ergebnis ist eindeutig:
Bei dem nachgewiesenen Parvovirus handelte es sich um einen Impfstamm.

Der Nachweis steht laut Pathologie sehr wahrscheinlich im zeitlichen Zusammenhang mit Nathans vorausgegangener Impfung. Gleichzeitig schreibt das Labor, dass dieser Parvovirus-Impfstamm nach aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand nicht als Ursache der festgestellten Entzündungsveränderungen anzunehmen ist.

Aber die Pathologie hat etwas anderes gefunden.

Bei der feingeweblichen Untersuchung wurden im Herzmuskel an mehreren Stellen Entzündungsherde festgestellt.

Nach Einschätzung der Pathologen ist diese Herzmuskelentzündung, eine Myokarditis, die wahrscheinlichste Ursache für Nathans Tod.

Sie kann zu einem Kreislaufversagen und möglicherweise zu schweren Herzrhythmusstörungen geführt haben.

Das erklärt zumindest, warum Nathan innerhalb weniger Stunden von einem verspielten Kätzchen so schwer krank wurde, dass wir ihn nicht mehr retten konnten.

Auch andere Veränderungen wurden gefunden: leichte Veränderungen an Leber und Niere sowie eine leichte Entzündung im Dünndarm. In der Lunge wurden E.-coli-Bakterien nachgewiesen. Diese werden von der Pathologie jedoch als Folge einer Aspiration im Zusammenhang mit dem Sterbeprozess angesehen und nicht als Ursache seiner Erkrankung oder seines Todes.
Damit wissen wir heute sehr viel mehr über Nathan.

Und trotzdem bleibt für uns die wichtigste Frage offen:

Was hat diese Herzmuskelentzündung ausgelöst?

Die Pathologie schreibt, dass solchen Entzündungen bei jungen Katzen unter anderem Virusinfektionen zugrunde liegen können, und nennt beispielsweise Calici-, Herpes- und Coronaviren sowie FeLV und FIV.

Eine konkrete Ursache für Nathans Myokarditis wurde jedoch nicht nachgewiesen.

Und genau deshalb endet unsere Suche hier für uns nicht.

Denn Nathan war nicht der einzige.

In diesem engen zeitlichen Zusammenhang erkrankten bei uns sechs junge Katzen. Vier von ihnen starben. Zwei haben sich wieder vollständig erholt.

Was wir dabei bis heute nicht erkennen können, ist ein klares Muster, wer erkrankte und wer nicht.

Die Katzen lebten in der Quarantäne in kleinen Geschwistergruppen zusammen. Während eine Katze schwer erkrankte, blieben ihre Geschwister, die eng mit ihr zusammenlebten, vollkommen symptomfrei.

Auch beim Alter gibt es kein einheitliches Bild: Nathan war etwa 12 Wochen alt, Fennek dagegen bereits ungefähr fünf Monate.

Gerade das macht die ganze Situation für uns so schwer einzuordnen. Es gab diesen engen zeitlichen Zusammenhang und sehr ähnliche schwere Verläufe, aber gleichzeitig keine einfache Gemeinsamkeit, mit der sich erklären ließe, warum genau diese sechs Katzen betroffen waren und die anderen nicht.

Und ganz ehrlich: Genau das lässt uns nicht los.

Wir möchten wissen, ob es einen gemeinsamen Auslöser gegeben hat, weil wir verstehen möchten, was passiert ist.

Dabei betrachten wir weiterhin alle Möglichkeiten offen, auch einen möglichen Zusammenhang mit der Impfung oder der verwendeten Impfstoffcharge.

Von dieser Charge existiert noch eine ungeöffnete Ampulle. Unser Tierarzt hat sie für uns zurückgelegt. Wir werden nun versuchen, auch diese Charge offiziell untersuchen zu lassen.

Wir behaupten damit nicht, die Ursache bereits gefunden zu haben.
Wir wissen es noch nicht.

Aber wir möchten nicht aufhören zu fragen, solange es noch etwas gibt, das wir prüfen können.

Für Fennek, Kiran, Nathan und Mitra. 🖤

Und für Matan und Imani, die es geschafft haben.

Die deutsche Übersetzung des Laborergebnisses findet ihr als Kommentar unter dem Bild.

