Fortsetzung.tv
Magazin für serielles Erzählen
04/10/2025
Im zweiten neuen Podcast gibt es wieder zwei aktuelle Serientipps sowie eine Leseempfehlung für Comicfans.
Der Agenten- und Phantomias-Podcast Serientipps: "Call My Agent Berlin" und "Halb Malmö hat mit mir Schluss gemacht" sowie eine außergewöhnlich gelungene Phantomias-Geschichte im neuen LTB 602
13/09/2025
Northern Disclosure, Carmen Curlers, Mo und mehr.
Der Relauch-Podcast Alle podcasten, warum nicht auch ich mal wieder? Dachte sich Marcus und gibt euch einfach mal einige aktuelle Tipps für Serienfreundinnen und -freunde, darunter ein toller Behind-the-scenes-Videocast zu Northern Exposure, die dänische arte-Serie Carmen Curlers und die zweite Staffel der Comedy Mo ...
12/09/2025
Freut euch schon mal: Bald gibt etwas Neues in diesem Theater...
27/01/2025
Überraschend fesselnde und philosophische Serie, der man allerdings etwas Zeit geben sollte.
Wie idyllisch ist Disneys „Paradise“ wirklich? – Review Thriller des „This Is Us“-Erfinders entpuppt sich als komplexes und packendes Gedankenspiel – TV-Kritik von Marcus Kirzynowski
15/08/2024
Hat mich nach mäßigem Auftakt dann zunehmend doch noch überzeugt - ab morgen bei Amazon Prime Video.
TV-Kritik/Review: "Perfekt verpasst": Die Chemie stimmt zwischen Engelke und Pastewka Schräge Amazon-Comedy um zwei Singles in der Krise mit gut aufgelegtem Ensemble
19/07/2024
Geheimtipp für "The Wire"-Fans (Baltimore! Avon Barksdale!) und alle, die komplexe Romanverfilmungen mögen. Ab heute bei Apple TV+.
TV-Kritik/Review: Starke Natalie Portman in neuer Serien-Perle "Lady in the Lake" Vielschichtige, kunstvolle Romanadaption um Emanzipation und Verbrechen im "Jazz Age"
11/07/2024
Fängt stark an und lässt leider auch stark nach.
TV-Kritik/Review: "Sunny": Wenn der Haushaltsroboter zum besten Freund wird Apples SciFi-Comedy mit toller Rashida Jones startet furios und versackt zunehmend
04/07/2024
Unbedingt empfehlenswert: ungewöhnlicher Film, zzt. in der ARD Mediathek. Beginnt wie eine charmante, aber auch sehr skurrile Komödie und endet dann ganz anders. Hat mich stark an "Betty Blue" erinnert. Die Franzosen haben's einfach drauf.
Warten auf Bojangles | Kritik Frankreich, Belgien 2021. Regie: Régis Roinsard. Mit: Romain Duris, Virginie Efira.
28/04/2024
All of Us Strangers (GB 2023), Regie: Andrew Haigh
Eben noch im Kino, jetzt seltsamerweise schon auf Disney+. Ein interessant gefilmter, berührender und auch sehr trauriger Film über einsame Männer. Dass sie schwul sind, ist dabei zwar ein wichtiger, aber gar nicht der zentrale Aspekt. Der Hauptprotagonist leidet vielmehr an einem Kindheitstrauma, weil seine Eltern (gespielt von Claire Foy und Jamie Bell) beide, bevor er 12 wurde, bei einem Autounfall starben. Eines Tages sieht er beide plötzlich wieder, nicht gealtert, immer noch im Haus seiner Kindheit lebend. In der Realität, nur im Kopf des Helden? Das wird nicht erklärt. Im Grunde ist es eine Geistergeschichte, in der Vergangenheit und Gegenwart untrennbar miteinander verschmelzen, der Mittvierziger ein Weihnachten seiner Kindheit noch mal erlebt und sich als Erwachsener wie selbstverständlich zwischen seine Eltern ins Ehebett legt, weil er nicht schlafen kann.
Tolle Bilder, super DarstellerInnen und ein starker 80s-Soundtrack (der Text von "Always on My Mind" wird hier mal ganz anders interpretiert).
All of Us Strangers | Kritik Großbritannien, USA 2023. Regie: Andrew Haigh. Mit: Andrew Scott, Paul Mescal.
