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08/03/2026
In memoriam: Ulrich „Ed“ Swillms (1947–2023)
Der deutsche Komponist und Rockmusiker Ulrich 'Ed' Swillms wurde am 7. März 1947 in East Berlin geboren und verstarb am 27. Juni 2023 in Berlin.
Schon früh zeigte sich sein außergewöhnliches musikalisches Talent. Seit 1955 erhielt er Unterricht an der Berliner Volksmusikschule in Klavier, Klarinette und Cello. Später studierte er an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin mit Schwerpunkt Cello und Nebenfach Klavier.
Seine Karriere in der Rockmusik begann Ende der 1960er Jahre. Zwischen 1969 und 1971 spielte Swillms in der Band Die Alexanders, wo er auch Herbert Dreilich kennenlernte. Nach der Auflösung der Gruppe wechselte er zur Band Panta Rhei, wo er als Pianist und Komponist tätig war.
Aus Panta Rhei entstand schließlich die legendäre DDR-Rockband Karat, mit der Ed Swillms große musikalische Erfolge feiern konnte. Sein bekanntestes Werk ist der Song Über sieben Brücken musst du gehn, dessen Text von Helmut Richter stammt. Das Lied wurde später auch durch Peter Maffay zu einem riesigen Hit.
Weitere bekannte Kompositionen von ihm sind „Der blaue Planet“, „Schwanenkönig“, „Albatros“, „König der Welt“ und „Jede Stunde“.
1983 erhielt Swillms gemeinsam mit den Mitgliedern von Karat den Nationalpreis der DDR (III. Klasse) für Kunst und Literatur. Die intensive Tourtätigkeit belastete jedoch seine Gesundheit, weshalb er sich Ende der 1980er Jahre zunehmend zurückzog und 1987 die Band verließ.
Später kehrte er noch einmal zur Musik zurück – unter anderem bei der Jonathan Blues Band und ab 2005 wieder als Berater, Komponist und Keyboarder bei Karat.
Mit Ed Swillms verlor die deutsche Rockmusik einen der wichtigsten Komponisten ihrer Geschichte. Seine Songs gehören bis heute zum musikalischen Gedächtnis mehrerer Generationen.
Ruhe in Frieden, Ed Swillms.
21/10/2025
Marianne Bachmeier wurde am 3. Juni 1950 in Sarstedt, Deutschland, geboren und ging in die Geschichte ein durch einen der erschütterndsten und zugleich bekanntesten Gerichtsfälle der Bundesrepublik – ein Akt der Verzweiflung, der die Welt erschütterte und eine bis heute andauernde Diskussion über Gerechtigkeit, Moral und Selbstjustiz auslöste.
Ihr Leben vor der Tragödie verlief unscheinbar. Sie wuchs im Nachkriegsdeutschland auf und wurde früh Mutter. Ihre Tochter Anna, geboren 1972, war ihr ganzer Stolz – ein lebhaftes, fröhliches und aufgewecktes Mädchen. Marianne und Anna lebten in Lübeck, wo die Mutter als Wirtin arbeitete. Trotz mancher Schwierigkeiten war die Bindung zwischen den beiden sehr eng.
Am 5. Mai 1980 geschah das Unfassbare. Nach einem kleinen Streit mit ihrer Mutter verließ die siebenjährige Anna das Haus und wollte zu einer Freundin gehen – doch sie kam nie an. Stunden später wurde sie tot aufgefunden. Sie war entführt, sexuell missbraucht und ermordet worden. Der Täter war Klaus Grabowski, ein 35-jähriger Sexualstraftäter, der bereits wegen Kindesmissbrauchs verurteilt worden war. Obwohl er sich einer chemischen Kastration unterzogen hatte, ließ er diese rückgängig machen. Aus Angst, Anna könne über ihn sprechen, würgte er sie mit einer Strumpfhose – einer Tat, die das ganze Land entsetzte.