Akademie Graz
AKADEMIE GRAZ
Neutorgasse 42
8010 Graz
[email protected]
0316 837985
www.akademie-graz.at
🌊 Troubled Waters – vergessene und verdrängte Flussgeschichten 🌊. Entdeckt die verborgenen Geschichten von Donau, Drina, Save, Rječina, Feistritz und Kutschenitza.
Zwischen Kunst, Literatur und Forschung eröffnet Troubled Waters neue Perspektiven auf Flüsse als Lebensadern, Erinnerungsräume und Zeugen von Krieg, Migration und ökologischen Krisen. Eine Ausstellung über Wasserwege, ihre kulturellen Narrative und die Frage, wie sie unser Verständnis gegenwärtiger Krisen prägen können.
🌊 Kunst trifft Wissenschaft
📍 Akademie Graz
🎥 Walk through the exhibition
Eine künstlerisch-wissenschaftliche Rauminstallation über Flüsse als Lebensadern, Krisenräume und kulturelle Erinnerungsorte. 🌊
„Rivers in Crisis“ untersucht anhand von Wasserwegen in Österreich und am Westbalkan die Verflechtungen von Mensch, Natur, Migration und Geschichte — zwischen Kunst, Literatur und Forschung.
Mit Arbeiten von Benedikt Alphart, Anita Fuchs, Iva Korbar, Christina Helena Romirer und Ivo Vičić.
Kuratiert von Yvonne Živković und Astrid Kury.
liminalwater.uni-graz.at
05/05/2026
Der vierte Tag unserer Reise begann mit einem intensiven Eintauchen in die Geschichte und Kultur Georgiens. Am Vormittag stand der Besuch des Georgischen Nationalmuseums auf dem Programm. Die Führungen durch die verschiedenen Sammlungen boten einen facettenreichen Überblick – von archäologischen Funden über die bewegte Geschichte des Landes bis hin zu eindrucksvollen Exponaten aus der jüngeren Vergangenheit. Besonders die Darstellungen der sowjetischen Epoche hinterließen einen nachhaltigen Eindruck und regten zum Nachdenken an.
Im Anschluss führte uns der Weg zum Flohmarkt an der Trockenen Brücke. Zwischen alten Büchern, sowjetischen Relikten, Schmuck und zahlreichen Alltagsgegenständen.
Am Nachmittag stand ein diplomatischer Programmpunkt im Mittelpunkt: der Besuch der Österreichischen Botschaft Tiflis. In einem Gespräch mit Botschafter Robert Gerschner, der sein Amt 2024 übernommen hat und zuvor als Gesandter an der österreichischen Botschaft in Moskau tätig war, erhielten wir Einblicke in die außenpolitische Arbeit Österreichs im Südkaukasus. Besonders hervorgehoben wurde die Entwicklungszusammenarbeit mit Georgien und Armenien. Die Projekte konzentrieren sich vor allem auf Land- und Forstwirtschaft, Dezentralisierung sowie Konfliktprävention – Bereiche, die für eine nachhaltige Entwicklung und Stabilität der Region von zentraler Bedeutung sind.
Im Anschluss berichtete Ana Margvilashvili über ihre Arbeit, insbesondere im Bereich des Empowerments von Frauen.
Den Abschluss des Tages bildete der Besuch des Pantheon, einer Nekropole auf dem Mtatsminda. Hier sind zahlreiche bedeutende georgische Schriftsteller, Künstler und einige wichtige politische Persönlichkeiten begraben. Die teils kunstvoll gestalteten, teils ungewöhnlichen Grabmäler zeugen von der kulturellen Bedeutung dieses Ortes. Gleichzeitig bot sich ein weiter Blick über die Stadt Tiflis, der den Tag stimmungsvoll abrundete.
Der vierte Tag verband auf eindrucksvolle Weise historische Reflexion, aktuelle politische Einblicke und kulturelles Gedenken.
04/05/2026
Der Tag in Tiflis begann mit einem Spaziergang durch die Altstadt gemeinsam mit Prof. Dr. Benedikt Harzl, begleitet von Gesprächen über Kultur und Stadtentwicklung.