Eine Bitte noch:
Wir wissen, dass das Thema Impfen sehr unterschiedliche Meinungen auslöst. Uns geht es hier aber nicht um eine allgemeine Diskussion für oder gegen Impfungen. Wir möchten verstehen, was bei unseren Katzen passiert ist, und genau deshalb prüfen wir die möglichen Ursachen Schritt für Schritt. Bitte lasst uns diesen Beitrag bei Nathan und den konkreten Fällen halten.
Danke dafür. 🧡

10/09/2026

Wie immer gilt:
Wenn noch irgendwo drei Zentimeter frei sind, passt auch noch eine Katze rein. 😀

Photos from CICA - SOS's post 09/09/2026

Vielleicht beginnt genau hier ihr neuer Weg. 🧡

Gestern Nachmittag kam ein Anruf von Kata.

In Nagybajom war eine Katze gefunden worden, die offensichtlich Probleme mit ihren Beinen hatte. Vermutlich war sie von einem Auto angefahren worden.

Keine zehn Minuten später saßen wir im Auto. Unser Tierarzt machte es möglich, dass in der Praxis in Marcali noch auf uns gewartet wurde.

Vor Ort fanden wir eine völlig verängstigte Katze in einem Graben. Beim Versuch, sie zu sichern, rannte sie noch einmal über die Straße und blieb zum Glück im Garten eines Hauses liegen.

Beim Laufen sah man sofort, dass etwas nicht stimmte.

Mit den Hinterbeinen hüpfte sie mehr, als dass sie richtig lief, und die Vorderbeine knickten immer wieder weg.

Natürlich gingen uns sofort ziemlich schlimme Dinge durch den Kopf.

Wir konnten sie schließlich sichern und fuhren direkt weiter in die Praxis.

Auf den Röntgenbildern waren zum Glück keinerlei Brüche zu sehen. Auch beim Ultraschall konnte zu diesem Zeitpunkt keine freie Flüssigkeit im Bauchraum festgestellt werden.

Das war natürlich eine Erleichterung.

Aber eine Entwarnung ist es noch lange nicht.

Im Moment gehen wir davon aus, dass sie durch den Aufprall wahrscheinlich eine Nervenschädigung erlitten hat. Und gerade nach einem Unfall können sich manche Probleme leider auch erst mit etwas Verzögerung zeigen.

Deshalb werden die kommenden Tage sehr wichtig.

Wir müssen hoffen, dass keine innere Verletzung vorliegt, bei der sich erst später Blut oder Flüssigkeit im Bauchraum sammelt. Und wir müssen sehen, ob sich ihre neurologischen Probleme wieder bessern.

Auch die vergangene Nacht macht uns leider noch keine Ruhe.

Ushani hat die ganze Nacht nichts gefressen.

Das kann verschiedene Gründe haben – Stress, Angst oder eben doch Folgen des Unfalls. Aber genau deshalb können wir im Moment noch überhaupt nicht sagen, wie sich ihr Zustand entwickeln wird.

Sie bekommt jetzt Milgamma, K-Vitamin und Schmerzmittel.

Außerdem haben wir sie direkt auf FeLV und FIV testen lassen, beides negativ.
Und sie wurde gegen Parasiten behandelt.

Und dann gab es noch eine kleine Überraschung:

Es ist ein Mädchen.

Bei roten Katzen ist das deutlich seltener – und wir waren tatsächlich alle ein bisschen überrascht.

Im Moment ist Ushani sehr unsicher und hat große Angst.

Und auch ihr weiterer Weg ist gerade noch sehr unsicher.

Wir hoffen, dass ihr Körper sich von dem Unfall erholt, dass keine Komplikationen mehr auftreten und dass sie in den nächsten Tagen beginnt zu fressen und etwas stabiler wird.

Und irgendwann, wenn all das geschafft ist, hoffen wir natürlich auch, dass sie langsam Vertrauen fassen kann.

Dieses rote Mädchen hat nun auch ihren Namen bekommen:

Ushani. 🩷

Ein Name, verbunden mit der Morgenröte und dem ersten Licht des Tages.

Und gerade bei einem roten Mädchen könnte dieser Name kaum schöner passen.

Willkommen bei uns, Ushani.
Du wirst uns deinen Weg zeigen und wir werden ihn mit dir gehen. 🧡

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