19/03/2024
Die sehr starke Miniserie startet heute in der ARD Mediathek.
TV-Kritik/Review: "Kafka"-Miniserie von ARD und ORF ist vielschichtig und innovativ Kongeniale Annäherung von David Schalko und Daniel Kehlmann mit Starensemble
Green Border (PL 2023, Regie: A. Holland)
Ein Film wie ein Schlag in die Magengrube. Sehr detailliert und wohl leider auch sehr realitätsgetreu werden die Zustände an der "grünen" belarussisch-polnischen Grenze geschildert, wo eine syrische Flüchtlingsfamilie zum Spielball des Lukaschenko-Regimes auf der einen und der quasi faschistischen polnischen PiS-Regierung auf der anderen Seite wird, zigmal hin und her geschoben, unterernährt, dehydriert, geschlagen, gedemütigt und jeglicher Menschenrechte beraubt. Polnisches Recht wurde (wird?) hier ebenso mit Füßen getreten wie die in Sonntagsreden so gerne beschworenen Werte der EU.
Etwa nach knapp der Hälfte wechselt der Fokus zu einem Grenz"schützer", der nach und nach sein Gewissen entdeckt, und zu einer Gruppe polnischer Helfer/Aktivistinnen, die fast alles riskieren, um den Menschen, die sonst keine Lobby haben, mit dem Mindesten an Versorgung und rechtlichem Beistand zu helfen. Holland hat das alles schonungslos, aber trotzdem würdevoll inszeniert, mit DarstellerInnen, die überwiegend selbst Betroffene und keine professionellen SchauspielerInnen sind. Das merkt man nicht, alle Darstellungen sind absolut bewegend.
Sicher kein Wohlfühlkino, was man am sehr begrenzten Erfolg im hiesigen Programmkino merkt. Aber ein Film, den man im Grunde jedem europäischen Parlamentsmitglied und jedem und jeder Wählenden, die immer noch überlegt, ob man nicht doch mal AfD wählen könnte, weil man mit der Regierung und den "Altparteien" nicht zufrieden ist, zeigen müsste.
9/10
The Many Saints of Newark
Der Sopranos-Prequelfilm ist genauso unfokussiert und letztlich pointless wie die Originalserie, man könnte also sagen, David Chase ist sich treu geblieben. Der Unterschied ist aber: Das Besondere an den Sopranos war ja nicht, was erzählt wurde, sondern wie. Diese Lakonie, mit der der Alltag der Figuren dann ab und zu völlig unerwartet von heftigsten Gewaltausbrüchen unterbrochen wurde, eben nicht dramatisch oder zugespitzt inszeniert, sondern ganz beiläufig, war 1999 wirklich ganz neu. Und wurde ja dann auch zum Muster für nachfolgende (und inhaltlich interessantere) HBO-Serien wie Six Feet Under und The Wire. In dem Film fehlt das nun völlig, er ist im klassischen Hollywood-Stil inszeniert und könnte auch von Scorsese stammen, eben ein weiterer Mafiafilm, der ziemlich aus der Zeit gefallen wirkt.
Wir sehen nun also, was wir nach der Serie eh schon wussten, wie etwa Tonys Onkel "Junior" seinen Bruder ermorden lässt. Dazu Insider-Witzchen wie der, dass Christopher schon als Baby Angst vor seinem Cousin Tony hat (der ihn bekanntlich mehr als 30 Jahre später umbringen wird.) Ansonsten viel Küchenpsychologie. Dass es für einen Jugendlichen eher toxisch ist, in einer Mafiafamilie aufzuwachsen, war mir jedenfalls schon vorher klar. Die Gewalt wird vom Großvater auf Vater und Onkel und dann eben später auf Tony vererbt. Alles nicht neu und weder tiefgründig noch erhellend. Wenn dann noch ein jüngerer Schauspieler Steven Van Zandt imitieren muss, mit gleicher Frisur und gleicher übertriebener Mimik, wird es peinlich. Der Film hat dann auch bei seinem Kinostart vor ein paar Jahren schon kaum jemanden interessiert.
Klicken Sie hier, um Ihren Gesponserten Eintrag zu erhalten.
Kategorie
die öffentliche Figur kontaktieren
Webseite
Adresse
Cologne
90210