Anschließend folgte ein Besuch im unabhängigen Kunstraum Kurorti sowie im kreativen Zentrum Fabrika, die beide Einblicke in die zeitgenössische Kunst- und Kulturszene boten.
Ein zentrales Highlight war das Gespräch mit Univ.-Prof.in Dr.in Nino Lapiashvili, Leiterin des Institute for European Studies an der Tbilisi State University, zu den Zukunftsperspektiven Georgiens.
Den Abschluss bildete der Besuch des Departments für Media Art an der Ilia State University und einem Gespräch mit seiner Leiterin Univ.-Prof.in Dr.in Nana Iashvili über die universitäre Kunst- und Designausbildung in Georgien. .lapiashvili
Am zweiten Tag unserer Reise stand zunächst der Besuch des Stalin-Museums in Gori auf dem Programm, ein unsägliches Relikt der Verherrlichung des georgischstämmigen Diktators, das mit einer nur kleinräumigen Aktualisierung versehen wurde.
Am Nachmittag besuchten wir
Metropolit Isaiah von Nikosi und Zchinwali in Zemo Nikosi, ein Ort nahe des von Russland besetzen Gebietes Süd-Ossetien. Nach dem Krieg 2008 und trotz der schwierigen geographischen Lage wurde von ihm 2009 das Animationsfestival und 2011 die Kunstschule im Ort gegründet. Er selbst studierte Animationskunst, bevor er sich 1993 für ein Klosterleben in Abchasien entschied. 1995 wurde er zum Bischof von Nikosi ernannt.
Der nächste Besuch führte uns in das Gori Art House. Wir wurden von Mari Topchishvili empfangen, die uns eine Einführung in ihre Arbeit und die aktuellen Ausstellungen gab. Das Gori Art House, 2020 als Gori Photographers Club gegründet, fördert die Entwicklung der Fotografie, zeitgenössischer Kunst und Kultur im Allgemeinen in Georgien. Es fungiert als regionale Plattform mit Workshops verschiedener Genres, klassischen Ausstellungen, Foto-Kursen und Kunst-Festivals mit internationaler Beteiligung. Die reflektierte Auseinandersetzung mit der aktuellen Geschichte des Landes und künstlerisch aufgearbeiteten Inhalten politischer Proteste, brachte das Gori Art House unverschuldet in die Situation, um das Weiterbestehen dieses für die Region so wichtigen Hauses fürchten zu müssen.
Die Reise führte uns weiter zur historischen Höhlenstadt Uplistsikhe. Die in den Fels gehauene antike Siedlung zählt zu den bedeutendsten archäologischen Stätten Georgiens. Zugleich bot sich ein beeindruckender Ausblick auf die umliegende Landschaft.
Den Ausklang des Tages bildete ein gemeinsames Abendessen mit Weinverkostung im Weingut Merebashvili in Kaspi. Die zum Teil in traditionellen Amphoren nach jahrhundertealter Tradition hergestellten Weine und die hervorragenden regionale Gerichte waren ein Exempel für Georgische Gastfreundschaft und Kulinarik!
02/05/2026
In Mzcheta, dem religiösen Zentrum Georgiens wurde ein weiteres UNESCO Weltkulturerbe besichtigt. Die mittelalterliche Kathedrale Swetizchoweli (“lebensspendende Säule”) aus dem 11. Jh. Diese Kathedrale ist die zweitgrößte georgische Kirche (nach der Dreifaltigkeits-Kathedrale in Tiflis) und war lange die Krönung- und Begräbniskirche der georgischen Monarchen. Im Anschluss trafen wir in Tsetovani, Nana Cher, der Leiterin des Mtskheta-Mtianeti Regional Hub “For Better Future”. Ihr Vortrag über die jüngere Geschichte Georgiens und ihre Arbeit nach der russischen Okkupation 2008 v.a. für displaced persons aktiv. Durch die Arbeit dieser NPO sollen Bürger:innen vermehrt in die politischen Entscheidungsprozesse integriert werden sowie die soziale Verantwortung von Unternehmen befördert und sich für Frieden engagiert werden! TIPP: in der hauseigenen Werkstatt entsteht hochwertiger Schmuck von dort wohnhaften Frauen in feinster Handarbeit!
02/05/2026
Die akademie Graz ist derzeit on Tour in Georgien! Nach einer Stadtrundfahrt durch Tiflis war der erste historische Höhepunkt unserer Anreise, der Besuch Georgiens ältester Kreuzkuppelkirche, die georgisch-orthodoxe Dschwari-Kirche (Dschwari/Kreuz) aus dem 6. Jh.
Künstlerinnengespräch mit Claudia Larcher im Rahmen der galerientage 2026
📍 Akademie Graz
📅 25.04.2026
🕚 ab 11 Uhr
In der Ausstellung less is more, more, more von Claudia Larcher starten um 11 Uhr wir mit einem Screening und beginnen nach Eintreffen, des von Claudia Slanar geführten Rundgangs, mit dem Künstlerinnengespräch!
Wir freuen uns auf euren Besuch!
19/12/2025
Wir wünschen Ihnen ruhige und erholsame Festtage und einen schönen Start ins Jahr 2026. Wir freuen uns, Sie auch 2026 wieder bei unseren Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.
Das Büro der Akademie Graz ist vom 23.12.2025 – 06.01.2026 geschlossen.
Mit besten Wünschen
Das Team der Akademie Graz
Astrid Kury, Elke Riedlberger und Heidi Oswald
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Am 7. Jänner 2026 starten wir gleich mit einem Künstlergespräch ins neue Jahr:
7. Jänner 2026
Beginn: 17 Uhr
Akademie Graz, Neutorgasse 42, 8010 Graz
𓆜𓆝𓆞𓆟
DAWN SISTERS
Erwin Polanc & Ulrich Tragatschnig
Blick, Poltergeist + Bilder
Ein Gespräch über das Sehen, Wissen und dem, was allein die Fotografie sichtbar macht.
𓆜𓆝𓆞𓆟
19/12/2025
Die Preisverleihung des Emil-Breisach-Literaturwettbewerbs 2025 der Akademie Graz gestaltete sich als ein festlicher Abend, an dem Sprache, Klang und Begegnung auf besondere Weise ineinandergriffen. Die ausgezeichneten Texte zeugten von hoher literarischer Qualität und erzählerischer Eigenständigkeit.
Die Jury Andrea Stift-Laube (LICHTUNGEN), Jessica Beer (Residenz Verlag) und Georg Petz (Akademie Graz) haben aus rund dreihundert Einsendungen die Texte von Daniel Nachbaur und Lisa Bolyos als Preisträger:innen bestimmt!
Der Preis des BMWKMS wurde Daniel Nachbaur für seinen Text „Murmeltiere“ verliehen. In einer dichten, assoziativen Erzählung entfaltet Nachbaur eine feinsinnig komponierte Geschichte über Schweigen, Irritation und soziale Spannungen. Mit kontrollierter, alltäglicher Sprache, rhythmischen Wiederholungen und starken Metaphern macht der Text sichtbar, wie aggressiv Mehrheiten auf das Andere reagieren und wie schnell Schweigen zur Projektionsfläche wird.
Der Preis der Energie Steiermark ging an Lisa Bolyos für „Zinnober“. Ausgehend von einer scheinbar alltäglichen Situation – dem Diebstahl eines Nagellacks – entfaltet der Text durch kluge Wiederholungen und Perspektivwechsel eine zunehmende Tiefe und leise Unheimlichkeit. Mit feinem Humor und sparsamen, präzise gesetzten Details entsteht ein humanes, berührendes Porträt zweier Figuren, dessen Offenheit lange nachwirkt.
Musikalisch wurde der Abend vom großartigen Duo Emiliano Sampaio (Gitarre) und Thilo Seevers (Akkordeon) begleitet, deren fein nuancierte Klänge der Veranstaltung eine besondere Atmosphäre verliehen.
Im Anschluss an die Preisverleihung klang der Abend bei einem kleinen weihnachtlichen Empfang in Zusammenarbeit mit der Literaturzeitschrift Lichtungen aus – ein Raum für Austausch, Gespräche und gemeinsames Feiern der Literatur.
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